Soziale Teilhabe: Kreis-SPD fordert zügige Umsetzung des 400er-Programms

Bundesagentur für Arbeit, Arbeitslosigkeit

Der Bund hat dem Kreis Unna 400 Plätze aus dem Pro­gramm Soziale Teil­habe für Lang­zeit­ar­beits­lose zur Ver­fü­gung gestellt. (Rainer Sturm /​pixelio.de)

Der Bund hat dem Kreis Unna 400 Plätze aus dem Pro­gramm Soziale Teil­habe zur Ver­fü­gung gestellt – die SPD-Kreis­tags­frak­tion erwartet jetzt die rasche und umfas­sende Umset­zung“, stellt Frak­ti­ons­vize Hartmut Ganzke am Montag in der tur­nus­mä­ßigen Sit­zung fest. Die Kreis­ver­wal­tung wird auf­ge­for­dert zu klären, wie dieses Ziel rasch erreicht werden kann.
Im Kreis Unna leben beson­ders viele Lang­zeit­ar­beits­ar­beits­lose. Nach Auf­fas­sung der Sozi­al­de­mo­kraten sind wir es den Betrof­fenen schuldig, ihnen mit Hilfe des Bun­des­pro­gramms eine Chance zu eröffnen wieder auf dem Arbeits­markt Fuß zu fassen.

Ziel­gruppe des Pro­gramms der Bun­des­ar­beits­mi­ni­sterin Nahles sind Arbeits­lose über 35 Jahre mit unter­schied­li­chen Schwie­rig­keiten und Hemm­nissen – sie sollen außerdem min­de­stens vier Jahre arbeitslos gewesen sein. Der Bund über­nimmt die Kosten für einen Arbeits­platz nach dem Stan­dard Min­dest­lohn und das Land unter­stützt die Inte­gra­ti­ons­lei­stung durch flan­kie­rende Maß­nahmen mit einer Pau­schale von 200 Euro pro Teil­nahme und Monat.

Eine beson­dere Qua­lität des Pro­gramms liegt darin begründet, dass die Teil­nehmer einen ordent­li­chen Arbeits­ver­trag abschließen und die Lauf­zeit maximal zwei Jahre beträgt – nicht wie sonst üblich nur zwölf Monate. Dadurch erhöht sich die Chance einer erfolg­rei­chen Inte­gra­tion deut­lich, sind sich die Sozi­al­de­mo­kraten einig.

Einbindung der Werkstatt Unna und AWO wird geprüft

Offen bleibt die Frage, ob Träger wie zum Bei­spiel die Werk­statt Unna oder die Arbei­ter­wohl­fahrt sich unter diesen Bedin­gungen an dem Pro­gramm betei­ligen können. Dazu erwarten die Sozi­al­de­mo­kraten eine Ein­schät­zung der Ver­wal­tung. „Die Zeit drängt etwas, weil das Pro­gramm in 2017 und 2018 läuft“, so Arbeits­markt­spre­cher Martin Wig­ger­mann. „Jeder ins Land gegan­gene Tag fehlt den Land­zeit­ar­beits­losen bei ihrer Maß­nahme“.

Wie bei der Vor­gän­ger­maß­nahme mit damals 300 Plätzen für den Kreis sind auch die 400 Plätze ein bun­des­weiter Spit­zen­wert. Dabei han­delt es sich um zusätz­liche Arbeits­ge­le­gen­heiten, etwa in Schulen oder Kin­der­ta­ges­ein­rich­tungen. Eine Kon­kur­renz zum her­kömm­li­chen Arbeits­markt besteht nicht. Aber an diesen Stan­dard hält sich der Kreis Unna in Absprache mit der Pri­vat­wirt­schaft und Gewerk­schaften seit Jahren.

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