Lebensgefahr: 22jähriger Hobbyfotograf verursacht Streckensperrung

(ots) — Das Kin­der und Jugend­li­che sich auf Grund feh­len­der Kennt­nis hin und wie­der im Gleis­be­reich auf­hal­ten, ist für die Bun­de­po­li­zei nichts Neu­es. Das sich jetzt aber auch schon erwach­se­ne „Hob­by­fo­to­gra­fen“ in  töd­li­chen Gefahr bege­ben, ist neu.

Ein 22-jäh­ri­ger Mann aus Unna hielt sich Sonn­tag Mit­tag (29. Janu­ar) in den Gleis­an­la­gen an einer Bahn­strecke in Holzwicke­de auf. Ein Zeu­ge hat­te die Poli­zei­leit­stel­le Unna über eine männ­li­che Per­son im Gleis­be­reich infor­miert.

Dar­auf­hin ließ die Bun­des­po­li­zei die Bahn­strecke umge­hend sper­ren. Ein­satz­kräf­te such­ten den Bereich ab und konn­ten in den Bahn­an­la­gen an der Karls­stra­ße einen 22-jäh­ri­gen Mann aus Unna aus den Glei­sen füh­ren.

Nach eige­nen Anga­ben hielt er sich dort auf, um Fotos zu „schie­ßen“. Ein­ge­hend wur­de er anschlie­ßend über die töd­li­chen Gefah­ren, die vom Bahn­be­trieb aus­ge­hen, belehrt.

Durch sei­nen Gleis­auf­ent­halt muss­te die Strecke von 13:15 Uhr bis 13:43 Uhr gesperrt wer­den. Die Bun­des­po­li­zei lei­te­te gegen ihn ein Ord­nungs­wid­rig­kei­ten­ver­fah­ren wegen uner­laub­ten Auf­ent­halts im Gleis­be­reich ein.

In die­sem Zusam­men­hang warnt die Bun­des­po­li­zei vor einem Auf­ent­halt im Gleis­be­reich.

Eige­ne Vor­sicht — bester Unfall­schutz! Die Gefah­ren, die beim Betre­ten von Gleis­an­la­gen und Bahn­über­gän­gen bestehen, wer­den aus bun­des­po­li­zei­li­cher Erfah­rung zumeist unter­schätzt. Unfall­ur­sa­chen sind unter ande­rem unacht­sa­mes oder unsach­ge­mä­ßes Ver­hal­ten auf Eisen­bahn­an­la­gen. Sei­en Sie stets acht­sam, wenn Sie sich an Orten auf­hal­ten, wo sich Züge bewe­gen. Denn Züge …

… durch­fah­ren Bahn­hö­fe mit Geschwin­dig­kei­ten von bis zu 160 Stun­den­ki­lo­me­tern. Durch den ent­ste­hen­den Luft­sog kön­nen unmit­tel­bar an der Bahn­steig­kan­te befind­li­che Gegen­stän­de in Bewe­gung gera­ten.

… kön­nen Hin­der­nis­sen nicht aus­wei­chen und haben einen sehr lan­gen Brems­weg.

… nähern sich fast laut­los.. Ein elek­trisch betrie­be­ner Zug — selbst mit über 200 Stun­den­ki­lo­me­tern — ist für das mensch­li­che Ohr erst wahr­nehm­bar, wenn er bereits vor­bei­fährt!

… fah­ren auch außer­halb des aus­ge­häng­ten Fahr­pla­nes und kön­nen ein Gleis in bei­de Rich­tun­gen befah­ren.

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