Nach 30 Jahren gibt Dorothea Richwinn-Diera Leitung der Schatzkiste ab

Wird am kommenden Sonntag (16. Juni) als Leiterin des Kindergartens Schatzkoiste entpflichtet: Dorothea Richwinn-Diera.  (Foto: P. Gräber - Emscherblog)
Wird am kom­menden Sonntag (16. Juni) als Lei­terin des Kin­der­gar­tens Schatz­kiste ent­pflichtet: Doro­thea Rich­winn-Diera. (Foto: P. Gräber – Emscher­blog)

Ohne Doro­thea Rich­winn-Diera ist „Die Schatz­kiste“, der evan­ge­li­sche Kin­der­garten an der Schwerter Straße in Hengsen, nur schwer vor­stellbar: Am 1. August feiert Doro­thea Rich­winn-Diera ihr 30-jäh­riges Dienst­ju­bi­läum als Lei­terin der Schatz­kiste. Doch gleich­zeitig über­gibt sie an diesem Tag auch die Lei­tung in neue Hände, heißt es Abschied nehmen.

Wenn auch nicht so ganz: „Ich bin froh, dass ich der Schatz­kiste mit 20 Wochen­stunden erhalten bleiben kann und freue mich darauf, künftig viel mehr als es mir bisher mög­lich war, mit den Kin­dern zusammen zu sein und mit ihnen Pro­jekte in den Berei­chen Musik, Sprache, Mär­chen und Reli­gi­ons­päd­agogik durch­führen zu können“, sagt Doro­thea Rich­winn-Diera.

Bei aller Wehmut ist das natür­lich ein echter Trost für sie. Warum sie nach so vielen Jahren die Lei­tungs­funk­tion über­gibt, erklärt sie auch: „Dieser Zeit­punkt ist für mich sehr ange­messen, weil ich in meiner Familie als pfle­gende Ange­hö­rige gebraucht werde. Außerdem kann ich mich so auch mehr meiner Mär­chen­ar­beit bei uns auf dem Hof widmen.“

Anfangs erledigten erledigten Eltern Nachmittagsdienst

Die nun anste­hende Neu­bau­phase in der Schatz­kiste legt sie eben­falls in die Hände ihres Nach­fol­gers, der bereits fest­steht. „Dafür wün­sche ich ihm gutes Gelingen und viel Glück. Gleich­zeitig möchte ich mich natür­lich auch bei meinen Kol­le­ginnen, den Fami­lien und der evan­ge­li­schen Kir­chen­ge­meinde Holzwickede und Opher­dicke herz­lich für die jah­re­lange ver­trau­ens­volle Zusam­men­ar­beit bedanken“ , sagt Doro­thea Rich­winn-Diera.

An ihre Früh­zeit in der Schatz­kiste, die damals noch gar nicht so hieß, denkt Doro­thea Rich­winn-Diera gerne zurück. „Als ich am 1.8.1989 als ganz junge Lei­terin begann, hatte ich eine Kol­legin, meine liebe Erika Bier­mann, vielen als Tante Erika noch bekannt. Den Nach­mit­tags­dienst erle­digten die Eltern, die sich einmal pro Monat ein­tragen sollten, damit die Auf­sichts­pflicht gewähr­lei­stet war. Das war eine ganz schöne und inten­sive Zeit. Unsere Räume waren sehr alt, wirk­lich sehr alt, aber sie waren gemüt­lich, wir hatten noch die alte Bühne und im ehe­ma­ligen Schank­raum war die Buden­ecke ein­ge­richtet. Ich denke gerne an diese Zeit zurück.“

1996 sollte der Kin­der­garten dann erwei­tert werden. „Wir wurden ‚moderner‘ . Es wurde umge­baut, reno­viert und es ent­stand eine zweite Gruppe im ersten Ober­ge­schoss. Mit der Anzahl der Gruppen wuchs auch die Anzahl meiner Kol­le­ginnen und jede berei­cherte unsere Arbeit mit ihren Fähig­keiten. Eine auf­re­gende Zeit.“

Neuer Name und Leitbild im neuen Jahrtausend

Mit dem Namen Schatz­kiste sind wir bis heute sehr glück­lich.“

Doro­thea Rich­winn-Diera

Das Jahr 2000 war eben­falls eine span­nende Zeit: In einem Leit­bild­pro­zess, den Pfarrer Chri­stian Bald mit dem Team des Kin­der­gar­tens durch­führte, ent­stand der jet­zige Name: „Die Schatz­kiste“.

