Privater Nahverkehr für Bankdrücker: Gemeinde stellt weitere Mitfahrbank auf

Bürgermeisterin Ulrike Drossel, derLeiter des Baubetriebshofes, Bernd Hellweg, und Wirtschaftsförderer Stefan Thiel gaben die Mitfahrbank an der Haupotstraße heute  zur Nutzung frei. (Foto: P. Gräber - Emscherblog.de)

Bürg­er­meis­terin Ulrike Drossel, der Leit­er des Baube­trieb­shofes, Bernd Hell­weg, und Wirtschafts­förder­er Ste­fan Thiel (v.l.) gaben die neue Mit­fahrbank an der Haupt­straße heute zur Nutzung frei. (Foto: P. Gräber — Emscherblog.de)

Die Gemeinde Holzwickede hat eine weit­ere Mit­fahrbank durch den Baube­trieb­shof auf­stellen lassen. Die Bank ste­ht an der Haupt­straße vor dem Optik­er Mos­bach und ist die zweite ihrer Art. Die erste Mit­fahrbank wurde im Ort­steil Hengsen vor der Pizze­ria Massen­er- / Ost­straße aufgestellt. Eine weit­ere Bank soll noch fol­gen und in Opherdicke in Absprache mit der Ortsvorste­herin Petra Kit­tl vor der ev. Kirche aufgestellt wer­den. „Lei­der kon­nten wir diese Mit­fahrbank Wegen der Großbaustelle noch nicht auf­stellen“, so Bürg­er­meis­terin Ulrike Drossel. „Aber das wollen wir so schnell wie möglich nach­holen.“

Die Mit­fahrbänke sind im Rah­men der Bürg­er­beteili­gung an den Pla­nun­gen für die Inte­gri­erte Stad­ten­twick­lung (ISEK) angeregt und unter Beteili­gung der Parteien und Ver­wal­tung umge­set­zt wor­den. Als Reak­tion auf die schlecht­en Nahverkehrsverbindun­gen zwis­chen den bei­den Ort­steilen Opherdicke/Hengsen und der Gemein­demitte gab es von Bürg­ern die Anre­gung, als einen Lösungsansatz Mit­fahrbänke zu instal­lieren.

Wer sich ins Zen­trum oder von dort wieder zurück nach Hengsen oder Opherdicke von Pri­vat­per­so­n­en in ihrem Pkw mit­nehmen lassen möchte, kann sich auf die Bank set­zen, sein Fahrziel über eine kleine Tafel anzeigen – und darauf hof­fen, dass ein fre­undlich­er Verkehrsteil­nehmer anhält.

Nutzung erst ab 18 Jahren

Seit­ens der Holzwicked­er CDU wur­den allerd­ings auch Bedenken angemeldet. Die Gemeinde reagierte darauf und hat an den Bän­bken Pik­togramme ange­bracht, die darauf hin­weisen, dass die Mit­fahrbänke erst ab 18 Jahren genutzt wer­den dür­fen. „Außer­dem haben wir mit der Leitung der Hauptschule und des Gym­na­si­ums gesprochen“, so Bürg­er­meis­terin Ulrike Drossel. „Von dort wur­den kein­er­lei Bedenken angemeldet.“ Das CSG wird außer­dem auf die Gemein­de­seite ver­linken, wo noch ein­mal aus­führlich die Nutzungs­be­din­gun­gen für die Mit­fahrbänke erläutert wer­den.

Bürg­er­meis­terin Ulrike Drossel betonte heute bei der Inbe­trieb­nahme der Mit­fahrbahn an der Haupt­straße: „Das ganze Sys­tem beruht ein­er frei­willi­gen Nutzung. Nie­mand muss sich verpflichtet fühlen, es zu nutzen. Auch wenn ein Aut­o­fahrer anhält, darf man es ruhig sagen, wenn man nicht mit­fahren möchte.“

Zunächst etwa ein Jahr lang will die Gemeinde sehen, wie dieses frei­willige Ange­bot angenom­men wird. „Danach wer­den wir eine Bilanz ziehen“, so Ulrike Drossel.

In anderen, ins­beson­dere ländlichen Kom­munen ist das Sys­tem gut angenom­men wor­den, berichtet Wirtschafts­förder­er Ste­fan Thiel. Auch in Nortkirchen haben sich die Mit­fahrbänke bewährt. Von dort hat die Gemeinde die jet­zt aufgestell­ten Bänke, was die Ausstat­tung und Farbe ange­ht, 1:1 über­nom­men. Etwa 3 000 Euro kosten die drei aufgestell­ten Mit­fahrbänke, die aus dem Etat für Straßen­bau finanziert wer­den.

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Dipl.-Journalist

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