UKBS fordert mehr Akzeptanz für den sozialen Wohnungsbau

Direkt vom „Wohn­gipfel“ bei der Bun­des­kanz­lerin kam Ver­bands­di­rektor Alex­ander Rychter (links im Bild) zur UKBS und berich­tete über die Gesprächs­er­geb­nisse und die Per­spek­tiven für den sozialen Woh­nungsbau. Auf­sichts­rats­vor­sit­zender Theodor Rieke (Mitte)und Geschäfts­führer Mat­thias Fischer begrüßten den kom­pe­tenten Gast. (Foto: UKBS

Mehr gesell­schaft­liche Akzep­tanz für den Woh­nungsbau hat der Auf­sichtsrat der Unnaer Kreis-Bau- und Sied­lungs­ge­sell­schaft (UKBS) in einer Sit­zung am Samstag ange­mahnt. Häufig seien heute unter­schied­lichste Hin­der­nisse aus dem Weg zu räumen, um im sozialen Woh­nungsbau über­haupt Pro­jekte rea­li­sieren zu können. Auf­sichts­rats­vor­sit­zender Theodor Rieke sah gar „kata­stro­phale Ver­hält­nisse in den Groß­städten“ und meinte: „Wir sind da ange­langt, wo es eng wird.“

Rieke freute sich, zu der Sit­zung den Direktor des Ver­bandes der Woh­nungs­wirt­schaft Rhein­land und West­falen, Alex­ander Rychter, begrüßen zu könne, der direkt vom „Woh­nungs­gipfel“ der Bun­des­kanz­lerin zur UKBS gekommen war und über die Gesprächs­er­geb­nisse berich­tete. Sein wich­tig­stes Fazit: Der Bund werde über das Jahr 2020 hinaus seine Ver­ant­wor­tung für den Woh­nungsbau wahr­nehmen und bis zum Ende der Legis­la­tur­pe­riode 1,5 Mil­lionen Woh­nungen för­dern!

Wohnen ist das soziale Thema unserer Zeit“

Alex­ander Richter, Ver­bands­di­rektor Woh­nungs­wirt­schaft Rhein­land und West­falen

Wohnen ist das soziale Thema unserer Zeit“, stellte Ver­bands­di­rektor Rychter vor dem Auf­sichtsrat des kom­mu­nalen Unter­neh­mens heraus. Seiner Ein­schät­zung nach sind jähr­lich bun­des­weit 400.000 neue Ein­heiten erfor­der­lich, um den Woh­nungs­be­darf stillen zu können. Ohne bezahl­bare Flä­chen sei jedoch kein bezahl­barer Woh­nungsbau mög­lich. Um zu einer „Allianz für mehr Woh­nungsbau“ zu kommen, bedürfe es daher einer nach­hal­tigen Boden­mo­bi­li­sie­rung und Boden­po­litik.

Das unter­strich auch UKBS-Geschäfts­führer Mat­thias Fischer. Er berich­tete über die im Bau und in der Pla­nung befind­li­chen Pro­jekte. Soeben sei der Grund­stein für das „Stadt­fen­ster“ neben dem Rat­haus in Berg­kamen gesetzt worden. Hier ent­stehen 30 Woh­nungen und fünf Geschäfts­ein­heiten. Wie Fischer sagte, sei es der­zeit vor­ran­giges Ziel, zwei Medi­ziner mit Praxen anzu­sie­deln, even­tuell als Gemein­schafts­praxis.

Neubau mehrerer Kita

Geplant sei zudem auf dem Gelände der ehe­ma­ligen Luther­schule in Selm eine Wohn­be­bauung. Diese biete sich auch als Mehr­ge­nera­tio­nen­pro­jekt für Selm an und sei daher „höchst inter­es­sant“. Sobald die Pla­nung hier abge­schlossen sei, werde man diese der Bevöl­ke­rung öffent­lich vor­stellen, kün­digte Fischer an. Schließ­lich will das kom­mu­nale Woh­nungs­un­ter­nehmen mit einem „Solar­haus“ Wohn­be­bauung an der Wil­helm-Bläser-Straße in Kamen ver­wirk­li­chen. Bereits im Oktober werde der Bau­an­trag gestellt.

Eben­falls noch in diesem Jahr soll der Bau­an­trag gestellt werden für acht Woh­nungs­ein­heiten an der Vin­ke­straße in Unna, von denen sieben öffent­lich geför­dert sind. Hier sei mit einem Bau­be­ginn 2019 zu rechnen. Wei­tere Pro­jekte, vor allem auch Kin­der­ta­ges­stätten in Holzwickede, Unna und Berg­kamen, hat die UKBS noch Dar­stel­lung des Geschäfts­füh­rers noch in der „Pipe­line“.

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