Mobbing via Facebook & Co: Kreispräventionstag zum Thema Cybermobbing

Vorbereitung des Kreispräventionstages:  Britta Discher (Lebenszentrum Königsborn) , Klaus Stindt (Leiter Kriminalkommissariat Kriminalprävention/Opgerschutz), Dr. Michael Nicolas (Kompetenzteam Kreis Unna) dahi9nter Ute Hellmann (Pressesprevherin Polizei). (Foto: Peter Gräber)

Vorbereitung des Kreispräventionstages 2015 zum Thema Cybermobbing, v.l.: Britta Discher (Lebenszentrum Königsborn) , Klaus Stindt (Leiter Kriminalkommissariat Kriminalprävention/Opferschutz),  Ute Hellmann (Pressesprecherin Polizei), Stefanie Hellmann (Kreissportbund) sowie Dr. Michael Nicolas (Kompetenzteam Kreis Unna) . (Foto: Peter Gräber)

Beleidigungen, Diffamierungen, (sexuelle) Belästigungen in und durch digitale Medien, das sogenannte Cybermobbing, sind mittlerweile Bestandteil der jugendlichen Lebenswelt. Formen des Cybermobbings können sehr leicht Krisen verschärfen und gerade junge Menschen vor scheinbar unlösbare Probleme stellen. Und nicht selten stehen Erziehungsberechtigte, Sportvereine oder andere Institutionen, bei betroffene Kinder und Jugendliche Hilfe oder Rat suchen, hilflos vor der Problematik.

Hier will der Kreispräventionstag 2015 zum Thema „Cybermobbing – eine Herausforderung für Schule, Jugendhilfe, Sportorganisationen und Polizei“ ansetzen:  „Ziel dieses Tages ist es, durch verschiedene Vorträge von hochkarätigen Referenten und Workshops Hintergrundinformationen zu liefern und Unterstützungsangebote verschiedener Präventionsanbieter vorzustellen und sich darüber auszutauschen“, erläutert  Klaus Stindt, Leiter Kriminalkommissariat Kriminalprävention und Opferschutz, bei der Pressekonferenz zur Veranstaltung heute im Kreishaus. „Im Nachgang zum Kriminalpräventionstag können dann weitere Handlungskonzepte im Kreis Unna abgestimmt werden“, hofft Stindt, der bestätigen kann, dass Cybermobbing ein  zunehmend wichtiges Thema ist. „Allein bei der Kripo haben wir dazu 30 Anfragen voriges Jahr gehabt.“  Wobei davon auszugehen ist, dass in den Schulen, Sportvereinen, Jugendeinrichtungen oder im privaten Umfeld die Problematik noch viel präsenter ist.

Ziel dieses Tages ist es, durch verschiedene Vorträge von hochkarätigen Referenten und Workshops Hintergrundinformationen zu liefern und Unterstützungsangebote verschiedener Präventionsanbieter vorzustellen und sich darüber auszutauschen“

Klaus Stindt, Leiter Kriminalkommissariat Kriminalprävention und Opferschutz

Ein großes Thema an den Schulen: Lehrer rufen um Hilfe

So bestätigt Dr. Michael Nicolas vom Kompetenzteam Kreis Unna: „Wir wollen wir das Thema noch stärker an die Schulen bringen als bisher. Der Leidensdruck bei den Lehrern ist groß. Die Kollegen rufen nach Hilfe.“  Und auch die Sozialwissenschaftlerin Britta Discher vom Lebenszentrum Königsborn, die gemeinsam mit Klaus Stindt und Dr. Michael Nicolas den Kreispräventionstag redaktionell vorbereitet hat, kann bestätigen, dass gerade die ohnehin psychisch weniger stabilen Kinder und Jugendlichen noch in ganz besonderer Weise unter Cybermobbing leiden. „Wir arbeiten ja beim Kinderschutz oder im Lebenszentrum sehr einzelfallorientiert. Bei diesem Thema kann es aber nur gut sein,  wenn möglichst alle zusammenarbeiten. Wir bieten beim Kreispräventionstag eine Fallwerkstatt an und hoffen darauf, dass sich ein gutes Netzwerk entwickelt.“

Schirmherr des Kreispräventionstages 2015, der am 28. April im SportCentrum in Kamen-Kaiserau stattfindet, ist Landrat Michael Makiolla. „Ich finde ganz wichtig, dass zu diesem Thema die unterschiedlichen Akteure einmal zusammengebunden werden. Der Kreispräventionstag scheint mir da ein geeignetes Instrumentarium zu sein.“  Zwar werden mit der Veranstaltung in erster Linie Institutionen und Einrichtungen (Schulen, Vereine und ihre Vertreter) angesprochen. Grundsätzlich kann aber jeder Interessierte daran teilnehmen und auch einen der acht Workshops besuchen.

Mehr Informationen zum Kreispräventionstag und das Programm finden Sie unter http://www.prosi-unna.de/kreispraeventionstag-2015-cybermobbing

  • Termin: Dienstag, 28. April, 9 bis 16 Uhr, SportCentrum, Kamen-Kaiserau, Jakob-Koenhen-Str. 2
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Dipl.-Journalist

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