Raketenstation fast bezugsfertig: Dankeschön an alle Handwerker

Bürgermeisterin Ulrike Drossel bedankte sich bei allen am Umbau beteiligten Handwerkern mit einer Einladung zum Inmbiss. (Foto: Peter Gräber)

Bür­ger­mei­ste­rin Ulri­ke Dros­sel bedank­te sich bei allen am Umbau betei­lig­ten Hand­wer­kern und den übri­gen Betei­lig­ten mit einer Ein­la­dung zum Imbiss: Grup­pen­bild mit Bür­ger­mei­ste­rin vor dem umge­bau­ten Gebäu­de der Rake­ten­sta­ti­on. (Foto: Peter Grä­ber)

Es ist fast voll­bracht: Inner­halb von nur drei Wochen ist das Gebäu­de in der Rake­ten­sta­ti­on in Opher­dicke unter Feder­füh­rung des Bau­am­tes der Gemein­de für die Unter­brin­gung von Flücht­lin­gen her­ge­rich­tet wor­den.  Nur noch an die Innen­ein­rich­tung müs­sen jetzt letz­te Hand­grif­fe gelegt wer­den. Ines Kön­ne­ke von der Bun­des­an­stalt für Immo­bi­li­en­auf­ga­ben (BIMA), die als Ver­tre­te­rin des Bun­des (Eigen­tü­mer)) heu­te das Über­ga­be­pro­to­koll unter­zeich­ne­te, zeig­te sich ganz ange­tan vom Zustand des Gebäu­des, freu­te sich Bür­ger­mei­ste­rin Ulri­ke Dros­sel.

Als klei­nes Dan­ke­schön an die Hand­wer­ker und alle übri­gen Betei­lig­ten lud Holzwicke­des Bür­ger­mei­ste­rin Ulri­ke Dros­sel heu­te (3. März) zu einem klei­nen Emp­fang mit Imbiss in das Gebäu­de ein.  In einer kur­zen Rede erin­ner­te die Bür­ger­mei­ste­rin dar­an, vor wel­cher Her­aus­for­de­rung die Gemein­de im Janu­ar stand und auch noch steht: Bis Ende vori­gen Jah­res waren so vie­le Flücht­lin­ge nach Holzwicke­de zuge­wie­sen wor­den, dass im Janu­ar „auch noch das letz­te Mau­se­loch belegt“ war.

Außergewöhnliches Engagement auch an Wochenenden

Da mit wei­te­ren Zuwei­sun­gen von Men­schen zu rech­nen ist, muss­te die Gemein­de reagie­ren und den Umbau der Rake­ten­sta­ti­on ange­hen. Was jedoch ganz und gar nicht ein­fach war, wie Ulri­ke Dros­sel noch ein­mal dar­leg­te „Es gab hier im Janu­ar noch nicht ein­mal Strom.“ Wobei kein Strom hieß: Die Mit­ar­bei­ter der Gemein­de und auch die Hand­wer­ker wuss­ten nicht ein­mal, wo die Ver­sor­gungs­lei­tun­gen auf der Stra­ße lie­gen. „Wir dür­fen ja nicht ver­ges­sen, dass die­se Anla­ge hier für mili­tä­ri­sche Zwecke genutzt wur­de.“  Bis vor drei Wochen gab es auch noch kei­ne funk­tio­nie­ren­de Hei­zung im Gebäu­de und auch kein Was­ser. Die alten Zink­roh­re in den Wän­den muss­ten durch neue Über­putz-Lei­tun­gen ersetzt wer­de, Toi­let­ten ver­legt wer­den. „Es gab hier so vie­le Fra­ge­zei­chen am Anfang“, erin­ner­te Ulri­ke Dros­sel – und täg­lich kamen neue hin­zu.

