Kreis Unna mit schulpsychologischem Engagement „beispielhaft“

Freuen sich über die posi­tive Bilanz, v.l.: Cor­nelia Heinz (Bezirks­re­gie­rung Arns­berg), Bernd Engel­hardt (Aus­schuss Bil­dung und Kultur), Anja Seeber (Fach­be­reichs­lei­terin Schule und Bil­dung), Andreas Hunke (Leiter Bera­tungs­stelle) und Schul­de­zer­nent Tor­sten Göp­fert. (Foto: Fabiana Regino – Kreis Unna)

Amok­läufe an Schulen erschüt­terten vor einigen Jahren Deutsch­land. Der Kreis zog gemeinsam mit dem Land die Kon­se­quenzen und rich­tete die Schul­psy­cho­lo­gi­sche Bera­tungs­stelle für den Kreis Unna ein. Zehn Jahre und über 4.000 Bera­tungen später ist klar: Die Ein­rich­tung ist aus der Schul­land­schaft nicht mehr weg­zu­denken.

Die sechs Psy­cho­logen stehen jeder Schule im Kreis direkt und unkom­pli­ziert mit schul­psy­cho­lo­gi­scher Hilfe zur Seite. „Die Arbeit wird immer not­wen­diger, weil unsere Gesell­schaft zuneh­mend viel­schich­tiger wird“, ver­deut­licht Bernd Engel­hardt, Vor­sit­zender des Aus­schusses für Bil­dung und Kultur, den Stel­len­wert der Bera­tungs­stelle. Her­aus­for­de­rung und Auf­trag zugleich hierbei sei der Leit­ge­danke „kein Kind zurück­zu­lassen“, ergänzt Schul­de­zer­nent Tor­sten Göp­fert.

4 000 Beratungen in zehn Jahren 

Hil­fe­stel­lung geben die Schul­psy­cho­logen in ver­schie­denen Formen. Im beson­deren Fokus steht der prä­ven­tive Ansatz, um Krisen mög­lichst vor­zu­beugen. Schü­ler­be­zo­gene Ein­zel­be­ra­tung, Unter­stüt­zung bei Schul­ent­wick­lungs­pro­jekten, diverse Fort­bil­dungen und Schu­lungen von Kri­sen­teams sind ein Auszug des Port­fo­lios. „Ins­be­son­dere das Thema Mob­bing und daraus resul­tie­rende Situa­tionen gehören zu unserem Bera­tungs­schwer­punkt“, berichtet Andreas Hunke, Leiter der Schul­psy­cho­lo­gi­schen Bera­tungs­stelle, und weiß: „Sen­si­bi­li­sierte Lehrer sind auf­merk­samer, erkennen schwie­rige Situa­tionen eher und reagieren ange­mes­sener“, so Hunkes Erfah­rungen.

Kreis Unna als Vor­bild für andere Kom­munen „Der Kreis Unna ist mit seinem schul­psy­cho­lo­gi­schen Enga­ge­ment bei­spiel­haft“, so Cor­nelia Heinz, Fach­be­auf­tragte für Schul­psy­cho­logie bei der Bezirks­re­gie­rung Arns­berg. Der Kreis sei damit ein Modell für andere Kom­munen. Schul­de­zer­nent Tor­sten Göp­fert gibt das Kom­pli­ment zurück und beschreibt gemeinsam mit Cor­nelia Heinz die Zusam­men­ar­beit kurz und knapp: „pro­duktiv und har­mo­nisch.“

Beide richten den Blick in die Zukunft: „Es ist uner­läss­lich, dass wir die Zusam­men­ar­beit weiter stärken, vor allem sollen Schulen und Jugend­hilfe noch enger ver­zahnt agieren“, so Schul­de­zer­nent Tor­sten Göp­fert. „Die Ansprüche an Schulen und Lehrer steigen stetig. Des­halb müssen wir weiter am Ball bleiben.“ (PK | PKU)

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