Minister Laumann lobt Kreis: Vorbild im Kampf gegen Langzeitarbeitslosigkeit

Minister Laumann folgte einer Gesprächseinladung von Landrat Makiolla. (Foto: Constanze Rauert – Kreis Unna)

Mini­ster Lau­mann folgte einer Gesprächs­ein­la­dung von Landrat Makiolla. (Foto: Con­stanze Rauert – Kreis Unna)

Es ist ein Allein­stel­lungs­merkmal“, sagt Arbeits- und Sozi­al­mi­ni­ster Karl-Josef Lau­mann und lobt damit das Enga­ge­ment, mit dem sich der Kreis und vor allem das Job­center für die Rück­kehr von Lang­zeit­ar­beits­losen in Beschäf­ti­gung ins Zeug legt.

Über das von der alten Bun­des­re­gie­rung auf­ge­legte, aber Ende 2018 aus­lau­fende Pro­gramm zur sozialen Teil­habe haben in der Region sage und schreibe 700 Men­schen den Weg zurück ins Arbeits­leben gefunden und zwar mit allem, was dazu­ge­hört: gere­geltes Leben, eigenes Geld, zurück­ge­won­nene Selbst­ach­tung.

Zugang zu sozialer Beschäftigung soll erschwert werden

Ich werde mich dafür ein­setzen, dass der Kreis bei neuen Bun­des­re­ge­lungen nicht hinten rüber­fällt“, ver­spricht NRW-Mini­ster Lau­mann nach einem Gespräch mit Landrat Michael Makiolla. Lau­mann bezieht sich damit auf den Plan der Bun­des­re­gie­rung, die Vor­aus­set­zungen für den Zugang zu sozialer Beschäf­ti­gung zu ver­schärfen. Sieben Jahre sollen es künftig sein, vier sind es der­zeit.

Damit würde ein Groß­teil der Men­schen, die aktuell über das För­der­pro­gramm soziale Teil­habe eine Beschäf­ti­gung gefunden haben, 2019 aus dem Netz fallen. Enga­ge­ment vor Ort dürfe aber nicht bestraft werden, macht Mini­ster Lau­mann klar: „Des­halb müssen Anschluss­re­ge­lungen gefunden werden, die der Situa­tion vor Ort gerecht werden.“

Richtige Instrumente im Kampf gegen Arbeitslosigkeit

Da wo es mehr Lang­zeit­ar­beits­lose gäbe, müssten auch die Instru­mente und Rah­men­be­din­gungen zur Ver­fü­gung stehen, um ent­schlossen und erfolg­reich gegen­zu­steuern. „Alle über einen Kamm“, könne da schon zu Unge­rech­tig­keiten führen, betont der Mini­ster mit Blick auf bun­des­weit durchaus unter­schied­liche Betrof­fen­heiten.

Im Ruhr­ge­biet gibt es mehr Arbeits­lo­sig­keit als in Bayern. Also muss hier auch mehr geför­dert und getan werden“, meint Mini­ster Lau­mann. Vor allem gehe es darum, wieder Arbeit statt Arbeits­lo­sig­keit zu bezahlen. Kon­krete Zahlen für den Kreis hatte Landrat Michael Makiolla parat: Fast 15.000 Men­schen waren im Juni arbeitslos gemeldet (Arbeits­lo­sen­quote: 7,1 Pro­zent), fast 6.000 davon sind Lang­zeit­ar­beits­lose.

Mehr dau­er­hafte Beschäf­ti­gung in sozialen Arbeits­märkten hätte auch einen nicht zu unter­schät­zenden Neben­ef­fekt. Die ein­ge­sparten Kosten der Unter­kunft könnten mit den Löhnen ver­rechnet werden – min­de­stens ein erfreu­li­ches Null-Summen-Spiel für den Kreis­haus­halt. PK | PKU

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