Umweltausschuss will kundenfreundlichere Öffnungszeiten am Wertstoffhof

Die Verwaltung soll mit der GWA über neue, kundenfreundlichere Öffnungszeiten verhandeln: der Wertstoffhof in Holzwickede (Foto: privat)

Die Gemeinde Holzwickede wird ihren Fuhrpark in Zukunft bei Neuanschaffungen auf elektrobetriebene Fahrzeuge umstellen, dabei allerdings nicht die Wirtschaftlichkeit und Eignung für bestimmte Aufgaben aus den Augen verlieren. Eine Umstellung ausschließlich auf E-Fahrzeuge, wie von den Grünen gefordert, wird es dagegen nicht geben.

Dieses Vorgehen zeichnete sich heute im Umweltausschuss ab, wo die Verwaltung auf Antrag der Grünen darlegte, in welchem Umfang der kommunale Fuhrpark auf E-Fahrzeuge umgerüstet und die Elektromobilität gefördert werden soll.

Dazu teilte die Verwaltung mit, dass im, September dieses Jahres drei Leasingverträge für insgesamt drei Dienstwagen auslaufen und Vergleichsangebote für ein Anschlussleasing eingeholt wurden. Geprüft wurden neben benzinfahrzeugen auch Hybrid- und Elektrofahrzeuge. Dabei zeigte sich, dass die Leasingraten für einen VW Golf (Elektro) mit 508,02 Euro monatliche fast viermal so hoch sind wie für ein Fahrzeug gleicher Klasse mit Benzinmotor.

E-Autos für Fuhrpark, wenn es wirtschaftlich ist

Die Gemeinde will künftig stärker auf E-Mobilität setzen – sofern es wirtschaftlich vertretbar ist: Inbetriebnahme der ersten Ladesäule für E-Fahrzeuge in Holzwickede. (Foto: Archivbild).

Dies liegt vor allem daran, dass vom Land derzeit zwar der Neukauf von Elektrofahrzeugen, nicht aber das Leasen gefördert wird. Hinzu kommt, dass E-Fahrzeuge in diesem Jahr gar nicht mehr lieferbar sind, weil die Lieferzeit derzeit neun bis zwölf Monaten beträgt. Aus Gründen der Wirtschaftlichkeit und weil im Haushalt dafür kein Geld vorgesehen ist, wird die Gemeinde deshalb die drei vakanten Fahrzeuge in diesem Jahr zunächst wieder durch konventionelle mit Benzinantrieb ersetzen.

Langfristig ist jedoch geplant, den Fuhrpark auf Elektrofahrzeuge umzustellen und dabei auch vom Förderprogramm des Landes zu profitieren. Bereits für das Jahr 2019 ist die Anschaffung von insgesamt vier Elektrofahrzeugen geplant: neben dem Dienstwagen für die Bürgermeisterin, ein weiterer für die Wasserversorgung sowie zwei Kastenwagen für den Baubetriebshof.  Diese Fahrzeuge sollen drei Dieselfahrzeuge und einen Benziner ersetzen.

Bis auf die Grünen nahmen alle Fraktionen dieses Vorgehen der Verwaltung mit Zustimmung zur Kenntnis. Sobald möglich soll die Verwaltung auch ein detaillierteres Konzept zu Umrüstung vorlegen, das dann auch Einzelheiten zur Ladeinfrastruktur enthält.

Schild am Emscher-Radweg und Ladesäule in Opherdicke

Auf Antrag der FDP soll die Verwaltung mit der GWA Gespräche aufnehmen, um die Öffnungszeiten am Wertstoffhof kundenfreundlicher und effizienter zu gestalten. Insbesondere montags soll der Wertstoffhof auch geöffnet sein. Der Ausschuss sprach sich einstimmig für diesen Antrag aus. Die Öffnungszeiten müssten ja nicht ganzjährig, sondern könnten auch saisonal geändert werden.

Auf die Erstellung eines Radwegekonzepts, wie von den Grünen gefordert, wird die Gemeinde zunächst verzichten. Die Verwaltung hatte darauf aufmerksam gemacht, dass derzeit im Rahmen der Weiterentwicklung des RVR-Radwegenetzes zwei Radtouren entwickelt werden, die auch durch das Gemeindegebiet verlaufen und zudem örtliche Touristikangebote und Sehenswürdigkeiten miteinbeziehen. Diese Planung soll zunächst abgewartet werden.

Ein von den Grünen ebenfalls gefordertes Hinweisschild am Emscher-Radweg fand die Zustimmung der übrigen Fraktionen. Gewünscht wird außerdem eine Ladestation für E-Bikes in Opherdicke. Allerdings soll die Verwaltung zunächst Kosten und Finanzierungsmöglichkeiten des Hinweisschildes und der Ladestation erörtern und darlegen.

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Dipl.-Journalist

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