Kreis und Polizei informieren: „Von der Schulbank in den Dschihad“

Landrat Makiolla (r.), Sevgi Kahraman-Brust (Kommunales Integrationszentrum Kreis Unna, 2.v.r.), Kriminalhauptkommissarin Heike Redlin und Polizei-Pressesprecher Ralf Hammerl stellten die Veranstaltung „Von der Schulbank in den Dschihad“ vor. Foto: B. Kalle – Kreis Unna

Land­rat Makiol­la (r.), Sev­gi Kahra­man-Brust (Kom­mu­na­les Inte­gra­ti­ons­zen­trum Kreis Unna, 2.v.r.), Kri­mi­nal­haupt­kom­mis­sa­rin Hei­ke Red­lin und Poli­zei-Pres­se­spre­cher Ralf Ham­merl stell­ten die Ver­an­stal­tung „Von der Schul­bank in den Dschi­had“ vor. (Foto: B. Kal­le – Kreis Unna)

(PK) „Von der Schul­bank in den Dschi­had“: Mit einer Ver­an­stal­tung am 17. Juni infor­miert das Kom­mu­na­le Inte­gra­ti­ons­zen­trum des Krei­ses Unna (KI) zusam­men mit der Kreis­po­li­zei­be­hör­de über die mus­li­mi­sche Radi­ka­li­sie­rung Jugend­li­cher. Beginn ist um 14.30 Uhr im Kreis­haus.

Der­zeit gibt es im Kreis­ge­biet kei­ne Pro­ble­me mit radi­kal auf­tre­ten­den Sala­fi­sten“, betont Land­rat Micha­el Makiol­la. Das soll auch so blei­ben. Des­halb sei es wich­tig vor­zu­beu­gen, sind sich die Ver­an­stal­ter von Kreis Unna und Kreis­po­li­zei­be­hör­de einig. „Wir wol­len ver­hin­dern, dass jun­ge Men­schen von radi­kal-mus­li­mi­schen Ide­en ver­führt wer­den“, unter­streicht Land­rat Makiol­la.

Denn auf der Suche nach der eige­nen Iden­ti­tät, nach Aner­ken­nung und Vor­bil­dern sto­ßen Jugend­li­che auch auf radi­ka­le Grup­pie­run­gen und Pre­di­ger, die extre­mi­sti­sche Ansich­ten ver­tre­ten. „Gefähr­det sind alle Jugend­li­chen, egal wel­cher Reli­gi­on sie ange­hö­ren“, sagt Sev­gi Kahra­man-Brust vom Kom­mu­na­len Inte­gra­ti­ons­zen­trum. Eltern, Leh­rer und Sozi­al­ar­bei­ter reagie­ren zum Teil ver­un­si­chert und wis­sen Ver­hal­tens­än­de­run­gen nicht sicher ein­zu­schät­zen.

Gefähr­det sind alle Jugend­li­chen, egal wel­cher Reli­gi­on sie ange­hö­ren“

Sev­gi Kahra­man-Brust (Kom­mu­na­les Inte­gra­ti­ons­zen­trum)

Ent­schei­dend ist es, früh­zei­tig zu erken­nen, wenn jemand auf dem Weg ist, sich zu radi­ka­li­sie­ren“, erklärt die bei der Kreis­po­li­zei für Kri­mi­nal­prä­ven­ti­on zustän­di­ge Kri­mi­nal­haupt­kom­mis­sa­rin Hei­ke Red­lin. Die Ver­an­stal­tung im Kreis­haus soll einen Über­blick über die kom­ple­xe Land­schaft der mus­li­mi­schen Orga­ni­sa­tio­nen geben und die Wege in die Radi­ka­li­sie­rung auf­zei­gen.

Neben Lamya Kad­dor, Islam­wis­sen­schaft­le­rin der Fach­hoch­schu­le Mün­ster, wer­den Peter Krott­mai­er und Gülay Köp­pen vom Poli­zei­li­chen Staats­schutz aus Dort­mund als Refe­ren­ten unter ande­rem erläu­tern, bei wel­chen Zei­chen Erwach­se­ne auf­merk­sam wer­den soll­ten. Eine Vor­stel­lung der Arbeit in den Bera­tungs­stel­len für radi­ka­li­sier­te Jugend­li­che „Weg­wei­ser“ run­det die Ver­an­stal­tung am Mitt­woch, 17. Juni von 14.30 bis 18.30 Uhr im Kreis­haus in Unna ab.

Ein­ge­la­den sind Fach­leu­te aus Schu­len und Jugend­ar­beit wie Leh­rer und Sozi­al­ar­bei­ter, Poli­zei­be­am­te und wei­te­re Mul­ti­pli­ka­to­ren. Aus orga­ni­sa­to­ri­schen Grün­den ist eine Anmel­dung bis Diens­tag, 9. Juni beim Kom­mu­na­len Inte­gra­ti­ons­zen­trum per E-Mail an ki@kreis-unna.de, Fax: 0 23 07 / 9 24 88–88 nötig. Wei­te­re Infor­ma­tio­nen bei Sev­gi Kahra­man-Brust unter T. 0 23 07 / 9 24 88–71.

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