Musicalverein „Vorhang auf“ fiebert Premiere von „Natürlich blond“ entgegen

Kim Friehs (2.v.l.) ist als künstlerischer Leiter für den Gesang und die Musik zuständig:  Hier bei der Gesangsprobe mit einigen Ensemble-Mitgliedern. (Foto: P. Gräber - Emscherblog)
Kim Friehs (2.v.l.) ist als künst­le­ri­scher Leiter für den Gesang und die Musik zuständig: Hier bei der Gesangs­probe mit einigen Ensemble-Mit­glie­dern. (Foto: P. Gräber – Emscher­blog)

Eine erstaun­liche Ent­wick­lung hat der noch junge Musi­cal­verein „Vor­hang auf“ Holzwickede genommen: Im ver­gan­genen Jahr erst von Kim Friehs gegründet gehören dem Verein inzwi­schen an die 70 äußerst aktive Mit­glieder an. Die Mehr­heit kommt aus Holzwickede, aber auch aus Unna, Dort­mund und Kamen, wo es vor einigen Jahren schon einmal einen Musi­cal­verein gab, sind einige dabei.

Auch alters­mäßig ist die Truppe bunt gemischt. „Unser jüng­stes Mit­glied ist elf Jahre, das älteste ist schon im Ren­ten­alter“, schmun­zelt Ramona Bir­ken­feld. „Auf der Bühne geht es nur bis 55 Jahre. Aber wir haben ja auch viele, die hinter der Bühne aktiv sind.“ Und auch dort wird genera­ti­ons­über­grei­fend zusam­men­ge­ar­beitet. So küm­mern sich etwa viele der Älteren um die Kostüme, aber es gibt auch junge Nach­wuchs­schnei­de­rinnen. Schließ­lich sind viele Auf­gaben zu mei­stern, wenn man ein ambi­tio­niertes Musical auf die Bühne bringen will. Und das ist schließ­lich das erklärte Ziel des Musi­cal­ver­eins.

Nach den ersten Castings im ver­gan­genen Jahr wurden die Rollen ver­teilt und Fotos gemacht – wegen der Maße für die Kostüme, die benö­tigt werden. Etwa 30 Aktive werden beim ersten Musical auf der Bühne stehen, dar­unter auch einige in Dop­pel­rollen. Das Ensemble ist kun­ter­bunt gemischt: „Es gibt bei uns echte Laien, andere haben schon etwas Erfah­rungen gesam­melt, zum Bei­spiel in der Theater AG am CSG“, erläu­tert Ramona Bir­ken­feld. „Einige haben aber auch schon richtig Theater gespielt, sogar im Aus­land.“ 

Harte Probenarbeit

Die künst­le­ri­sche Lei­tung liegt in den Händen von Kim Friehs und Anja Gimbel, wobei die Rol­len­ver­tei­lung klar ver­teilt ist: Kim Friehs ist für die Musik und den Gesang zuständig, Anja Gimbel, die auch schon als Cho­reo­grafin an einem Theater gear­beitet hat, für den Tanz und die Cho­reo­grafie.

Die Ent­schei­dung, wel­ches Musical als auf­ge­führt werden soll, fiel relativ schnell nach Grün­dung. „Natür­lich blond“ sollte es sein. „Das ist ein recht flottes und stim­mungs­volles Stück“, so Ramona Bir­ken­feld, das inhalt­lich auf den gleich­na­migen Kino­film mit Reese Witherspoon zurück­geht. 2011 wurde die Film-Komödie dann auch als Musical am Broadway auf­ge­führt.

