Soziale Stiftung übernimmt Bewirtschaftung des Emscherquellhofes

Die Emschergenossen­schaft überträgt die Bewirtschaf­tung des Emscherquell­hofes ab 1. März an die wewole Stu­fung in Herne: das his­torische Fach­w­erkensem­ble mit Back­haus (l.) und Quell­te­ich. (Foto: P. Gräber — Emscherblog.de)

Der Emscherquell­hof erhält einen neuen Bewirtschafter und öffnet sich für die bre­ite Öffentlichkeit. Gle­ichzeit­ig soll das restau­ri­erte his­torische Fach­w­erkensem­ble in Holzwickede weit­er­hin ein Aushängeschild für die Emschergenossen­schaft und die Gemeinde Holzwickede bleiben. Das teilte die Genossen­schaft gestern mit. Zeit­gle­ich informierte Bürg­er­meis­terin Ulrike Drossel gestern auch den Gemein­der­at über den neuen Sach­stand.

Danach wird der Emscherquell­hof ab 1. März von der wewole Stiftung aus Herne bewirtschaftet. Beim neuen Bewirtschafter han­delt es sich um einen Stiftungsvere­in und Sozialun­ternehmen, das gemein­nützig und mildtätig arbeit­et. Zen­traler Auf­trag der Stiftung ist es, Men­schen mit Behin­derun­gen zu unter­stützen, zu fördern, zu begleit­en und zu betreuen.

Aktuell ist geplant, den Emscherquell­hof Ende April/Anfang Mai für die bre­ite Öffentlichkeit zu eröff­nen. Ab dann wird der Hof regelmäßig an den Woch­enen­den (fre­itags bis son­ntags) bei Kaf­fee und Kuchen geöffnet sein. Ein richtiges Café, wie es sich die Gemein­de­spitze wün­scht, wird es aber vor­läu­fig nicht geben. Für die Emschergenossen­schaft bleibt der Hof mit dem neuen Bewirtschafter als Aushängeschild ihres Gen­er­a­tio­nen­pro­jek­ts Emsch­er-Umbau eben­so erhal­ten wie für Holzwickede als Emscherquell­ge­meinde.

Öffnung für breite Öffentlichkeit an Wochenenden

Veranstaltungen wie das Emscherquellfest soll es weiterhin auf dem Quellhof geben.  (Foto: P. Gräber - Emscherblog.de)

Ver­anstal­tun­gen wie das Emscherquellfest soll es weit­er­hin auf dem Quell­hof geben.  (Foto: P. Gräber — Emscherblog.de)

Trau­un­gen im Emscherquell­hof wer­den auch kün­ftig durch die wewole Stiftung vor Ort unter­stützt, wie die Emschergenossen­schaft dazu mit­teilt. Größere Feier­lichkeit­en für Inter­essierte sind voraus­sichtlich ab 2019 möglich. Tra­di­tionelle Ver­anstal­tun­gen wie das Emscherquellfest, „Mord am Hell­weg“ sowie das öffentliche Advents­fen­ster sollen weit­er­hin stat­tfind­en.

Auch der soziale Aspekt kommt nicht zu kurz: Men­schen mit Behin­derun­gen wer­den von der wewole Stiftung am Emscherquell­hof ihren Fähigkeit­en entsprechend für Arbeit­en in der Grünpflege und beim Cater­ing einge­set­zt.

Das Konzept der Emschergenossen­schaft zur Bewirtschaf­tung des Quell­hofes set­zt auf Nach­haltigkeit, informelles Ler­nen sowie eine enge Koop­er­a­tion mit regionalen und sozialen Part­nern, so die Emschergenossen­schaft. Am Stan­dort an der Quel­len­straße 2 wird beispiel­sweise durch den Kreisimk­ervere­in Unna-Hamm geimk­ert.

Enge Kooperation mit Gemeinde im Bereich Touristik

In Koop­er­a­tion mit dem Kreisimk­ervere­in soll möglichst bald auch das erste “Emsch­er-Gold” am Quell­hof pro­duziert wer­den. (Foto:  Emschergenossen­schaft)

Ein Ziel ist es, möglichst bald das erste „Emsch­er-Gold“ vom Emscherquell­hof anbi­eten zu kön­nen – so wie es am anderen Ende der Emsch­er in Dinslak­en am Emscher­mün­dung­shof bere­its der Fall ist. Zudem wird es vor Ort zahlre­iche Info zum Imk­ern und zum The­ma Wild­bi­enen geben.

Auch die his­torische Obst­wiese soll mit neuen Part­nern aus­ge­baut wer­den. Einge­bun­den wer­den soll zudem die VHS Unna-Frön­den­berg-Holzwickede mit Lesun­gen und anderen Ver­anstal­tun­gen. Mit solchen Koop­er­a­tio­nen habe man in Dinslak­en gute Erfahrun­gen gemacht, so die Emschergenossen­schaft.

Weit­er­hin soll es im Quell­hof reich­lich Infor­ma­tio­nen zur Geschichte der Emsch­er und Umgestal­tung des Fluss-Sys­tems durch die Emschergenossen­schaft geben.

Mit der Gemeinde Holzwickede will die Emschergenossen­schaft eng in den Bere­ichen Touris­tik und bei der Anbindung an das Rad­we­genetz der Gemeinde zusam­me­nar­beit­en. So soll etwa der Start­punkt des Emsch­er-Rad­weges am Emscherquell­hof entsprechend herg­erichtet und bewor­ben wer­den. Im Gespräch mit der Gemeinde und der wewole Stiftung ist außer­dem für einen späteren Zeit­punkt die Ein­rich­tung eines Cafés im alten Back­haus des Quell­hofes.

Bürg­er­meis­terin Ulrike Drossel beze­ich­nete die geplante Öff­nung des Quell­hofes an den Woch­enen­den für eine bre­it­ere Öffentlichkeit im Gemein­der­at am Don­ner­stagabend als “sehr schöne Entwick­lung”. Die Öff­nung des Emscherquell­hofes sei “ein lange gehegter Wun­sch der Gemeinde”.

Mehr Infor­ma­tio­nen zur wewole Stiftung find­en Sie im Netz hier

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visage

Dipl.-Journalist

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