Alle Zimmer sind mit Betten und Schränken ausgestattet. Bauleiterin Uta Weise, Sirko Nickel (Hausmeisterdienst), Sina Rumpke (Koordination der Flüchtlingsbetreuung) und Bürgermeisterin Ulrike Drossel. (Foto: Peter Gräber)

Alle Zim­mer sind mit Bet­ten und Schrän­ken aus­ge­stat­tet. Bau­lei­te­rin Uta Wei­se, Sir­ko Nickel (Haus­mei­ster­dienst), Sina Rump­ke (Koor­di­na­ti­on der Flücht­lings­be­treu­ung) und Bür­ger­mei­ste­rin Ulri­ke Dros­sel. (Foto: Peter Grä­ber)

Doch Holzwicke­des Bür­ger­mei­ste­rin mach­te die Sanie­rung der Rake­ten­sta­ti­on zu ihrer Her­zens­an­ge­le­gen­heit und schaff­te es, auch alle ande­ren Betei­lig­ten zu moti­vie­ren, sich außer­ge­wöhn­lich zu enga­gie­ren. Die Hand­werks­be­trie­be, die mei­sten davon aus der Gemein­de, arbei­te­ten sogar an den Wochen­en­den durch, wenn es nötig war. „Auch Frau Dros­sel ist wirk­lich jeden Mor­gen einer der ersten hier gewe­sen und hat sich geküm­mert“, lobt Bau­lei­te­rin Uta Wei­se die Bür­ger­mei­ste­rin. „Sie ist immer ansprech­bar für uns gewe­sen und hat vie­le Pro­ble­me aus­ge­räumt.“

Wie sehr Holzwicke­des Bür­ger­mei­ste­rin mit dem Pro­jekt ver­bun­den ist, zeig­te sich auch heu­te wie­der, als ihr vor Rüh­rung die Stim­me ver­sag­te, als sie den betei­lig­ten Hand­wer­kern, Mit­ar­bei­tern und übri­gen Betei­lig­ten für ihren außer­or­dent­li­chen Ein­satz dank­te. „Ich bin über­wäl­tigt und begei­stert, in welch kur­zer Zeit sie die­ses Pro­jekt hier gestemmt haben. Ich bin ganz, ganz stolz auf sie.“  Sicht­lich gerührt zog Ulri­ke Dros­sel das Fazit: „Wir haben für die Flücht­lin­ge ein ganz tol­le Unter­kunft errich­tet und ein ech­tes Zuhau­se geschaf­fen für die­se Men­schen, die aus dem Kriegs­ge­bie­ten geflo­hen sind. Dar­auf kön­nen wir alle stolz sein.“

Wir haben für die Flücht­lin­ge ein ganz tol­le Unter­kunft errich­tet und ein ech­tes Zuhau­se geschaf­fen für die­se Men­schen, die aus dem Kriegs­ge­bie­ten geflo­hen sind. Dar­auf kön­nen wir alle stolz sein.“

Bür­ger­mei­ste­rin Ulri­ke Dros­sel

Etwa 120 Flücht­lin­ge kön­nen nun in den näch­sten Tagen, wenn die Innen­ein­rich­tung abge­schlos­sen ist, in dem Gebäu­de der Rake­ten­sta­ti­on unter­ge­bracht wer­den. Sogar einen klei­nen Kiosk wird das DRK in dem Gebäu­de betrei­ben. In der Küche gibt es zwei gro­ße Kon­vek­to­ma­ten (Dampf­ga­rer), die es ermög­li­chen, die Bewoh­ner mit Essen zu ver­sor­gen. Wie Sascha Stel­ter vom DRK Kreis­ver­band Unna erläu­tert, wird das Essen für die Bewoh­ner, anders als in vie­len ande­ren Ein­rich­tun­gen, ganz nor­mal auf Tel­lern und mit Besteck aus­ge­ge­ben. „Es wird auch kei­ne Fer­tig­ge­rich­te geben, son­dern täg­lich zwei indi­vi­du­el­le Gerich­te.“  Die bei­den Kon­vek­to­ma­ten machen es mög­lich: Jeder „Bau­stein“ der täg­lich zwei ver­schie­de­nen Gerich­te wird vor­ge­gart ein­zeln ange­lie­fert.  „Das erlaubt es uns, auch indi­vi­du­el­le Wün­sche zu berück­sich­ti­gen“, so Sascha Stel­ter. „Wir müs­sen ja auch Unver­träg­lich­kei­ten und ande­re Beson­der­hei­ten bei der Essen­aus­ga­be berück­sich­ti­gen.“

 

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Dipl.-Journalist

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