Kopfläuse haben immer Hochsaison: Aktuell viele Fälle gemeldet

by CC0 Creative Commons pixabay.de

(Foto: by CC0 Crea­ti­ve Com­mons)

Hoch­sai­son für unan­ge­neh­me klei­ne Krabb­ler ist mitt­ler­wei­le ganz­jäh­rig. Aktu­ell wer­den dem Kin­der- und Jugend­ärzt­li­chen Dienst vie­le Fäl­le von Kopf­läu­sen in Schu­len und Kin­der­gär­ten gemel­det. Doch mit einer kon­se­quen­ten Behand­lung las­sen sie sich in den Griff bekom­men.

Im Jahr 2017 zeig­ten Schu­len und Kin­der­gär­ten der Gesund­heits­be­hör­de 880 Fäl­le von Kopf­laus­be­fall an“, sagt Dr. Petra Win­zer-Milo, Lei­te­rin des Kin­der- und Jugend­ärzt­li­chen Dien­stes. „Das waren fast 200 mehr als 2016. Bis Mit­te Juni wur­den in die­sem Jahr schon fast 500 Fäl­le gemel­det.“

Tref­fen kann es jeden, wie die Ärz­tin weiß: „Kopf­laus­be­fall hat nichts mit feh­len­der Sau­ber­keit zu tun. Ursa­che sind viel­mehr enge zwi­schen­mensch­li­che Kon­tak­te.“ Bei einem Kopf­laus­be­fall des Kin­des müs­sen die Eltern han­deln: Sie sind gesetz­lich ver­pflich­tet, der Lei­tung der Schu­le oder Kita den Befall mit­zu­tei­len, damit dort einer wei­te­ren Ver­brei­tung vor­ge­beugt wer­den kann.

Wichtig: konsequente Behandlung

Am Tag eins der Dia­gno­se soll – unter genau­er Beach­tung aller Hin­wei­se der Her­stel­ler – mit einem geeig­ne­ten Insek­ti­zid behan­delt wer­den, emp­fiehlt Dr. Win­zer-Milo. Wich­tig ist es, die Behand­lung kon­se­quent durch­zu­zie­hen, weil bis zum ach­ten Tag noch Lar­ven nach­schlüp­fen und ab dem elf­ten Tag jun­ge Weib­chen bereits neue Eier able­gen kön­nen.

Mög­li­che Feh­ler in der Behand­lung sind zu kur­ze Ein­wirk­zei­ten, zu spar­sa­mes Aus­brin­gen, eine ungleich­mä­ßi­ge Ver­tei­lung oder eine zu star­ke Ver­dün­nung des Mit­tels in trie­fend nas­sem Haar. Auch wenn die Behand­lung nicht kon­se­quent wie­der­holt wird, kann sich der Befall län­ger hin­zie­hen“, warnt Dr. Win­zer-Milo.

Weitere Info

Der Kin­der- und Jugend­ge­sund­heits­dienst des Krei­ses Unna hat Falt­blät­ter zum The­ma „Kopf­läu­se“ in deut­scher, tür­ki­scher und rus­si­scher Spra­che erstellt, die von Kin­der­ta­ges­ein­rich­tun­gen und Schu­len zur Wei­ter­ga­be an die Eltern ange­for­dert wer­den kön­nen. Unter www.kreis-unna.de kann das Falt­blatt her­un­ter­ge­la­den wer­den.

Print Friendly, PDF & Email

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.