Mittelalterlichen Spektakel um Agnes von der Vierbecke vor Haus Rodenberg

Mittelaltermarkt

Auch diese Ritter werden am kommenden Wochenende Agnes von der Vierbecke vor Haus Rodenberg rächen wollen. (Foto: J. Wiedelmann)

Der Name Agnes von der Vierbecke  ist mit der Geschichte der Stadt Dortmund untrennbar verbunden, seit die mit dem Grafen Dietrich von Dinslaken, einem Bruder des Grafen von der Mark, befreundete Witwe am 4. Oktober 1378 den bewaffneten Truppen Dietrichs Zugang zur stark befestigten Stadt Dortmund verschaffte, indem sie die Stadtwachen mit Pfefferpotthast bestach. Doch auch mit der Geschichte Holzwickedes ist Agnes von der Vierbecke eng verwurzelt. Denn sie wurde um 1341 in Hengsen geboren.  Ihr Vater war ein märkischer Edelmann, Johann Wickede von der Vierbecke, der auf Haus Vierbecke bei Opherdicke, lebte.

Adelige lebte in Haus Vierbecke in Opherdicke

Die Geschichte um Agnes von der Vierbecke bildet auch den Kontext für einen großen mittelalterlichen Markt, der am Wochenende (26. Bis 28. Juni) in Aplerbeck vor Haus Rodenberg stattfindet. Dargestellt werden soll die Zeit der Großen Dortmunder Fehde, in der sich die freie Reichsstadt Dortmund in den Jahren von 1388 und 1389 Angriffen und einer Belagerung durch Truppen des Kölner Erzbischofs der Märkischen Grafen und 20 anderer Städte ausgesetzt sah, so die Veranstalter.

Mittelaltermarkt

Auf dem Anmarsch zum Mittelaltermarkt vor Haus Rodenberg am kommenden Wochenende ist diese wilde Truppe. (Foto: J. Wiedelmann)

Zeitweise waren bis zu 1200 Ritter aufgebracht worden um Dortmund einzunehmen. Zeitgleich hat die Stadt Dortmund immer wieder erfolgreich Ausfälle und Plünderungen im Umland gemacht. Aplerbeck gehörte seinerzeit zum Feindesgebiet von Dortmund. Den Grafen von der Mark, zu dem auch Aplerbeck gehörte, nahmen die Hinrichtung der Agnes von der Vierbecke zehn Jahre zuvor als Anlass der Fehde beizutreten. Die Hinrichtung Agnes von der Vierbeckes war einer der ersten Hinweise in Dortmund auf ein Pfefferphotthast-Festessen.

Nach Angaben der Veranstalter ist ihr „Hilferuf“ von folgenden Adeligen erhört worden, die mit ihren Heerlagern zur Verteidigung des Hauses Rodenberg herbeieilen wollen:

  • Schwerter Söldner
  • Solutos Viator
  • Tyro vom Walde + Lydia Bartsch
  • Dincer + Fredl
  • Schattenwölfe
  • Feder Falken
  • Cognatio Aperte
  • Vassalen und Tross zu Berg

Bruder Dickbert wacht über Musik, Handel und Handwerk

Bei Einbruch der Dunkelheit erwartet die Besucher eine Feuershow. Foto: J. Wiedelmann)

Bei Einbruch der Dunkelheit erwartet die Besucher eine Feuershow. (Foto: J. Wiedelmann)

Um diese Mannen zu verpflegen haben sie auch einen ganzen Tross an Händlern mitgebracht. Wo gefeiert wird ist die Musik nicht weit. Weitere Teilnehmer des mittelalterlichen Spektakels sind deshalb die liebreizenden Pummelelfen, die Gruppe Infernus Luctus und die über die Grenzen hinaus bekannte Gruppe Frendskoop.

Es gibt eine Bogenschießbahn und einen Geschichtenerzähler, der über das Schlossgespenst und seine Freunde berichten wird. Und bei Einbruch der Dunkelheit startet eine Feuershow.

Für die Einhaltung der Sitte und Frömmigkeit wird Bruder Dickbert unerlässlich arbeiten.

Folgende Händler und Handwerker erwartet die Besucher auf dem 1. Mittelaltermarkt vor Haus Rodenberg: Eine Taverne mit hausgebrautem Bier, Spieße vom Holzkohlegrill, Weinkutsche, Weinhändler, Met, Lachsbräterei, Bratäpfel, Wurst aus heimischen Gefilden, Käse aus fremden Landen, Kräuterhexe, Marmeladen, Gewandungen falls ihr zuviel gegessen habt, Kinderspielzeug, Honig, ein Tischler, Bernsteinschleiferei (nur Sonntag), Tadek der Holzschnitzer mit Skulpturen von ganz klein bis über drei Meter Größe.

  • Termine: Freitag, 26. Juni (14 bis 22 Uhr) sowie Samstag, 27. Juni (11 bis 22 Uhr) und Sonntag, 27. Juni (11 bis 18 Uhr), Haus Rodenberg, Rodenbergstr. 36 in Dortmund-Aplerbeck
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Dipl.-Journalist

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