Nach längerer Suche: Ortsheimatpflege als Teamwork

Auf­takt­tref­fen zur Orts­hei­mat­pfle­ge, v.l.: Bür­ger­mei­ste­rin Ulri­ke Dros­sel, Klaus-Jür­gen Schlü­ter, Bernd Buse­mann, Moni­ka Blen­ne­mann, Miri­am Fran­ke und Chri­sti­an Vor­spohl. (Foto: P. Grä­ber — Emscherblog.de)

Seit dem Rück­tritt von Dr. Edo-Mei­no Eden ist die Gemein­de Holzwicke­de lan­ge Zeit ver­geb­lich auf der Suche nach einem Nach­fol­ger für die­ses Ehren­amt gewe­sen. Jetzt sieht es so aus, als ob man gleich ein gan­zes Team von inter­es­sier­ten Orts­hei­mat­pfle­gern gefun­den hat.

Bür­ger­mei­ste­rin Ulri­ke Dros­sel und auch Moni­ka Blen­ne­mann, der 1. Vor­sit­zen­den des Histo­ri­schen Ver­eins, war die Freu­de dar­über beim ersten Zusam­men­tref­fen im Rat­haus deut­lich anzu­mer­ken. „Auch der Histo­ri­sche Ver­ein ist sehr dar­an inter­es­siert, dass die Gemein­de wie­der Orts­hei­mat­pfle­ger fin­det“, meint Moni­ka Blen­ne­mann. „Denn die Orts­hei­mat­pfle­ge ist ein sehr wich­ti­ges Ehren­amt.“ Holzwicke­des Bür­ger­mei­ste­rin kann das nur bestä­ti­gen, auch wenn es gar kei­ne genaue Beschrei­bung der Tätig­keit eines Orts­hei­mat­pfle­gers gibt. Was ande­rer­seits aber auch ein Vor­teil ist: „Denn das Auf­ga­ben­ge­biet kann jeder Orts­hei­mat­pfle­ger indi­vi­du­el­le selbst gestal­ten“, bestä­tigt Ulri­ke Dros­sel.

Wei­ter­hel­fen konn­te in die­ser Hin­sicht auch nicht der letz­te ver­blie­be­ne aktu­el­le Orts­hei­mat­pfle­ger, Klaus-Jür­gen Schlü­ter, aus Heng­sen. Schlü­ter hat die­ses Amt zwar schon eini­ge Jahr­zehn­te inne. Aller­dings räum­te er ein: „Haupt­säch­lich habe ich in den Jah­ren 1992 bis 2003 Bericht­erstat­tung über den Orts­teil Heng­sen gesam­melt und archi­viert.“

Die drei Interessenten haben Themen genug

Bei Miri­am Fran­ke, Bernd Buse­mann und Chri­sti­an Vor­spohl, die sich nach dem Auf­ruf der Gemein­de als Inter­es­sier­te gemel­det hat­ten, zeich­net aller­dings schon recht­lich deut­lich ein Inter­es­sen­schwer­punkt ab:

Miri­am Fran­ke, die in Opher­dicke auf­ge­wach­sen ist, stu­diert Geschich­te und hat ein beson­de­res Fai­ble für Ahnen­for­schung, Archiv­we­sen und Schu­len.

Bernd Buse­mann, der auch schon für Jun­ge Liste in Holzwicke­de kom­mu­nal­po­li­tisch aktiv war, ist haupt­be­ruf­li­cher Archi­tekt und Sach­ver­stän­di­ger für Tun­nel­si­cher­heit und Brand­schutz. Buse­mann hat ein beson­de­res Inter­es­se an öko­lo­gi­schem Bau­en, alten Gebäu­den und Bau­tech­ni­ken sowie am Denk­mal­schutz.

Chri­sti­an Vor­spohl, der 20 Jah­re lang eine Zahn­arzt­pra­xis in Lich­ten­dorf hat­te und in Heng­sen wohnt, hat sich nach sei­nem Umzug nach Heng­sen syste­ma­tisch in die Orts­ge­schich­te von Heng­sen ein­ge­le­sen. Er wird Klaus-Jür­gen Schlü­ter ablö­sen, der sein Amt kurz­fri­stig abge­ben will.

Alle drei, so wur­de es ver­ab­re­det, wol­len eng zusam­men­ar­bei­ten und sich nach dem Auf­takt­ge­spräch künf­tig regel­mä­ßig don­ners­tags tref­fen. Wo muss noch geklärt wer­den. Gemein­sam wol­len sie dann bespre­chen wie es wei­ter­ge­hen soll. „The­men für die Orts­hei­mat­pfle­ge gibt es ja genug“, waren sich die drei einig. Die The­men müss­ten aber noch unter­ein­an­der auf­ge­teilt wer­den.

 

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Dipl.-Journalist

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