Ohrfeige für Stieftochter bringt 59-jährigen Holzwickeder auf Anklagebank

Eine Ohrfeige für seine 15-jährige Stieftochter brachte den 59-Jähri­gen Holzwicked­er heute wegen Kör­per­ver­let­zung auf die Anklage­bank des Amts­gericht­es Unna.

Was war geschehen: Am Neu­jahrs-Nach­mit­tag waren der Holzwicked­er und seine Stieftochter in einen hefti­gen Stre­it ger­at­en. Dabei rutschte dem 59-Jähri­gen die Hand aus, wie der inzwis­chen von Mut­ter und Tochter getren­nt lebende Vater von zwei eige­nen erwach­se­nen Kindern auf Befra­gen des Richters ein­räumte. Er habe sich von dem Teenag­er provozieren lassen. Dass er anschließend die junge Frau auch noch mit Faustschlä­gen trak­tiert haben soll, wie diese behauptet, stre­it­et der 59-Jährige allerd­ings ab.

Vielmehr habe seine Stieftochter nach der Ohrfeige zunächst mit ein­er Ananas nach ihm gewor­fen, wobei eine Glastür zu Bruch ging. Dabei sei er selb­st ver­let­zt wor­den. Das habe seine Stieftochter allerd­ings nicht davon abge­hal­ten, ihn  ihrer­seits noch mit Schlä­gen und Trit­ten zu attack­ieren.

Inzwis­chen ist wieder Ruhe eingekehrt in den vier Wän­den des Angeklagten: Die Mut­ter des Mäd­chens hat sich von ihm getren­nt. Gemein­sam mit ihrer Tochter ist sie aus der Holzwicked­er Woh­nung aus­ge­zo­gen – und der 59-Jährige wieder in die Woh­nung einge­zo­gen.

Mit einer Ananas Glastür zerdeppert

Die einzige Zeu­g­in des Zwis­chen­falls am Neu­jahrstag kon­nte heute nicht zur Klärung des Sachver­haltes beitra­gen. Denn die Stieftochter war trotz Vor­ladung heute nicht vor Gericht erschienen und auch ihre Mut­ter glänzte durch Abwe­sen­heit. Das Gericht ging deshalb davon aus, dass bei­de offen­bar kein gesteigertes Inter­esse an der Klärung der Angele­gen­heit und Strafver­fol­gung des Holzwicked­ers haben.

Für den Angeklagten sprach neben diesem Umstand, dass er die Ohrfeige eingeräumt hat, so das Gericht in sein­er Urteils­be­grün­dung. Dass der Angeklagte auch noch seine Fäuste fliegen ließ, kon­nte ihm nicht nachgewiesen wer­den.  Schließlich ist der 59-Jährige bis­lang ein völ­lig unbescholtenes Blatt. Aus diesen Grün­den beließ es das Gericht bei ein­er Geld­strafe wegen Kör­per­ver­let­zung in Höhe von 30 Tagessätzen a‘ 30 Euro.

Print Friendly, PDF & Email
visage

Dipl.-Journalist

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.