Rausinger Straße: Kein Verbot für Lkw, aber Ausweitung von Tempo 30

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Ein Abbie­gen von Lkw über zehn Meter Län­ge in die Rausin­ger Stra­ße kann nicht ver­bo­ten wer­den: Kreu­zungs­be­reich Rausin­ger-, Steh­fen- und Nord­stra­ße. (Foto: Peter Grä­ber)

Mit der Ver­kehrs­si­tua­ti­on auf der Rausin­ger Stra­ße befass­te sich der Ver­kehrs­aus­schuss eben­falls am Mitt­woch. Gleich drei Anträ­ge lagen dazu vor.

So muss­te der Aus­schuss sei­nen eige­nen Beschluss aus der Sit­zung im März, der ein Abbie­ge­ver­bot für Fahr­zeu­ge über zehn Meter Län­ge von der Nord­stra­ße in die Rausin­ger Stra­ße vor­sah, wie­der auf­he­ben.  Nach Rück­spra­che mit Stra­ßen NRW und der Bezirks­re­gie­rung zeig­te sich, dass kei­ne Mög­lich­keit besteht, eine ent­spre­chen­de Beschil­de­rung vor­zu­neh­men. Somit ist nicht zu ver­hin­dern, dass der Schwer­last­ver­kehr die Rausin­ger Stra­ße über die Nord­stra­ße anfährt. Könn­te man das, wür­den die lan­gen „Brum­mis“ außer­dem in die Steh­fen­stra­ße oder durch die Bahn­un­ter­füh­rung in die Gemein­de­mit­te ver­la­gert, was nicht im Inter­es­se der Gemein­de Holzwicke­de lie­gen kön­ne, teil­ten die zustän­di­gen Stra­ßen­be­hör­den den loka­len Ver­kehrs­po­li­ti­kern mit.

Tempo 30 auf Rausinger Straße wird ausgeweitet

Kein Pro­blem ist dage­gen die Ver­län­ge­rung des Gel­tungs­be­reichs von Tem­po 30 bis zum Haus Rausin­ger Stra­ße 109. Eine Men­ge Schil­der könn­te die Gemein­de ein­spa­ren, wenn eine  zusam­men­hän­gen­de Tem­po-30-Zone aus­ge­wie­sen wür­de. Dies ist aller­dings nicht zuläs­sig, wie das Stra­ßen­ver­kehrs­amt im Aus­schuss infor­mier­te, weil es sich bei der Rausin­ger Stra­ße pla­nungs­recht­lich um eine Haupt­ver­kehrs­stra­ße han­delt.

Ein grund­sätz­li­ches Ver­bot für Lkw auf der Rausin­ger Stra­ße, wie es die SPD im Mai bean­tragt hat­te, hat eben­falls kei­ne Chan­ce, weil es „recht­lich nicht zuläs­sig“ sei, teil­te das Stra­ßen­ver­kehrs­amt des Krei­ses Unna mit.  Das gel­te auch dann, wenn der Anlie­ger­be­reich einer Stra­ße genau defi­niert sei.

Keine Piktogramme ohne Konzept

Abge­lehnt wur­de schließ­lich auch der Antrag eines Anwoh­ners der Steh­fen­stra­ße, der Tem­po 30 als Pik­to­gram­me auf die Fahr­bahn auf­brin­gen las­sen woll­te. Glei­ches hat­te die SPD auch für die Rausin­ger Stra­ße gefor­dert. Doch die übri­gen Frak­tio­nen woll­ten die­sen Anträ­gen nicht so ohne wei­te­res fol­gen. Schließ­lich kön­ne man sonst aus Grün­den der Gleich­be­hand­lung in ande­ren Tem­po-30-Berei­chen Pik­to­gram­me nicht mehr ableh­nen. Auf Vor­schlag des 1. Bei­ge­ord­ne­ten Uwe Det­lef­sen wird die Ver­wal­tung des­halb nun zuerst ein Kon­zept erar­bei­ten, nach wel­chen Kri­te­ri­en künf­tig Pik­to­gram­me auf­ge­bracht wer­den sol­len.

 

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Dipl.-Journalist

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