Pflege- und Wohnberatung: Ein kleines Gerät sorgt für mehr Sicherheit

Pflegeberaterin Gülay Offele. (Foto: B. Kalle – Kreis Unna)

Pfle­ge­be­ra­te­rin Gülay Offe­le. (Foto: B. Kal­le – Kreis Unna)

(PK) Es kann schnell und unver­hofft gesche­hen. Ein Mensch wird zum Pfle­ge­fall und dies ver­än­dert sein Leben und das der Fami­lie. Jetzt sind guter Rat und schnel­le Hil­fe gefragt. Die Fach­leu­te der Pfle­ge- und Wohn­be­ra­tung im Kreis Unna geben Tipps für den „Fall des Fal­les“. So kann zum Bei­spiel schon ein klei­nes Gerät für mehr Sicher­heit sor­gen: der Haus­not­ruf.

Men­schen, die allei­ne leben und auf­grund ihres Alters oder ihrer Erkran­kung in eine hilf­lo­se Situa­ti­on gera­ten kön­nen, ken­nen die Sor­ge. Was pas­siert bei einem Unfall oder einem Sturz? Wie kann Hil­fe geholt wer­den?

Ein Haus­not­ruf­ge­rät kann eine unkom­pli­zier­te Lösung sein“, erklärt Pfle­ge­be­ra­te­rin Gülay Offe­le, denn: „Das Gerät bie­tet vor allem älte­ren Allein­ste­hen­den Sicher­heit rund um die Uhr und gibt auch Ange­hö­ri­gen ein beru­hi­gen­des Gefühl.“

Die Instal­la­ti­on ist denk­bar ein­fach: „Not­wen­dig sind ledig­lich ein Tele­fon­an­schluss und eine Steck­do­se“, so die Fach­frau wei­ter. Bei aner­kann­ter Pfle­ge­be­dürf­tig­keit kann die Pfle­ge­kas­se die monat­li­che Grund­ge­bühr in Höhe von 18,36 Euro und ein­ma­lig die Anschluss­ko­sten über­neh­men.

Notruf wird per Knopfdruck ausgelöst

Der Haus­not­ruf besteht aus einem Basis­teil mit Frei­sprech­an­la­ge und einem Funk­sen­der, den die Nut­zer um den Hals oder als Arm­band tra­gen. Das Gerät funk­tio­niert als elek­tro­ni­sches Mel­de­sy­stem. Ein Druck auf den Sen­der löst einen Not­ruf aus.

Ein Mit­ar­bei­ter der rund um die Uhr besetz­ten Not­ruf­zen­tra­le nimmt bei Alarm Kon­takt mit dem Hil­fe­su­chen­den auf, infor­miert ggf. Ange­hö­ri­ge oder Nach­barn, schal­tet im Bedarfs­fall einen Pfle­ge­dienst ein oder ruft auch einen Arzt.

Pfle­ge­be­ra­te­rin Gülay Offe­le weist noch auf eine zwei­te Funk­ti­on hin — die soge­nann­te Tagestaste. Sie muss regel­mä­ßig betä­tigt wird. „Mel­det sich ein Teil­neh­mer nicht inner­halb von 24 Stun­den, nimmt die Haus­not­ruf­zen­tra­le auto­ma­tisch Kon­takt auf, um zu prü­fen, ob alles in Ord­nung ist“, erläu­tert die Pfle­ge­be­ra­te­rin den Sinn die­ser Funk­ti­on.

Für Fra­gen zum The­ma ste­hen die Fach­leu­te der Pfle­ge- und Wohn­be­ra­tung im Kreis Unna zur Ver­fü­gung. Zu errei­chen sind sie täg­lich von 9 bis 12.30 Uhr und don­ners­tags auch von 14 bis 17 Uhr im Seve­r­inshaus, Nor­den­mau­er 18 in Kamen, Tel. 0 23 07 / 2 89 90 60 oder 0 800 / 27 200 200 (kosten­frei) Eben­falls mög­lich ist ein Kon­takt per E-Mail an pwb@kreis-unna.de

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Dipl.-Journalist

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