Die Proben für die Pre­miere des Musi­cal­ver­eins „Vor­hang auf“ begannen gleich nach dem Casting im November vorigen Jahres. Wobei sich die Kin­der­glück-Halle als echter Glücks­fall für den jungen Verein erwies: Denn Betreiber Bernd Krispin stellte dem Holzwickeder Verein die Halle kostenlos für die Proben der zu Ver­fü­gung. „Wir sind sehr froh, dass wir die Kin­der­glück-Halle nutzen können. Besser hätten wir es gar nicht treffen können“, sagt Ramona Bir­ken­feld. „Das ist schon ein großes Glück für uns gewesen, weil wir ja auch die Musik- und Licht­technik, die Bühne und ganze übrige Ein­rich­tung hier nutzen dürfen.“

Wir sind sehr froh, dass wir die Kin­der­glück-Halle nutzen können. Besser hätten wir es gar nicht treffen können. “

Ramona Bir­ken­feld

Aus eigener Kraft hätte sich der Musi­cal­verein eine solche Büh­nen­technik sicher (noch) nicht lei­sten können. Da reichte es gerade für die Anschaf­fung von 16 eigenen Head­sets für die Dar­steller. Denn der Verein „Vor­hang auf“ lebt aus­schließ­lich von Spenden und den Bei­trägen seiner Mit­glieder. „Unser Min­dest­bei­trag beträgt 24 Euro im Jahr“, sagt Ramona Bir­ken­feld und lächelt. „Wer will, kann aber auch mehr zahlen.“

Die Requi­siten für das Musical haben die Mit­glieder größ­ten­teils selbst orga­ni­siert: Mal wurde der pri­vate Fundus nach alten Sachen durch­for­stet, sogar alte Handys wurden ein­ge­sam­melt oder auch eine Bank im Bau­markt besorgt und umge­ar­beitet. „Inzwi­schen haben wir auch eine eigene Band“, sagt Bir­ken­feld nicht ohne Stolz. „Es ist wirk­lich schön zu sehen, wie sich alles ent­wickelt und die Gruppe zusam­men­ge­wachsen ist. Wir gehen auch abends schon mal gemeinsam ins Kino oder zum Bowlen.“

Auch noch für weitere Mitglieder offen

Die Vorbereitungen für das Musical sind harte Arbeit: Auch während der kommenden Ferien treffen sich die Mitglieder jeden Dienstagabend zur Probe in der Kinderglück-Halle. (Foto: P. Gräber - Emscherblog)
Die Vor­be­rei­tungen für das Musical sind harte Arbeit: Auch wäh­rend der kom­menden Ferien treffen sich die Mit­glieder jeden Diens­tag­abend zur Probe in der Kin­der­glück-Halle. (Foto: P. Gräber – Emscher­blog)

Auch wenn die Rollen schon fürs erste Musical alle schon ver­geben sind und auch hinter den Kulissen jeder seine Auf­gabe gefunden hat, können sich inter­es­sierte neue Mit­glieder gerne melden. „Es gibt genug zu tun und wir suchen auch immer noch Mit­glieder“, betont Ramona Bir­ken­feld.

Die große Pre­miere ist für Samstag, 21. Sep­tember ter­mi­niert. Die genau Uhr­zeit muss der Vor­stand beim näch­sten Treffen erst noch fest­legen. Die Proben gehen bis dahin auch in den kom­menden Ferien weiter.

Geplant sind nach der Pre­miere wei­tere sieben bis acht Auf­füh­rungen von „Natür­lich blond“. Gespielt wird in der Kin­der­glück-Halle. Die Tickets sollen 15 Euro kosten und ermä­ßigt für Kinder, Jugend­liche, Stu­denten zehn Euro. Einen Vor­ver­kauf gibt es noch gar nicht, nur eine Gut­schein-Lösung. Wer will, kann sich am Kiosk an der Jahn­straße einen Gut­schein-Ticket besorgen.

Hier in die Kin­der­glück-Halle passen 300 Zuschauer hinein“, meint Ramona Bir­ken­feld. „Das ist schon eine ganze Menge. Wir hoffen natür­lich auf unsere Fami­lien und Freunde, wollen aber selbst­ver­ständ­lich alle Leute errei­chen.“

Das Cate­ring wäh­rend der Vor­stel­lungen ist gesi­chert: „Einige von uns werden Snacks und Getränke ver­kaufen.“ Schließ­lich gibt es auch eine kleinen The­ken­be­reich in der Halle.

Na denn: Toi, toi, toi für die Pre­miere! 

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