Politik einig: Gemeinsame Suche nach Flächen für sozialen Wohnungsbau

Emscherkaserne

Auf dem Gelän­de der ehe­ma­li­gen Emscher­ka­ser­ne wird nun auch sozia­ler Woh­nungs­bau ent­ste­hen, der von Flücht­lin­gen mit Blei­be­recht und jun­gen Fami­li­en drin­gend gesucht wird.  (Foto: Peter Grä­ber)

Erwar­tungs­ge­mäß haben die Frak­tio­nen heu­te (23. Febru­ar) im Bau- und Pla­nungs­aus­schuss die Auf­he­bung des Gemein­de­rats­be­schlus­ses emp­foh­len, nach­dem in der Emscher­ka­ser­ne Flücht­lin­ge unter­ge­bracht wer­den sol­len. Statt­des­sen soll auf dem Kaser­nen­ge­län­de jetzt im Rah­men der ursprüng­lich vor­ge­se­he­nen Wohn­be­bau­ung auch sozia­ler Woh­nungs­bau ent­ste­hen, in den dann auch Flücht­lin­ge mit Blei­be­recht ein­zie­hen könn­ten.

Unab­hän­gig davon hat die SPD bean­tragt, die Ver­wal­tung mit der Suche nach geeig­ne­ten Flä­chen für sozia­len Woh­nungs­bau zu beauf­tra­gen. Es gebe schon län­ger Bedarf an bezahl­ba­ren Miet­woh­nun­gen in der Gemein­de, begrün­de­te SPD-Spre­cher Micha­el Klim­ziak den Antrag sei­ner Frak­tio­nen. Flücht­lin­ge mit dau­er­haf­tem Blei­be­recht haben den Bedarf an bezahl­ba­ren Miet­woh­nun­gen noch erhöht. Obwohl auch das Kaser­nen­ge­län­de für sozia­len Woh­nungs­bau genutzt wer­den soll, so Klim­ziak wei­ter, soll­te die Ver­wal­tung wei­te­re Flä­chen suchen und vor­schla­gen, die für Sozia­len Woh­nungs­bau in Fra­ge kom­men. „Die Zeit drängt. Wir kön­nen uns nicht zuviel Zeit las­sen, sonst sind die Woh­nungs­su­chen­den abge­wan­dert“, mahn­te Micha­el Klim­ziak  mit Blick auf die Woh­nungs­su­chen­den, aber wohl auch auf eine von der Unna­er Kreis-, Bau- und Sied­lungs­ge­sell­schaft (UKBS) in Aus­sicht gestell­te För­de­rung.

Die Zeit drängt. Wir kön­nen uns nicht zuviel Zeit las­sen, sonst sind die Woh­nungs­su­chen­den abge­wan­dert.“

Micha­el Klim­ziak, SPD-Frak­ti­ons­vor­sit­zen­der

Die SPD selbst hat neben dem ehe­ma­li­gen Lok­schup­pen­ge­län­de auch eine Rand­flä­che west­lich der Haupt­stra­ße vor­ge­schla­gen. Auf dem frü­he­ren Lok­schup­pen­ge­län­de sol­len aber jetzt Flücht­lings­un­ter­künf­te errich­tet wer­den. Eine Bebau­ung west­lich der Haupt­stra­ße wur­de von der CDU und FDP bereits  kate­go­risch abge­lehnt, da noch kei­ne Ver­kehrs­er­schlie­ßung vor­han­den ist.

Verkehrskonzept wird nach Ostern vorgestellt

Im Bau- und Pla­nungs­aus­schuss einig­ten sich die Frak­tio­nen heu­te mit gro­ßer Mehr­heit dar­auf, dass die Ver­wal­tung  geeig­ne­te Flä­chen für den sozia­len Woh­nungs­bau in Holzwicke­de suchen und vor­schla­gen soll.  Auf Vor­schlag des Aus­schuss­vor­sit­zen­den Wil­fried Brink­mann (Bür­ger­block) soll ein Arbeits­kreis mit Ver­tre­tern aller Frak­tio­nen und der Ver­wal­tung in die Suche ein­ge­bun­den wer­den, um schnel­ler zu mehr­heits­fä­hi­gen Vor­schlä­gen zu kom­men.

Die Ver­wal­tung bestä­tig­te auf Nach­fra­ge, dass die Aus­wir­kun­gen der geplan­ten Bebau­ung selbst­ver­ständ­lich auch in dem beauf­trag­ten Ver­kehrs­gut­ach­ten berück­sich­tigt wer­den, ver­si­cher­te Fach­be­reichs­lei­ter Jens-Uwe Schmied­gen. Das lang ersehn­te Ver­kehrs­kon­zept soll nach Ostern  in einer gemein­sa­men Son­der­sit­zung des Bau- und Pla­nungs- sowie Ver­kehrs­aus­schus­ses von den Gut­ach­tern vor­ge­stellt und danach auch noch in einer Bür­ger-Infor­ma­ti­ons­ver­an­stal­tung prä­sen­tiert wer­den.

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visage

Dipl.-Journalist

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