Seniorenbeirat: Mehrgenerationen-Spielplatz hat seinen Namen nicht verdient

Mehrgenerationen-Spielplatz im Emscherpark: Unter die Spielgeräte, wie hier den Stepper, gehören weiche Gummisteine, um die Verletzungsgefahr bei Stürzen zu mindern, meint der Seniorenbeirat. (Foto: P. Gräber - Emscherblog.de)
Mehr­ge­nera­tionen-Spiel­platz im Emscher­park: Unter die Spiel­ge­räte, wie hier den Stepper, gehören weiche Gum­mi­steine, um die Ver­let­zungs­ge­fahr bei Stürzen zu min­dern, meint der Senio­ren­beirat. (Foto: P. Gräber – Emscherblog.de)

Deut­liche Worte der Kritik fand die Vor­sit­zende des Senio­ren­be­rei­rates im Fach­aus­schuss am Mon­tag­abend in der Begeg­nungs­stätte: Der neue Mehr­ge­nera­tionen-Spiel­platz im Emscher­park „hat seinen Namen nicht ver­dient“, so Beate Hahn-Hein­richs: „Wir sind in die Pla­nungen vorher ein­ge­bunden gewesen und haben auch viele Anre­gungen gegeben. Doch nichts von dem, was wir ange­regt hatten, ist rea­li­siert worden.“ 

Trotz Zusagen und eines Schrift­wech­sels mit der Bür­ger­mei­sterin habe der Beirat auch nichts mehr von der Ver­wal­tung gehört. Schon bei der offi­zi­ellen Eröff­nung des Mehr­ge­nera­tionen-Spiel­platzes war die Vor­sit­zende des Senio­ren­bei­rates tief ent­täuscht, weil ent­gegen der abge­spro­chenen Pla­nung keine Ange­bote für Senioren rea­li­siert wurden. „Das ein­zige, was von unseren Vor­schlägen übrig geblieben ist, sind die beiden Bänke mit den Pedalen“, meint Beate Hahn-Hein­richs. Aller­dings stehen die Pedale an beiden Bänken im glei­chen Abstand, so dass etwas klei­nere Per­sonen gar nicht an die Pedalen kommen.

Anregungen der Senioren ignoriert

Wir hätten sehr gerne einen Rol­lator-Par­cours gehabt mit unter­schied­li­chen Boden­be­lägen“, meint Beate Hahn-Hein­richs. „Der Par­cours wäre auch für Drei­räder oder Lauf­räder geeignet, um das Fahren auf unter­schied­li­chen Belägen zu üben. Außerdem haben wir uns einen Tisch zum Spielen von Schach, Dame oder Mensch-ärgere-dich-nicht gewünscht.“ Doch alle Anre­gungen des Senio­ren­bei­rates, die noch im Vor­feld Bestand­teil der Pla­nung waren, sind dem Rot­stift und man­gelnden Finanz­mit­teln zum Opfer gefallen.

Erstaunt sind die Mit­glieder des Senio­ren­bei­rates auch über die Aus­füh­rung des Spiel­platzes: „Unter den Stepper fehlen wei­chen Gum­mi­steine, falls jemand und es sind zum Teil sehr spitze und scharf­kan­tige Steine ver­baut worden“, wun­dert sich die Vor­sit­zende des Senio­ren­bei­rates. „Die Sand­grube ist dagegen mit stark abge­run­deten Rän­dern ein­ge­fasst. Für Kinder ist das kein Pro­blen, für Erwach­sene schon. Da reicht ein Schritt, um ins Rut­schen zu kommen“, meint Beate Hahn-Hein­richs. „Schon am Eröff­nungstag ist des­halb ein Erwach­sener in die in die Grube gefallen.“ 

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