Kreis-Bilanz 2014: Über 80 „Klüngelkerle“ illegal unterwegs

Alt­klei­der sind oft zu scha­de für die Müll­ton­ne, und Schrott ent­hält häu­fig kost­ba­re Roh­stof­fe. Des­halb sind sol­che Wert­stof­fe zu recy­celn und auf­grund des mög­li­chen Gewinns auch sehr begehrt. Doch nicht jeder darf ein­fach so zugrei­fen. Schrott- und Alt­klei­der­samm­lun­gen müs­sen seit 2012 beim Kreis ange­zeigt wer­den. Das haben aber 2014 längst nicht alle Samm­ler getan.

81 ille­ga­le Schrott­samm­ler wur­den 2014 fest­ge­stellt. Das geht aus der Jah­res­sta­ti­stik des Fach­be­reichs Natur und Umwelt beim Kreis her­vor. Ledig­lich zehn Schrott­samm­ler, im Volks­mund Klün­gel­ker­le genannt, hat­ten sich beim Kreis gemel­det. Dane­ben wur­den fünf gemein­nüt­zi­ge Alt­klei­der­samm­lun­gen und zwei gewerb­li­che Alt­klei­der­samm­lun­gen ange­zeigt.

Die Anzei­ge­pflicht soll für mehr Trans­pa­renz sor­gen und so die Ver­brau­cher schüt­zen. Schließ­lich ist der Han­del mit Schrott und Alt­klei­dern ein Mil­lio­nen­ge­schäft, in dem auch unse­riö­se Fir­men mit­mi­schen. Man­che sug­ge­rie­ren sogar fälsch­li­cher­wei­se, für einen guten Zweck zu sam­meln. „Um ille­ga­len Samm­lern auf die Spur zu kom­men, sind wir auf Hin­wei­se aus der Bevöl­ke­rung ange­wie­sen“, sagt Andre­as Schnei­der, Sach­ge­biets­lei­ter Gewerb­li­cher Umwelt­schutz und Abfall­wirt­schaft beim Kreis.

Die Kreis­ver­wal­tung über­prüft die Samm­ler daher nach fest­ge­leg­ten Kri­te­ri­en. So wird neben dem Unter­neh­men selbst auch Art, Aus­maß und Dau­er der Samm­lung abge­klopft. Ein beson­de­res Augen­merk legt der Kreis auch auf die Ver­wer­tungs­we­ge.

Wer nicht möch­te, dass sei­ne Alt­klei­der dubio­sen Geschäf­te­ma­chern in die Hän­de fal­len, soll­te daher genau hin­schau­en, ob der Schrift­zug auf dem Con­tai­ner ein­deu­tig auf eine ihm viel­leicht schon bekann­te jewei­li­ge Orga­ni­sa­ti­on hin­weist. Wer auf Num­mer sicher gehen will, gibt sei­ne Alt­tex­ti­li­en in einen der kreis­weit fast 420 grü­nen Con­tai­ner mit dem Logo der kreis­ei­ge­nen Gesell­schaft für Wert­stoff- und Abfall­wirt­schaft (GWA), die mit den gemein­nüt­zi­gen Orga­ni­sa­tio­nen im Kreis zusam­men­ar­bei­tet. Die Erlö­se aus der Ver­mark­tung der Alt­klei­der flie­ßen hier auch in kari­ta­ti­ve Pro­jek­te auf Kreis­ebe­ne.

Wer eine ille­ga­le Abfall­ent­sor­gung im Kreis­ge­biet beob­ach­tet und mel­den möch­te, kann sich an den Kreis Unna wen­den, T. 0 23 03 / 27–11 72.

 

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