Politik hält Wort: Bebauungsplan Krummer Weg wird nicht geändert

Die auf dem Bauschild angekündigten Höäuser können nicht realisiert werden.: Der Bebauungsplan Krummer Weg wird nicht geändert.  Der Bebauungsplan für das kleine Neubaugebiet Krummer Weg bleibt wohl bestehen. Deiutliuch zu erknnen ist die Terrassierung, die der Bauträger bereits vorgenommen hat.  (Foto: Peter Gräber)

Die auf dem Bau­schild schon ange­kün­digten Haus­typen können nicht rea­li­siert werden: Der Bebau­ungs­plan Krummer Weg wird nicht geän­dert. (Foto: Peter Gräber)

Die Politik hält Wort gegen­über der Nach­bar­schaft am Krummen Weg. In der Son­der­sit­zung des Pla­nungs- und Bau­aus­schusses ging es gestern um die geplante Ände­rung des gleich­na­migen Bebau­ungs­planes, gegen den fast 60 Anlieger schrift­lich pro­te­stiert haben. Viele dieser Ein­wender waren heute zur Son­der­sit­zung im Rat­haus erschienen.

Bereits vor der Sit­zung hatten SPD, CDU und auch der Bür­ger­block deut­lich gemacht, den bestehenden Bebau­ungs­plan nicht gegen den Willen der Anwohner ändern zu wollen. In der Sit­zung fragte Aus­schuss­vor­sit­zender Wil­fried Brink­mann (BBL) des­halb nur noch einmal kurz nach, ob die Anlieger denn bereit wären, als Kom­pro­miss eine First­höhe von 9 Metern (statt 8 m) zu akzep­tieren. Damit hätte zumin­dest das junge Paar, das sein Grund­stück unab­hängig vom Bau­träger Beta erworben hat und 8,60 m hoch bebauen will, auf eine Bau­ge­neh­mi­gung hoffen können. Doch auch diesen Kom­pro­miss lehnten die Anlieger ab.

Anlieger nicht kompromissbereit

Wie erwartet emp­fahl der Fach­aus­schuss dar­aufhin ein­stimmig, den bestehenden Bebau­ungs­plan unter Hin­weis auf den Ver­trau­ens­schutz der Anlieger nicht zu ändern. Der Bau­träger Beta Eigen­heim, aber auch das junge Paar, hätten ihre Grund­stücke in voller Kenntnis des bestehenden Bebau­ungs­planes erworben, der eine First­höhe von maximal acht Metern vor­schreibe.

So ganz zufrieden schienen die Anlieger trotzdem noch nicht. Zwar sind nach dem bestehenden Bebau­ungs­plan nun aus­schließ­lich Ein- und Zwei­fa­mi­li­en­häuser mit einer maxi­malen First­höhe von acht Metern zulässig. Und auch der Bau­träger Beta wird auch seine vier 3er-Haus­gruppen nicht mehr wie beab­sichtig bauen dürfen. Aller­dings wird es wohl auch nicht bei den nach der ersten Pla­nung vor­ge­se­henen 15 Wohn­ein­heiten bleiben. Denn auch nach dem bestehenden Bebau­ungs­plan dürfen bis zu 24 Wohn­ein­heiten in dem Neu­bau­ge­biet errichtet werden.

Entwässerungssituation weckt weiter Skepsis

Beson­ders die Ent­wäs­se­rungs­si­tua­tion sei dafür unzu­rei­chend, kri­ti­sierten einige Anlieger. Denn schon jetzt habe es in der Ver­gan­gen­heit, zuletzt am 30. April, feuchte Keller und Über­schwem­mungen gegeben. Fach­be­reichs­leiter Jens-Uwe Schmiedgen wies darauf hin, dass inzwi­schen ver­schie­dene Maß­nahmen zur Ver­bes­se­rung der Situa­tion ergriffen worden seien. So wurde die Auen­land­schaft, die als Regen­rück­hal­tung dient, aus­ge­landet und gesäu­bert. Glei­ches gilt für einen Ent­wäs­se­rungs­graben. Die Anlieger blieben trotzdem skep­tisch, zumal die Ent­wäs­se­rung des Ober­flä­chen­was­sers aus dem Neu­bau­ge­bietes gar nicht zur Auen­land­schaft hin erfolge. Auf Vor­schlag des Aus­schuss­vor­sit­zenden Wil­fried Brink­mann wurde jedoch ins Pro­to­koll der Sit­zung auf­ge­nommen, dass die Ver­wal­tung ver­bind­lich zuge­si­chert habe, dass es die Ent­wäs­se­rung des Neu­bau­ge­bietes gewähr­lei­stet sei und es kei­nerlei Pro­bleme damit geben werde.

Auf Nach­frage der Anlieger erklärte Schmiedgen außerdem, dass beab­sich­tigt sei, für die Erschlie­ßungs­straße des Neu­bau­ge­biet noch eine Ein­bahn­re­ge­lung ein­zu­führen.

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