SPD-Kreistagsfraktion in der Glück-Auf-Kaserne zu Gast

SPD-Kreistagsfraktion Unna zu Gast in der Glückauf-Kaserne Bildmitte: Standortältester und Bataillonskommandeur Oberstleutnant Jens Grabowski links daneben: Brigitte Cziehso(Vorsitzende SPD-Kreistagsfraktion Unna) rechts: Oberstleutnant Frank Dannenberg

SPD-Kreis­tags­frak­ti­on Unna zu Gast in der Glück­auf-Kaser­ne. Grup­pen­bild mit dem Stand­ort­äl­te­sten und Batail­lons­kom­man­deur, Oberst­leut­nant Jens Gra­bow­ski (M.), der Vor­sit­zen­j­den der SPD-Kreis­tags­frak­ti­on, Bri­git­te Czieh­so (li. dane­ben) sowie Oberst­leut­nant Frank Dan­nen­berg (r.) (Foto: pri­vat)

Die SPD-Kreis­tags­frak­ti­on war jetzt zu Gast beim 7. Ver­sorg­zungs­ba­tail­lon in der Glück-Auf-Kaser­ne in Unna-Königs­born. Rund 34 Mil­lio­nen Euro wird die Bun­des­wehr in den kom­men­den Jah­ren in ihren Stand­ort in Unna-Königs­born inve­stie­ren.

Ich sehe das als Bestands­ga­ran­tie über einen lan­gen Zeit­raum. Das zeigt mir: Die Argu­men­te, die wir bei der Stand­ort­de­bat­te vor ein paar Jah­ren vor­ge­bracht haben, sind ange­kom­men“, wer­tet Frak­ti­ons­vor­sit­zen­de Bri­git­te Czieh­so die Aus­füh­run­gen vom Stand­ort­äl­te­sten und Batail­lons­kom­man­deur Oberst­leut­nant Jens Gra­bow­ski. Der hat­te die Sozi­al­de­mo­kra­ten zuvor über die Plä­ne am Stand­ort unter­rich­tet und bestä­tigt: „Dass es die­se Kaser­ne in Königs­born noch gibt, ist durch­aus auch der Unter­stüt­zung hier vor Ort zu ver­dan­ken. An ande­ren Stel­len hat die­se Unter­stüt­zung gefehlt. Da ist auch heu­te kei­ne Kaser­ne mehr“, bestä­tigt er. Mitt­ler­wei­le ist Unna der letz­te Stand­ort im gesam­ten Regie­rungs­be­zirk Arns­berg.

Standort Königsborn vor Millioneninvestition

Mehr als rund drei Vier­tel der Inve­sti­ti­on fließt in die Moder­ni­sie­rung der Unter­künf­te. Die Bun­des­wehr macht sich attrak­tiv im Wett­be­werb um fähi­gen Nach­wuchs, der in Unna unter ande­rem Spe­zi­al­aus­bil­dun­gen in zehn Hör­sä­len mit einer Kapa­zi­tät von 250 Unter­richts­plät­zen Spe­zi­al­aus­bil­dun­gen mit diver­sen Qua­li­fi­ka­tio­nen absol­viert. So ent­ste­hen bis 2020 fast 400 moder­ne Ein­zel­zim­mer in sie­ben Gebäu­de­kom­ple­xen. Das Bild von der Mannschafts-„Stube“ ist pas­sé, es passt lan­ge nicht mehr in die Zeit. Die alten Immo­bi­li­en wei­chen nach und nach auf dem Gelän­de zu Gun­sten der Neu­bau­ten.

Die Per­so­nal­stär­ke des Ver­sor­gungs­ba­tail­lons 7 liegt übri­gens mit nahe­zu 1.100 Sol­da­tin­nen und Sol­da­ten weit über dem Soll von 921. Der Stand­ort ist mit sei­ner Nähe zum Bal­lungs­zen­trum Ruhr­ge­biet eben beliebt bei den Leu­ten. Auch das hat­ten die Befür­wor­ter sei­ner­zeit als Argu­ment für den Stand­ort Königs­born ins Feld geführt.

Ins­ge­samt kön­nen Oberst­leut­nant Jens Gra­bow­ski und des­sen Stell­ver­tre­ter Oberst­leut­nant Frank Dan­nen­berg eine über­wie­gend posi­ti­ve Bilanz vor­le­gen. Das gilt vor allem für Per­so­nal und Nach­wuchs, zumin­dest in der Glück-auf-Kaser­ne.

Flüchtlingskrise belastet auch die Bundeswehr

Die Streit­kräf­te ins­ge­samt spü­ren den demo­gra­phi­schen Wan­del eben­so wie die Indu­strie und Wirt­schaft. Auch die Aus­bil­dung sehen die bei­den Offi­zie­re auf hohem Stan­dard, u.a. des­halb, weil die Aus­stat­tung etwa im IT-Bereich gut ist. Und auf die neue Infra­struk­tur freu­en sich nicht nur die bei­den Füh­rungs­kräf­te.

Zu einer offe­nen Aus­spra­che gehört aber auch, dass Pro­ble­me direkt ange­spro­chen wer­den. „Dabei haben wir gelernt, dass neben den Aus­lands­ein­sät­zen auch die Ein­sät­ze hier in der Regi­on und bun­des­weit bei der Bewäl­ti­gung der Flücht­lings­kri­se eine Bela­stung für die Trup­pe waren und sind. Da sind wir natür­lich dop­pelt dank­bar, dass die vie­len Ehren­amt­li­chen durch pro­fes­sio­nel­le Unter­stüt­zung ent­la­stet wer­den konn­ten“, betont Bri­git­te Czieh­so. Aktu­ell sind noch 25 Sol­da­tin­nen und Sol­da­ten aus Unna zum Bun­des­amt für Migra­ti­on und Flücht­lin­ge abkom­man­diert.

Bei­de Sei­ten atte­stier­ten sich eine hohe Akzep­tanz und eine gelun­ge­ne Inte­gra­ti­on am Stand­ort Unna-Königs­born und in der Regi­on. Eine gute Aus­gangs­po­si­ti­on für die Zukunft.

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