Poèmes de la Mer”: Faszinierendes Konzert von Ulrike Mai und Lutz Gerlach

Berührende Musik: Ulrike Mai und Lutz Gerlach bei ihrem Konzert im Spiegelsaal. (Foto: Privat)

Berüh­ren­de Musik: Ulri­ke Mai und Lutz Ger­lach bei ihrem Kon­zert im Spie­gel­saal. (Foto: Pri­vat)

Nie­mand schien unbe­rührt Haus Opher­dicke an die­sem Frei­tag­abend zu ver­las­sen: Zu sehr hat­te offen­sicht­lich der musi­ka­li­sche Vor­trag von Ulri­ke Mai und Lutz Ger­lach die 125 Gäste des Kla­vier­kon­zerts “Poè­mes de la Mer” bewegt.

Die aus dem Künst­ler­dorf Ahrens­hoop an der Ost­see stam­men­den Künst­ler waren auf Ver­mitt­lung des Kul­tur­ver­eins West­fa­len nach Holzwicke­de gekom­men und die Ent­schei­dung war offen­kun­dig die rich­ti­ge. Sel­ten, dass ein klas­si­sches Kon­zert kom­plett aus­ge­bucht ist – so geschah es an die­sem Frei­tag­abend (5.3.) im März zur Zufrie­den­heit der bei­den koope­rie­ren­den Ver­an­stal­ter, die sich eben­so über den Besuch von Holzwicke­des Bür­ger­mei­ste­rin Ulri­ke Dros­sel freu­ten.

Spie­lend leicht bis fili­gran der Kla­vier­vor­trag Ulri­ke Mai’s in den Stücken von Clau­de Debus­sy “Voi­les” (Segel) und “Reflets dans l’eau” (Spie­ge­lun­gen auf dem Was­ser) oder auch die aus­ge­fal­le­ne Prä­sen­ta­ti­on von Charles Alkan’s “Wan­de­rung auf dem Was­ser”. Char­mant-per­sön­lich kom­men­tier­te die Pia­ni­stin jeweils Hin­ter­grün­de und Geschich­te der Kom­po­ni­sten und die Aus­wahl der Stücke, die zumeist alle­samt irgend­ei­nen Bezug zu Frank­reich und zum Meer hat­ten. Kraft­voll dann der Abschluss, den Mai zusam­men mit Lutz Ger­lach vier­hän­dig am Kla­vier bot. Zunächst eine Remi­nis­zenz an die Ost­see mit Simon Krannig’s “Wo de Ost­see­wel­len trecken an den Strand”, gefolgt von einer beach­tens­wer­ten Eigen­kom­po­si­ti­on Ger­lachs “Clai­re de Julie”. So waren die Zuga­ben nicht uner­war­tet, denn bei­de Künst­ler erfuh­ren lang­an­hal­ten­den Applaus und ste­hen­de Begei­ste­rung des Publi­kums.

Erst nach zwei zusätz­li­chen Stücken leer­te sich der ehr­wür­di­ge Spie­gel­saal des Hau­ses Opher­dicke, des­sen Ambi­en­te immer wie­der die von fern anrei­sen­den Gäste begei­stert. An die­sem Abend reich­te der Radi­us der ange­rei­sten Zuhö­rer von Pader­born über Arns­berg bis Düs­sel­dorf. Ein wah­rer musi­ka­li­scher Höhe­punkt in die­sem Früh­jahr, der die guten Syn­er­gie­ef­fek­te der Zusam­men­ar­beit zwi­schen Kul­tur­ver­ein West­fa­len und der DFG Holzwicke­de unter­streicht.

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