SPD fordert: Rausinger Halle und Sportlerheim wieder für Vereine freigeben

Alle Zimmer sind mit Betten und Schränken ausgestattet. Bauleiterin Uta Weise, Sirko Nickel (Hausmeisterdienst), Sina Rumpke (Koordination der Flüchtlingsbetreuung) und Bürgermeisterin Ulrike Drossel. (Foto: Peter Gräber)

Die Rake­ten­sta­ti­on ist bezugs­fer­tig, wird aber nicht genutzt, kri­ti­siert die SPD: Bau­lei­te­rin Uta Wei­se, Sir­ko Nickel (Haus­mei­ster­dienst), Sina Rump­ke (Koor­di­na­ti­on der Flücht­lings­be­treu­ung) mit Bür­ger­mei­ste­rin Ulri­ke Dros­sel bei der Fei­er zur Fer­tig­stel­lung der Ein­rich­tung an der Müh­len­stra­ße. (Foto: Peter Grä­ber)

Die Rausin­ger Hal­le und das Sport­ler­heim an der Haarst­rang-Sport­an­la­ge sol­len umge­hend wie­der ihrer ursprüng­li­chen Nut­zung zuge­führt wer­den, damit die Ver­ei­ne und Ver­bän­de dort wie­der ihre gewohn­ten Ver­an­stal­tun­gen durch­füh­ren kön­nen. Die­sen Antrag hat die SPD-Frak­ti­on jetzt bei Bür­ger­mei­ste­rin Ulri­ke Dros­sel ein­ge­reicht.

SPD-Frak­ti­ons­chef Micha­el Klim­ziak begrün­det die For­de­rung sei­ner Frak­ti­on damit, dass die Rake­ten­sta­ti­on an dem Müh­len­stra­ße so weit fer­tig­ge­stellt ist, dass eine Unter­brin­gung der Flücht­lin­ge dort mög­lich ist.

Gleich­zei­tig kri­ti­siert Klim­ziak, dass sei­ne Frak­ti­on erst auf Nach­fra­ge in der jüng­sten Rats­sit­zung erfah­ren habe, dass die ehe­ma­li­ge Rake­ten­sta­ti­on bei der Unter­brin­gung von Flücht­lin­gen „nur noch eine Ersatz­funk­ti­on“ haben soll. „Hier hät­ten wir uns zumin­dest im Vor­feld eine Infor­ma­ti­on an die Frak­tio­nen im Rat gewünscht“, heißt es in dem Antrag wei­ter. Zumal durch die Bür­ger­mei­ste­rin „im Vor­feld immer wie­der betont wur­de, dass eine Unter­brin­gung von Men­schen in die­ser Ein­rich­tung zeit­nah erfol­gen soll­te. Lei­der ist dies nicht gesche­hen, so haben wir erste Infor­ma­ti­ons­frag­men­te über den „Dorf­funk“ erfah­ren“, so Klim­ziak wei­ter.

Flüchtlinge sollen in umgebaute Raketenstation umziehen

Fakt ist, dass die Rausin­ger Hal­le und das Sport­ler­heim immer noch mit Flücht­lin­gen voll belegt sind.

In die­sem Zusam­men­hang for­dert die SPD von der Ver­wal­tung für alle gemeind­li­chen Unter­brin­gungs­ein­rich­tun­gen ein Bele­gungs­ma­nage­ment zu erstel­len, das den ver­schie­de­nen Natio­nen, Kul­tu­ren,  Reli­gio­nen und Inte­gra­ti­ons­fort­schrit­ten gerecht wird. Da seit Anfang Febru­ar fak­tisch kei­ne Flücht­lin­ge mehr zuge­wie­sen wer­den, sei der Zeit­punkt dafür jetzt gün­stig, glaubt die SPD.

Schließ­lich bean­tragt die SPD auch, vor dem Hin­ter­grund der aktu­el­len Situa­ti­on „die Kon­zep­ti­on der Modul­bau­ten zu über­den­ken“, die an der Bahn­hof­stra­ße errich­tet wer­den. „Hier muss es doch mög­lich sein, neben der all­ge­mei­nen Flücht­lings­un­ter­brin­gung einen Teil der Gebäu­de­kör­per mit klei­nen Woh­nun­gen aus­zu­stat­ten, um den  aner­kann­ten Flücht­lin­gen einen Umzug in die eige­nen vier Wän­de zu ermög­li­chen und somit deren Inte­gra­ti­on zu för­dern“, so der SPD-Frak­ti­ons­vor­sit­zen­de.  „Der aktu­el­le Woh­nungs­markt in unse­rer Gemein­de kann solch ein Woh­nungs­an­ge­bot im Moment nicht vor­hal­ten.“

Die Zuwei­sung der Unter­kunft der Asyl­be­wer­ber ist ein Geschäft der lau­fen­den Ver­wal­tung“

Bür­ger­mei­ste­rin Ulri­ke Dros­sel

Bür­ger­mei­ste­rin Ulri­ke Dros­sel ver­weist in ihrer Stel­lung­nah­me zum SPD-Antrag dar­auf, dass „das Kon­zept zur Unter­brin­gung von Asyl­be­wer­bern in der Son­der­sit­zung des Aus­schus­ses für Jugend, Fami­lie, Senio­ren und Gleich­stel­lung am 23. Mai den Ver­tre­tern der Poli­tik und den inter­es­sier­ten Bür­gern vor­ge­stellt“ wer­den soll. „Die Zuwei­sung der Unter­kunft der Asyl­be­wer­ber ist ein Geschäft der lau­fen­den Ver­wal­tung“.  In die­ser Woche habe ein Gespräch mit den ehren­amt­li­chen Hel­fern zu den The­men Unter­kunft und Inte­gra­ti­on statt­ge­fun­den. Nach wie vor sei immer noch unklar, wie sich die Flücht­lings­si­tua­ti­on in Euro­pa und Deutsch­land ent­wickeln wer­de.

 

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visage

Dipl.-Journalist

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