Kreis erstellt Mietspiegel für sieben Kommunen: Was kostet Wohnen wo?

Was kostet Wohnraum wo? Antworten auf diese Frage interessieren längst nicht nur Mieter, sondern auch Kommunen, Wohnungsunternehmen und private Investoren. Transparenz über Stadtgrenzen hinaus heißt das Zauberwort, Zusammenarbeit über Stadtgrenzen hinweg das Ziel, gemeinsamer Mietspiegel der Weg. Für einen solchen gab der Kreistag nun grünes Licht.

Die Federführung bei dem Vorhaben übernimmt der Gutachterausschuss für Grundstückswerte – ein neutrales, beim Fachbereich Vermessung und Kataster des Kreises angedocktes Gremium.

Erste Mietspiegel liegen 2019 vor

Die Fachleute werden als Dienstleister tätig sein und für die im ersten Schritt beteiligten Kommunen Bergkamen, Bönen, Fröndenberg, Holzwickede, Kamen, Selm und Werne jeweils einen Mietspiegel erstellen. Vorliegen sollen die Datensätze erstmals im zweiten Halbjahr 2019, die Fortschreibung ist zwei Jahre später vorgesehen.

Mit den Mietspiegeln aus einem Guss – weil gleiche Kriterien wie etwa Größe, Lage, Ausstattung der Wohnung zu Grunde gelegt werden -, werden Preisentwicklungen transparent und der Vergleich auf interkommunaler Ebene möglich. 

Um die Zahlenwerke mit Daten zu füttern, greift der Fachbereich auf Daten von Vereinen und Wohnungsunternehmen zurück (z.B. Haus und Grund). Diese werden durch Befragungen von Mietern und Vermietern ergänzt.

Kommunen honorieren Leistung des Kreises

Den erkannten Mehrwert und die Leistung des Kreises – für die Aufgabenerledigung ist eine halbe Stelle vorgesehen – werden die beteiligten Kommunen honorieren: Bönen und Holzwickede werden jeweils 3 000 Euro zahlen, Fröndenberg 3 500 Euro, Selm 4 000 Euro, Werne 4 500 Euro, Kamen 6 500 Euro und Bergkamen 7 000 Euro. Festgezurrt wird die interkommunale Zusammenarbeit mit einer öffentlich-rechtlichen Vereinbarung. PK | PKU

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