Schrankhocker als Zeuge erneut abgetaucht

Undank ist der Welten Lohn, sagt der Volks­mund – und im Falle eines 42 Jahre alten Holzwickeder scheint sich dieses Sprich­wort zu bewahr­heiten. Dem 42-Jäh­rigen droht eine Ver­ur­tei­lung wegen Straf­ver­ei­te­lung, weil ein poli­zei­lich gesuchte Kumpel im Klei­der­schrank der Woh­nung des Ange­klagten ent­deckt wurde.

Kaum zu glauben, aber der 42-jäh­rige Ange­klagte will angeb­lich nicht gewusst haben, dass sich sein Bekannter im Klei­der­schrank in seiner Woh­nung ver­steckt hielt. Um den Sach­ver­halt zu klären, sollte der Schrank­hocker heute eigent­lich auf Antrag der Ver­tei­di­gung vor dem Amts­ge­richt Unna erscheinen, um als Ent­la­stungs­zeuge ver­nommen zu werden.

Doch offen­sicht­lich ist der Mann all­er­gisch gegen die Justiz: Denn wie schon am 14. Februar des Jahres, als er zu seiner eigenen Ver­hand­lung wegen Dieb­stahls nicht erschienen war und sich vor der Polizei im Schrank ver­steckte, erschien er heute wieder nicht vor Gericht, um dieses Mal als Zeuge aus­zu­sagen.

Amts­richter Jörn Granseuer ver­suchte zwar, ihn erneut von der Polizei vor­führen zu lassen. Doch an der letzten gemel­deten Wohn­adresse war der Zeuge nicht anzu­treffen. Und auch seinem Ver­mieter war der Mann offenbar nicht bekannt. Des­halb musste die Haupt­ver­hand­lung heute aus­ge­setzt werden.

Ob der 42-jäh­rige Ange­klagte noch auf die Zeu­gen­aus­sage hoffen darf, dürfte davon abhängen, ob dem Arm des Gesetzes noch gelingt, des Schrank­hockers hab­haft zu werden.

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