Neue Bewirtschaftung für Emscherquellhof

Claudia Drzisga, hier mit Sternkoch Björn Freitag beim 9. Emscherquellfest, und ihr Mann Gerd Drzisga (nicht im Bild) haben sich in der Vergangenheit als Verwalter engagiert und liebevoll um den Emscherquellhof und ihre Gäste gekümmert. Jetzt sind Claudia und Gerd Drzisga endgültig in den Ruhestand getreten. Künftig werden wewole WERKEN gGmbH aus Herne das Vorzeigeobjekt an der Emscherquelle bewirtschaften. (Foto: P. Gräber – Emscherblog.de)

Die Emschergenossenschaft hat einen neuen Bewirtschafter für den Emscherquellhof in Holzwickede gefunden. Wie die Genossenschaft dazu mitteilt, wurde mit der wewole WERKEN gGmbH aus Herne ein Nutzungsüberlassungs- und Bewirtschaftungsvertrag unterzeichnet. Die langjährigen Verwalter Claudia und Gerd Drzisga, die bisher die Veranstaltungen organisiert und sich sehr persönlich um ihre Gäste gekümmert haben, sind zum Jahreswechsel endgültig in den Ruhestand getreten.

Der Betrieb auf dem Emscherquellhof startet offiziell ab dem 1. März 2018. Über die genauen Details werden die Partner im kommenden Jahr vor Ort in Holzwickede informieren.  So viel aber schon mal ganz aktuell:

Neben dem Veranstaltungs- und Seminarbetrieb durch die Emschergenossenschaft ist eine regelmäßige Öffnung an Wochenenden und Feiertagen für externe Gäste geplant. Auch mit der Gemeinde Holzwickede werden noch weitere Abstimmungsgespräche geführt. Hier stehen unter anderem zunächst die Trauungstermine im Vordergrund.

Regelmäßige Öffnung an Wochenenden und Feiertagen

Das Konzept für Holzwickede soll sich an den bereits am Hof Emschermündung in Dinslaken und am Hof Emschertal in CastropRauxel erfolgreichen Kooperationskonzepten mit regionalen Partnern orientieren.

Die Emschergenossenschaft ist ein öffentlich-rechtlicher Wasserwirtschaftsverband und wurde 1899 als erste Organisation dieser Art in Deutschland gegründet.

Seit 1992 plant und setzt die Emschergenossenschaft das Generationenprojekt Emscher-Umbau um, in das über einen Zeitraum von rund 30 Jahren prognostizierte 5,266 Milliarden Euro investiert werden. Diese Kosten werden zu rund 80 Prozent von den Mitgliedern der Emschergenossenschaft getragen, d.h. von Bergbau, Industrie und Kommunen. Knapp 20 Prozent steuern das Land NRW und die EU über Fördermittel bei.

Voraussichtlich Ende 2020 soll die Emscher, einst der „dreckigste Fluss Europas“, weitestgehend wieder vom Abwasser befreit sein und – wo der Platz es zulässt – naturnah umgestaltet werden.

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Dipl.-Journalist

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