Die Grund­lage des neuen Leit­bildes des Kin­der­gar­tens ist der Vers Mat­thäus 13,44, auf den auch der Name zurück­geht: „Das Him­mel­reich gleicht einem Schatz, ver­borgen im Acker, den ein Mensch fand und ver­barg; und in seiner Freude ging er hin und ver­kaufte alles, was er hatte und kaufte den Acker“, zitiert Doro­thea Rich­winn-Diera und betont: „Mit dem Namen Schatz­kiste sind wir bis heute sehr glück­lich.“

Die Namens­ge­bung sei zugleich der Start­schuss für das Qua­li­täts­ma­nage­ment gewesen, das den Kin­der­garten und das Team bis heute begleitet und „uns immer wieder unsere Arbeit über­prüfen und ver­bes­sern lässt“, meint die lang­jäh­rige Lei­terin. „Ich könnte noch weiter berichten von unserem Umbau im Jahr 2011, der not­wendig wurde, damit wir auch Kinder unter drei Jahren betreuen konnten oder von unserer Erwei­te­rung im Jahr 2015 zu einer drei­grup­pigen Ein­rich­tung im ehe­ma­ligen Feu­er­wehr­haus Hengsen. Und jetzt soll es bald sogar eine ganz neue vier­grup­pige Ein­rich­tung neben dem Friedhof in Opher­dicke geben.“

Entpflichtung im Gottesdienst am kommenden Sonntag

Die Schatz­kiste habe sich mit den Jahren sehr gewan­delt und ver­grö­ßert. Neben allen neuen Ver­än­de­rungen in der Päd­agogik, in der Lebens­welt der Kinder und Fami­lien und in der Ver­wal­tung der Ein­rich­tung sei aller­dings eins beständig geblieben, sagt Doro­thea Rich­winn-Diera: „Das ist die Freude an der Beschäf­ti­gung mit den Kin­dern, als Erzie­herin zu sehen, wie die Kinder sich ent­wickeln, wie sie ihre Stärken und Fähig­keiten erkennen und aus­bilden, wie sie ihr soziales Ver­halten ent­decken und sich in diesem Bereich aus­pro­bieren und wie­viel Gemein­schafts­ge­fühl wir täg­lich erleben können. Dafür bin ich dankbar und freue mich darauf, noch wei­tere Jahre in der Ein­rich­tung tätig sein zu dürfen. Sie ist etwas ganz Beson­deres, eben eine echte Schatz­kiste in Hengsen.“

Am kom­menden Sonntag (16. Juni) ab 9.30 Uhr wird Doro­thea Rich­winn-Diera im Got­tes­dienst in der evan­ge­li­schen Kirche zu Opher­dicke von ihren lei­tungs­auf­gaben ent­pflichtet. Gleich­zeitig soll ihr Nach­folger der Gemeinde vor­ge­stellt werden. Die Kinder der Schatz­kiste erar­beiten schon seit Wochen ein Sing­spiel: „Die Vogel­hoch­zeit“. Dafür gestalten sie die Kostüme und Requi­siten und lernen fleißig die Texte der Lieder. Die Vogel­hoch­zeit soll eben­falls im Got­tes­dienst auf­ge­führt werden.

  • Termin: Sonntag (16. Juni), ab 9.30 Uhr, ev. Kirche zu Opher­dicke, Unnaer Str. 70
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