Planungs- und Bauausschuss: 250 000 Euro Mehrkosten bei Kanalbau in Stehfenstraße

Bei der Kanal- und Schachtsanierung in der Stehfenstraße sind rund 250 000 Euro Mehrkosten entstanden, weil der Schaden nicht dort war, wo er sollte. Allerdings steht die Aufhebung der Baustelle kurz bevor. (Foto: P. Gräber - Emscherblog.de)
Bei der Kanal- und Schachtsanie­rung in der Steh­fen­straße sind rund 250 000 Euro Mehr­ko­sten ent­standen, weil der Schaden nicht dort war, wo er sollte. Aller­dings steht die Auf­he­bung der Bau­stelle kurz bevor. (Foto: P. Gräber – Emscherblog.de)

Neben der Vor­ent­schei­dung zum Kita-Standort beschäf­tigte sich der Pla­nungs- und Bau­aus­schuss in seiner Sit­zung am Diens­tag­abend auch noch mit einigen anderen Dingen. So wurde etwa die Zustim­mung zum Neubau von zwei Mehr­fa­mi­li­en­häu­sern mit ins­ge­samt sechs Wohn­ein­heiten an der Land­wehr­straße erteilt. Außerdem, teilte die Ver­wal­tung Ein­zel­heiten zur geplanten Fahrrad-Park­an­lage am Bahnhof und der Kanal- und Schachtsanie­rung in der Steh­fen­straße mit. 

Auf dem bisher unbe­bauten rund 976 m2 großen Grund­stück sind die beiden Wohn­ge­bäude jeweils als Dop­pel­haus mit drei Woh­nungen an der Land­wehr­straße mit einem 36-Grad-Dach geplant. Die vor­ge­se­hene Gebäu­de­höhe wird sich an den benach­barten Wohn­ge­bäuden in der Vincke­straße 35 und Land­wehr­straße 27 ori­en­tieren.

Beleuchtete Wegeführung am südlichen Bahnhof

Im wei­teren Ver­lauf der Sit­zung berich­tete ein Mit­ar­beiter der Agentur Kom­pa­tibel Design erneut über das am süd­li­chen Bahn­hofs­aus­gang geplante Beleuch­tungs­kon­zept. Dort soll im Bereich der Fuß­gän­ger­rampe zwi­schen dem Aus­gang der Per­so­nen­un­ter­füh­rung Bahnhof Holzwickede und der Bahn­hof­straße über beleuch­tete Steine und Leucht­säulen mit Akku-Reflek­toren, die sich durch Tages­licht auf­laden, die Wege­füh­rung optisch unter­stützt werden. Bereits im Juni hatte die Agentur das Pro­jekt vor­ge­stellt, aber nicht alle Fragen beant­worten können. In der Sit­zung gestern konnte der Mit­ar­beiter nun mit­teilen, dass es sich um ins­ge­samt 140 Leucht­pfla­ster­steine han­delt, von denen jeder Stein mit 180 Lumen Licht­stärke leuchten wird. Wobei es sich um eine addi­tive Licht­quelle zu der bestehenden Stra­ßen­be­leuch­tung han­delt, wie der Refe­rent betonte. Aus dem ISEK-Pro­gramm stehen dafür ins­ge­samt 26 000 Euro zur Ver­fü­gung. Für die Beleuch­tung der eigent­li­chen Unter­füh­rung und des Weges dorthin ist die Deut­sche Bahn zuständig.

Schließ­lich teilte der Leiter der Tech­ni­schen Dienste, Uwe Nett­len­busch, dass die geplante Fahrrad-Park­an­lage am Bahnhof Holzwickede kon­kre­tere Formen ange­nommen hat. Geplant sind kon­kret zwei Fahrrad-Garagen, die jeweils an zwei Seiten geschlossen und den beiden anderen offen (ver­git­tert) sind und Platz für 40 Fahr­räder samt Lade­sta­tion für E-Räder bieten werden.

Fahrrad-Garagen mit Chip zugänglich

Die Fahrrad-Garagen sind ver­schlossen und können mit einem Chip geöffnet werden, der Zugang für alle kreis­weit bau­gleich auf­ge­stellten Fahrrad-Garagen bieten wird. Die Chips kosten als Monats­ticket zehn Euro (fünf Euro für Schüler) und im Jahres-Abo 100 Euro (50 Euro für Schüler). Betrieben werden die Fahrrad-Garagen vom Das&Dies-Service. Ziel­gruppe für die Fahrrad-Garagen dürften wohl weniger Tagesparker, son­dern viel­mehr Berufs­pendle rund Schüler sein, so Nett­len­busch. 

Wie Uwe Nett­len­busch weiter infor­mierte, liegt die Kanal­bau­stelle in der Steh­fen­straße in den letzten Zügen. Mit der Frei­gabe der Steh­fen­straße ist in den näch­sten Tagen zu rechnen. Die Kanal- und Schachtsanie­rung in diesem Bereich hat sich nicht nur zeit­lich ver­zö­gert, son­dern ist auch erheb­lich teurer geworden. Erfor­der­lich geworden war die Sanie­rung, weil bei einer Befah­rung mit der Kamera in etwa acht Meter Tiefe ein Schaden fest­ge­stellt wurde, der wie wei­tere Unter­su­chung zeigten, auch Ursache für den Rück­stau in der Unter­füh­rung bei starken Regen­fällen war. Trotz eines genauen Kanal­ka­ta­sters und mehr­fa­cher Über­prü­fungen mit einer Sonde durch eine Fach­firma stellte sich jedoch heraus, dass das beschä­digte Teil­stück der Kana­li­sa­tion nicht dort war, wo es sein sollte. Die Bau­stelle in acht Meter Tiefe musste des­halb einige Meter „wan­dern“. Folge: acht Tage Ver­zö­ge­rung und 250 000 Euro Mehr­ko­sten. Ob sich die Gemeinde diese Kosten über Regress­an­sprüche wie­der­holen kann, wird der­zeit noch geprüft.

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