Umweltausschuss erhält alte Linden-Allee vollständig

Lumia (1) Umweltausschuss

Der Umwelt­aus­schuss bei seinem Orts­termin in der Allee: Die Linden werden nicht gefällt, son­dern nur beschnitten, ent­schied der Aus­schuss heute. (Foto: Peter Gräber)

Eigent­lich hätte sich der Umwelt­aus­schuss heute (27. Juni) zu einem Orts­termin am Spiel­platz Düs­sel­dorfer Weg treffen wollen, um sich ein Bild von der Situa­tion der gemein­de­ei­genen Eichen dort im Hoch­beet zu machen. Anlieger hatten bean­tragt, die Bäume zu fällen, weil diese ihre Grund­stücke und Häuser beschatten und die her­ab­fal­lenden Eicheln stören.
Doch weil es pünkt­lich zum Sit­zungs­be­ginn um 17.30 Uhr wie aus Eimern schüt­tete, ver­zich­teten die Aus­schuss­mit­glieder auf den Orts­termin und begannen ihre Sit­zung im Rat­haus.

Nicht ohne die Anwohner und Antrag­steller, die am Spiel­platz war­teten, noch zu infor­mieren und ihnen Gele­gen­heit zu geben, an der Sit­zung im Rat­haus teil­zu­nehmen.

Mit der Ent­schei­dung, die der Umwelt­aus­schuss anschlie­ßend in der Sit­zung traf, waren die Antrag­steller vom Düs­sel­dorfer Weg dann aller­dings gar nicht ein­ver­standen: Statt ihrem Antrag zu folgen und die gesunden Eichen fällen zu lassen, emp­fahl der Aus­schuss alle Bäume stehen zu lassen, sie jedoch regel­mäßig zu beschneiden und von Tot­holz zu befreien.

Eichen am Spielplatz Düsseldorfer Weg werden beschnitten

Eine ähn­liche Ent­schei­dung traf der Umwelt­aus­schuss auch bei den gemein­de­ei­genen Linden in der Allee in Höhe der Ein­mün­dung Opher­dicker Straße. Hier hatten die Aus­schuss­mit­glieder bereits einen Orts­termin durch­ge­führt und danach mehr­fach ein­ge­hend in den Frak­tionen beraten, ob man dem Wunsch einiger Anlieger ent­spre­chen soll, die Lin­dern zu fällen. Nach Ansicht der Antrag­steller ver­dun­keln die Bäume in der Allee ihre Woh­nungen nun beein­träch­tigen so die Wohn­qua­lität.

Die Ver­wal­tung hatte ver­schie­dene Vari­anten ein­schließ­lich Kosten vor­ge­stellt, wie der Allee-Cha­rakter erhalten werden und gleich­zeitig den Antrag­stel­lern Genüge getan werden könnte. Aller­dings spra­chen sich die Frak­tionen ein­stimmig dagegen aus, auch nur einige der Linden zu fällen.

Ledig­lich die CDU wäre bereit gewesen, einige der Linden zu kappen. Nachdem der Aus­schuss­vor­sit­zende Hans-Ulrich Ban­gert jedoch noch einmal klar­stellte, was das für die Bäume und den Allee-Cha­rakter bedeuten würde, nahmen auch die Christ­de­mo­kraten wieder Abstand von diesem Vor­schlag.

Entscheidung zu Baumschutz-Satzung vertagt

Ein­stimmig sprach sich der Umwelt­aus­schuss dafür aus, alle Linden zu erhalten, da nur so der ein­ma­lige Cha­rakter der kleinen Allee erhalten werden kann. Aller­dings soll der Bau­be­triebshof die Linden deut­lich beschneiden, damit die Woh­nungen der Antrag­steller mehr Licht erhalten. Vor der Sit­zung hatte sich auch der Histo­ri­sche Verein der Gemeinde deut­lich dafür aus­ge­spro­chen, die kleine Allee in Höhe der Ein­mün­dung Opher­dicker Straße als histo­risch wert­volles Relikt, das an Haus Duden­roth erin­nert, zu erhalten.

Schließ­lich standen die beiden Anträge der FDP und CDU zur Ände­rung bzw. Abschaf­fung der Baum­schutz­sat­zung auf der Tages­ord­nung im Umwelt­aus­schuss heute. Der wei­ter­ge­hende CDU-Antrag, die Sat­zung auf Pri­vat­grund­stücken ganz abzu­schaffen, wurde mehr­heit­lich abge­lehnt. Über den FDP-Antrag, der das Fällen von Bäumen auf Pri­vat­grund­stücken ver­ein­fa­chen soll, wollen die Frak­tion nach ein­ge­hender Bera­tung erst im kom­menden Haupt- und Finanz­aus­schuss ent­scheiden.

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