Neue Pflegeeinrichtung der Perthes-Stiftung: Parkprobleme sind programmiert

Am Standort des früheren Gemeindezentrums Süd wird das Ev. Perthes-Werk eine moderne Pflegeinrichtung mit 50 vollstationären Unterbringungsplätzen errichten - und einer nicht ausreichenden Zahl von Parkplätzen. (Foto: P. Gräber - Emscherblog)
Am Standort des frü­heren Gemein­de­zen­trums Süd wird das Ev. Per­thes-Werk eine moderne Pfle­g­ein­rich­tung mit 50 voll­sta­tio­nären Unter­brin­gungs­plätzen errichten – und einer nicht aus­rei­chenden Zahl von Park­plätzen. (Foto: P. Gräber – Emscher­blog)

Aus­ge­spro­chen schwer taten sich die Mit­glieder des Pla­nungs- und Bau­aus­schusses am Diens­tag­abend (5.2.) damit, dem Neubau einer Pfle­ge­ein­rich­tung durch die Ev. Per­thes-Stif­tung auf dem Grund­stück des ehe­ma­ligen Gemein­de­zen­trums Süd das gemeind­liche Ein­ver­nehmen zu erteilen.

Gegen die Pfle­ge­ein­rich­tung als solche mit ihren vor­ge­se­henen 50 voll­sta­tio­nären Pfle­ge­plätzen gibt es zwar kei­nerlei Ein­wände. Aller­dings ist die Park­platz­si­tua­tion rund um das Grund­stück man der Win­kel­straße aus­ge­spro­chen pro­ble­ma­tisch. Der Grund: Die Lan­des­bau­ver­ord­nung schreibt jeweils einen Park­platz für je zehn Pfle­ge­plätze vor, wie Uwe Nett­len­busch, Leiter der Tech­ni­schen Dienste der Gemeinde, erläu­terte. Die Stell­plätze für das Per­sonal bleiben dagegen ganz außen vor.

Der Bau­herr (Per­thes-Stif­tung) ist nach dem Gesetz nur ver­pflichtet, fünf Stell­plätze nach­zu­weisen für die geplante Ein­rich­tung. In der Pfle­ge­ein­rich­tung werden aber etwa 37 Mit­ar­beiter im Drei-Schichten-Betrieb beschäf­tigt sein. Zunächst nach­ge­wiesen hatte die Per­thes-Stif­tung für die Ein­rich­tung ledig­lich vier Stell­plätze und zwei Behin­der­ten­park­plätze.

Nur 13 Stellplätze für 50 Bewohner und 37 Mitarbeiter

Ansicht des Per­thes-Pfle­ge­heims aus Rich­tung Nord /​West von der Win­kel­straße. (Skizze: Per­thes-Stif­tung)

Im Zuge der Abstim­mung mit dem Bau­herrn, dem pla­nenden Archi­tekten und Ver­tre­tern der evan­ge­li­schen Kir­chen­ge­meinde wurden für das Pro­jekt schließ­lich auf frei­wil­liger Basis ins­ge­samt 13 Stell­plätze nach­ge­wiesen.

Allen Aus­schuss­mit­glie­dern ist klar, dass auch diese Anzahl an Stell­plätzen längst nicht für Bewohner, Besu­cher­ver­kehr und Per­sonal aus­reicht. Zumal vier in Längs­rich­tung ange­ord­nete Stell­plätze quasi nur gleich­zeitig genutzt werden können. Zudem fallen für diese vier Stell­plätze im öffent­li­chen Stra­ßen­raum vier Längs­park­plätze für Anwohner weg, so dass ins­ge­samt kein Park­raum gewonnen wird. Auf eigenem Grund ist es nicht mög­lich, hieß es im Aus­schuss, wei­tere Park­plätze nach­zu­weisen. Eine Tief­ga­ragen-Lösung lehnt der Bau­herr als zu teuer ab.

Da kommen große Pro­bleme auf uns zu

Dieter Linke (SPD)

Da kommen große Pro­bleme auf uns zu“, ahnte Dieter Linke (SPD). „Des­halb sehe ich mich eigent­lich nicht in der Lage hier heute etwas zu ent­scheiden.“ Ähn­liche „große Bauch­schmerzen“ for­mu­lierte auch CDU-Spre­cher Win­fried Hardung. Ande­rer­seits müsste der Bau­herr nur weniger als die Hälfte dieser Park­plätze nach­weisen, machte die Ver­wal­tung deut­lich. Abge­lehnt werden könnte das Ein­ver­nehmen gar nicht. Das will in der Politik wohl auch nie­mand, da die Ein­rich­tung drin­gend benö­tigt wird.

Um keine unnö­tige Zeit zu ver­lieren, ver­stän­digte sich der Aus­schuss auf einen Kom­pro­miss: Durch das Aus­schuss­mit­glied Fritz Bern­hardt (FDP), das über die evan­ge­li­sche Kir­chen­ge­meinde in die Pla­nung ein­be­zogen ist, soll der Bau­herr nun gebeten werden, bei glei­cher Anzahl der Stell­plätze wenig­sten vier der ins­ge­samt 13 Park­plätze schräg anzu­ordnen. Dann gingen nur zwei öffent­liche Park­plätze in der Win­kel­straße ver­loren.

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