Unfallflucht nach Feier: 75-Jähriger Holzwickeder kommt glimpflich davon

Mit einer Geld­stra­fe in Höhe von 550 Euro und einer Sperr­frist von zehn Mona­ten für die Wie­derertei­lung der Fahr­erlaub­nis kam ein 75-jäh­ri­ger Holzwicke­der, der sich wegen fahr­läs­si­ger Gefähr­dung des Stra­ßen­ver­kehrs heu­te (12.2.) vor dem Amts­ge­richt Unna zu ver­ant­wor­ten hat­te, noch rela­tiv glimpf­lich davon.

Der Holzwicke­der hat­te am 15. Sep­tem­ber vori­gen Jah­res gegen 22.33 Uhr in der Teu­to­nen­stra­ße einen Unfall gebaut. Per­so­nen wur­den dabei nicht ver­letzt. Den Sach­scha­den in Höhe von 6.000 Euro regu­lier­te spä­ter die Ver­si­che­rung. Der Seni­or ent­fern­te sich zunächst vom Unfall­ort. So konn­te erst ein­ein­halb Stun­den nach dem Unfall  bei dem 75-Jäh­ri­gen eine Blut­pro­be ent­nom­men wer­den, bei der immer­hin noch 1,25 Pro­mil­le Blut­al­ko­hol fest­ge­stellt wur­den.

Keine Vorstrafen und nur einmal geblitzt worden

Vor Gericht heu­te zeig­te sich der Ange­klag­te heu­te ziem­lich mit­ge­nom­men und abso­lut gestän­dig: Er sei auf dem Weg nach Hau­se von einer Fei­er gewe­sen, als der Unfall pas­siert sei. Da habe er „Panik bekom­men“ und „nur noch weg“ gewollt.  „Eine furcht­ba­re Sache“, bei der es auch „nichts zu beschö­ni­gen“ gebe, so der Ange­klag­te.

Was für den Ange­klag­ten spricht: Er hat in sei­nem gan­zen Leben noch kei­ne Vor­stra­fe bekom­men und ist auch nur ein ein­zi­ges Mal wegen zu schnel­len Fah­rens geblitzt wor­den. „Mein Man­dant ist kein noto­ri­scher Gau­ner, der stän­dig straf­recht­lich in Erschei­nung tritt“, ver­si­cher­te denn auch sein Ver­tei­di­ger. „Und was er getan hat, tut ihm außer­or­dent­lich leid.“  Der Ver­tei­di­ger plä­dier­te des­halb auch nur auf eine halb­jähr­li­che Sperr­frist für die neue Fahr­erlaub­nis, zumal sein Man­dant wegen der Krank­heit der Ehe­frau auf sei­nen Füh­rer­schein ange­wie­sen sei. Dem folg­te das Gericht aller­dings nicht. Es schloss sich viel­mehr mit sei­nem Urteil dem Antrag der Staats­an­walt­schaft an, die 55 Tages­sät­ze a‘ zehn Euro sowie eine Sperr­frist von zehn Mona­ten gefor­dert hat­te.

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visage

Dipl.-Journalist

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