Schneller geht’s nimmer: Andreas Gawlowski mit nur einem Schuss neuer König

Strahlender neuer Schützenkönig: Andreas Gawlowski (Kompanie Hohenleuchte) präsentiert die Reste des Königsvogels. (Foto: P. Gräber - Emscherblog.de)

Strah­len­der neu­er Schüt­zen­kö­nig: Andre­as Gaw­low­ski (Kom­pa­nie Hohen­leuch­te) prä­sen­tiert die Reste des Königs­vo­gels. (Foto: P. Grä­ber — Emscherblog.de)

Das gab es noch nie unter der Vogel­stan­ge in Holzwicke­de: Gera­de ein­mal einen Schuss gab jeder der drei Königs­an­wär­ter ab – da fiel der Vogel schon: Neu­er Schüt­zen­kö­nig der Holzwicke­der Bür­ger­schüt­zen ist Andre­as Gaw­low­ski, der mit Jen­ni­fer Kraus als Köni­gin an sei­ner Sei­te nun das Holzwicke­der Schüt­zen­volk für ein Jahr regie­ren wird. Gleich­zei­tig mach­te Andre­as Gaw­low­ski auch die Hohen­leuch­te wie­der ein­mal zur Königs­kom­pa­nie.

Als Schieß­wart und Lei­ter der Sport­ab­tei­lung der Bür­ger­schüt­zen wuss­te der neue König natür­lich wie es geht, als er den ent­schei­den­den 434. Schuss abgab. Doch dar­an allein lag es nicht. Auch die bei­den ande­ren Aspi­ran­ten, Joa­chim Bach­mann, der Haupt­mann und Kom­pa­nie­füh­rer Altes Dorf, und Micha­el Fischer, Spieß der Wild­schüt­zen, sind sehr gute Schüt­zen.

Dass sie es nicht bewei­sen konn­ten, lag vor allen Din­gen dar­an, dass die übri­gen Schüt­zen vor ihnen gute Arbeit gelei­stet und den Vogel schon ziem­lich reif geschos­sen hat­ten. So konn­ten gar nicht mehr alle schon ver­kauf­ten Schüs­se abge­ge­ben wer­den, da der Königs­vo­gel bereits zu fal­len droh­te.

Gute Vorarbeit für drei Anwärter: 434. Schuss für den Vogel

Die drei Königsanwärter vor dem Wettkampf, v.l.: Michael Fischer, Joachim Bachmann und Andreas Gawlowski. (Foto: P. Gräber - Emscherblog.de)

Die drei Königs­an­wär­ter vor dem Wett­kampf, v.l.: Micha­el Fischer, Joa­chim Bach­mann und Andre­as Gaw­low­ski. (Foto: P. Grä­ber — Emscherblog.de)

Dabei sah es zu Beginn des Vogel­schie­ßens noch gar nicht danach aus:

Mar­tin Koh­ler (Kom­pa­nie Huber­tus) hol­te zwar das Zep­ter schon mit dem 10. Schuss her­un­ter und Mar­vin Schlü­ter (Kom­pa­nie Huber­tus) den Reichs­ap­fel mit dem 24. Schuss. Danach zog sich das Gesche­hen unter der Vogel­stan­ge etwas zäh hin. Con­ny Willin­zig (Kom­pa­nie Huber­tus), die heu­te Geburts­tag hat, beschenk­te sich selbst mit der Kro­ne (68. Schuss). Den­nis Roloff (Kom­pa­nie Chaus­see-Kolo­nie) hol­te sich erst mit dem 216. Schuss den rech­ten Flü­gel, Jan Weid­lich (Kom­pa­nie Wild­schütz) mit dem 298. Schuss den lin­ken Flü­gel.

Im kür­ze­sten Königs­schie­ßen aller Zei­ten gab dann zunächst Joa­chim Bach­mann sei­nen ersten Schuss ab, gefolgt von Micha­el Fischer. Nach bei­den Schüs­sen wackel­te der Vogel schon bedenk­lich, bevor er dann bei Andre­as Gaw­low­ski, der aus der Rol­le des Schieß­war­tes in die des Königs­an­wär­ters geschlüpft war, sofort fiel.  Noch bevor es sei­ne Kame­ra­den von der Kom­pa­nie Hohen­leuch­te rich­tig begrif­fen hat­ten, was pas­siert war, hat­te der neue König schon, bei­de Arme in den Him­mel reckend, unter der Vogel­stan­ge jubelnd abge­dreht. Danach hagel­te es dann die Glück­wün­sche und Gra­tu­la­tio­nen sei­ner Kame­ra­den, Lebens­ge­fähr­tin und Freun­de.

Einen Vor­teil hat­te das kur­ze Vogel­schie­ßen auf jeden Fall: Die Schüt­zen und ihre Part­ne­rin­nen haben so etwas mehr Zeit, um sich auf die Königs­pro­kla­ma­ti­on und den Tanz im Fest­zelt (ab 20 Uhr) vor­zu­be­rei­ten. Für die Musik sorgt dann noch ein­mal die Live­band „Fresh And Fun“ sowie ein DJ.

 

 

Print Friendly, PDF & Email
visage

Dipl.-Journalist

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.