Teure Kanalbaustelle in der Stehfenstraße: Grünen erwarten umfassenden Bericht

Die Stehfenstraße wird ab November voll gesperrt. (Foto: P. Gräber - Emscherblog.de)
Zur Ver­teue­rung der Kanal­sa­nie­rung an der Steh­fen­straße im November um rd. 250.000 Euro haben die Grünen einen umfas­senden Bericht bean­tragt. (Foto: P. Gräber – Emscherblog.de)

Eine satte Vier­tel­mil­lion Euro teuer als geplant ist bekannt­lich im Herbst vorigen Jahres die Kanal­bau­stelle auf der Steh­fen­straße geworden. Die Holzwickeder Grünen wollen die Sache nicht auf sich beruhen lassen und haben jede Menge Frage dazu, die sie mög­lichst im näch­sten Pla­nungs- und Bau­aus­schuss (5. Februar) beant­wortet haben möchten.

Nötig geworden war die Kanal- und Schachtsanie­rung, weil bei einer Befah­rung mit der Kamera in acht Meter Tiefe ein Schaden fest­ge­stellt wurde, der wie die wei­teren Unter­su­chungen zeigten, auch für Ursache für den Rück­stau in der Unter­füh­rung bei starken Regen­fällen war. Exüpo0ldiert waren die Kosten aller­dings, weil sich trotz eines genauen Kanal­ka­ta­sters und mehr­fa­cher Über­prü­fungen mit einer Sonde durch eine Fach­firma her­aus­stellte, dass das beschä­digte Teil­stück der Kana­li­sa­tion nicht dort war, wo es eigent­lich sein sollte, so die Erklä­rung des Fach­be­reichs­lei­ters Tech­ni­sche Dienste der Gemeinde, Uwe Nett­len­busch im Fach­aus­schuss: Die Bau­stelle musste des­halb einige Meter ver­legt werden.

Die Grünen haben viele Fragen

Den Grünen reicht diese Erklä­rung aller­dings nicht. Auf­grund der hohen Kosten haben sie nun einen umfas­senden und detail­lierten Bericht für den näch­sten Fach­aus­schuss bean­tragt und dazu einen drei­tei­ligen Fra­gen­block erstellt. Dieser ent­hält Fragen zu 1. Zustän­dig­keiten, zur 2. Pla­nung und zu 3. den Kosten.

So wollen die Grünen etwa zu Punkt 1 wissen, wem der Kanal gehört und ob dieser von der Deut­schen Bahn über­nommen wurde, ob ver­sucht wurde, eine Kosten­be­tei­li­gung von der Bahn oder dem Lan­des­be­trieb Stra­ßenbau zu erhalten und wie die Prü­fung even­tu­eller Regress­an­sprüche.

Zum Punkt 2 inter­es­siert die Grünen unter anderem, welche Lei­stungs­phasen gem. HOAI ver­geben wurden, welche Lösungs­mög­lich­keiten neben der „offenen Bau­weise“ unter­sucht wurden, ob die nach­träg­lich sanierten 15 Meter Misch­was­ser­kanal im Vor­feld bekannt waren oder in wel­chem Zustand der RW-Kanal bis zum Natorper Bach ist. 

Hoffnung auf Schadensbegrenzung

Zum Punkt 3 erwarten die Grünen Infor­ma­tionen dazu, wie sich durch die Ver­än­de­rung der Vor­der­sätze bei den ein­zelnen Posi­tionen die Preise der ein­zelnen Posi­tionen ver­än­dert haben und sich die Gesamt­ko­sten für die Inge­nieur-Lei­stung und wie für die Bau­maß­nahme ent­wickelt und letzt­lich abge­rechnet wurden.

Unsere Frak­tion erhofft sich von einem umfas­senden Bericht Ein­spa­rungs­po­ten­ziale für diese Maß­nahmen zu finden oder zumin­dest bei künf­tigen ähn­liche gela­gerten Maß­nahmen Rah­men­be­din­gungen für eine mög­lichst gesi­chertes, kosten­gün­stiges Vor­gehen zu erstellen“, so Antrag­steller Andreas Dür­holt.

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