SPD will mehr Geld und Qualifikation für die ehrenamtliche Jugendarbeit

Für die häu­fig ehre­namtlich geleis­tete Jugen­dar­beit fordert die SPD eine Anpas­sung der Förder­richtlin­ien: Grup­pen­abend am Lager­feuer bei ein­er Schwe­den­freizeit der Ev. Jugend. (Foto: pri­vat)

Die SPD möchte mehr Geld für die Jugen­dar­beit und die Stan­dards für die Qual­i­fika­tion der Betreu­ungs- und Auf­sichtsper­so­n­en anpassen. So sollen die finanziellen Zuschüsse der Gemeinde zu Kursen, Fort­bil­dun­gen und anderen Maß­nah­men erhöht wer­den. Außer­dem soll für Betreuerin­nen und Betreuer in der Jugen­dar­beit die Jule­ica-Card oder eine ver­gle­ich­bare Bescheini­gung der Ein­rich­tung und ein aktueller Erste-Hil­fe-Nach­weis verbindlich vorgeschrieben wer­den.

Einen entsprechen­den Antrag auf Anpas­sung der Jugend­förder­richtlin­ien in der Gemeinde Holzwickede hat die SPD-Frak­tion jet­zt gestellt.

Die Gemeinde Holzwickede hat zulet­zt 2010 ihre eige­nen Richtlin­ien zur Förderung der Jugen­dar­beit angepasst. Seit­dem hat sich in der Kinder- und Jugen­dar­beit viel verän­dert. Die aktuell gel­tenden Jugend­förder­richtlin­ien der Gemeinde Holzwickede sind nicht mehr zeit­gemäß. So haben sich zum einen die Stan­dards weit­er entwick­elt, zum anderen ist auch die all­ge­meine Kosten­steigerung nicht spur­los an den Pro­jek­t­gestal­tun­gen der örtlichen Kinder- und Jugen­dar­beit vor­beige­gan­gen“, begrün­det SPD-Sprech­er Fred­erik Bald den Antrag.

Auch der Kreis Unna und der Land­schaftsver­band West­falen-Lippe haben in den ver­gan­genen Jahren den jew­eili­gen Kinder- und Jugend­förder­plan über­ar­beit­et und angepasst. „Trotz­dem fällt es unseren ehre­namtlich geleit­eten Vere­inen immer schw­er­er, kos­ten­deck­end attrak­tive Ange­bote für Kinder und Jugendliche anzu­bi­eten“, weiß Fred­erik Bald.

Anpassung der Jugendförderrichtlinien

Die ehre­namtlich arbei­t­en­den Vere­ine und Ein­rich­tun­gen leis­teten einen erhe­blichen Beitrag für die Entwick­lung der Kinder und Jugendlichen. Die Ehre­namtlichen seien Ver­trauensper­so­n­en, Ansprech­part­ner und vor allem Anlauf­stellen nach dem Kinder­garten oder der Schule, ins­beson­dere in den Ferien.

Diese Tätigkeit­en wollen wir weit­er unter­stützen und beantra­gen deshalb die Über­ar­beitung der Richtlin­ien zur Förderung der Jugen­dar­beit in der Gemeinde“, heißt es in dem SPD-Antrag abschließend. Ins­beson­dere beantragt die SPD „eine angemessene Anhebung der För­der­mit­tel“, wobei sie die in ein­er Anlage zum Antrag vorgeschla­ge­nen Erhöhun­gen zwis­chen 40 und 70 Prozent liegen.

Eine Anhebung der Stan­dards für die Qual­i­fika­tion der Betreu­ungs- und Auf­sichtsper­so­n­en. Als Qual­i­fika­tion fordert die SPD hier namentlich eine Jule­ica-Card (Jugendleit­er-Karte) oder eine entsprechende Bescheini­gung der Ein­rich­tung sowie die erfol­gre­iche Absolvierung eines Erste-Hil­fe-Kurs­es, die nicht älter als zwei Jahren sein darf.

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Dipl.-Journalist

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