Kita im Wohnpark Enscherquelle: SPD und CDU nehmen weniger Grünanteil hin

Planskizze des künftigen Wohnparks Emscherquelle aussehen: Auf dem freien Grünstreifen in der Mitte des Neubaugebietes soll die vierzügige Kita entstehen. (Foto: WILMA Wohnen West GmbH)
Plan­skizze des künf­tigen Wohn­parks Emscher­quelle aus­sehen: Auf dem freien Grün­streifen in der Mitte des Neu­bau­ge­bietes soll die vier­zü­gige Kita ent­stehen. (Foto: WILMA Wohnen West GmbH)

Auch die Anpas­sung des Bebau­ungs­planes Wohn­park Emscher­quelle für die dort vor­ge­se­hene vier­zü­gige Kin­der­ta­ges­stätte stand noch einmal auf der Tages­ord­nung des Pla­nungs- und Bau­aus­schusses am Diens­tag­abend. Die Grünen sahen hier noch Gesprächs­be­darf. Dass die zusätz­li­chen für die Kita benö­tigten 1.227 m2 Fläche vom öffent­li­chen Grün­an­teil genommen und noch dazu von der Gemeinde ange­kauft werden sollen, gefällt den Grünen ganz und gar nicht.

Denn dadurch würde sich der Grün­flä­chen­an­teil des Neu­bau­ge­bietes, der von der Gemeinde mit 50 Pro­zent vor­ge­schrieben ist, und ohnehin schon nur noch bei 36 Pro­zent liegt, noch weiter redu­zieren. „Hier sehen wir eine deut­liche Par­al­lele zum Bau­ge­biet Caro­line“, so Frak­ti­ons­spre­cher Fried­helm Klemp. „Auch da sollten ursprüng­lich mehr Grün­flä­chen aus­ge­wiesen werden und wurde der Bebau­ungs­plan im Nach­hinein noch viele Male geän­dert.“

Auch dass der Kreis Unna oder die Gemeinde die Fläche für die Kita vom Inve­stor Wilma für rd. 400 000 Euro erwerben soll, finden die Grünen nicht in Ord­nung. Zum einen habe der Inve­stor ver­pflichtet, nach der 25%-Regel einen Kreisel an der Sölder Straße/​Breiter Weg zu finan­zieren. Dieser Kreisel wird aus ver­kehrs­tech­ni­schen Gründen aber gar nicht mehr benö­tigt. Zudem sei die vier­zü­gige Kita ein wert­volles Argu­ment bei der Ver­mark­tung des Gebietes. Des­halb sollte die Gemeinde noch einmal mit dem Inve­stor ver­han­deln.

Mehr öffentliches Grün „gar nicht zu pflegen“

Es sei richtig, dass die Gemeinde noch wei­tere Ver­hand­lungen mit dem Inve­stor über einen Aus­gleich nach der 25%-Regelung führen muss, so SPD-Spre­cher Michael Klim­ziak. „Der Standort des Kin­der­gar­tens im Wohn­park war jedoch von Anfang dort vor­ge­sehen und ist unstrittig.“ Auch gebe es für die Wilma keinen Grund der Gemeinde die Fläche kostenlos zu über­lassen. „Der Inve­stor hat das Gelände doch gar nicht von uns gekauft, son­dern vom Bund.“ Den gefor­derten Grün­an­teil sieht die SPD „allein schon durch die pri­vaten Gärten“ erfüllt. „Mehr öffent­li­chen Grün könnte unser Bau­be­triebshof doch auch gar nicht mehr richtig pflegen, wie man doch jetzt schon erkennen kann im Gemein­de­ge­biet.“ 

Auch die CDU ist bereit, den redu­zierten öffent­li­chen Grün­an­teil hin­zu­nehmen. Die anderen Frak­tionen aller­dings nicht: FDP und auch Bür­ger­block sehen es ähn­lich wie die Grünen: Es gebe eine ganze Reihe von zwin­genden Vor­gaben für den Bebau­ungs­plan, dar­unter ein öffent­li­cher Grün­an­teil von 50 Pro­zent. Auch bei dem Bür­ger­be­gehren, erin­nerte Aus­schuss­vor­sit­zender Wil­fried Brink­mann, „sind wir sei­ner­zeit von ganz anderen Vor­aus­set­zungen aus­ge­gangen. Diese Vor­aus­set­zungen können wir doch jetzt nicht so ein­fach über den Haufen werfen. Des­halb sind wir für einen Grün­aus­gleich.“ 

Auch FDP-Spre­cher Fritz Bern­hardt betonte: „Wir sind pla­ne­risch sicher nicht so weit, dass Wilma nichts mehr ändern könnte an der Pla­nung. Darum ist es nicht richtig, solche For­de­rungen ein­fach abzu­würgen.“ Der Bebau­ungs­plan sei noch offen und gar nicht beschlossen. In Gespräche zu diesem Thema wird die Ver­wal­tung trotzdem nicht treten: Denn mit den Stimmen der SPD und CDU wurde der Antrag der Grünen abge­lehnt.

Parkplatz Haarstrang-Anlage: Asphalt statt Pflaster

Den Parkplatz an der Haarstrang-Sportanlage wird befestigt, die ca. 95 Stellplätze mit Rasengittersteinen und einer asphaltierten Fahrgasse hergerichtet. Kosten: rd. 175.000 Euro. (Foto: P. Gräber - Emscherblog.de)
Den Park­platz an der Haarstrang-Sport­an­lage wird befe­stigt, die ca. 95 Stell­plätze mit Rasen­git­ter­steinen und einer asphal­tierten Fahr­gasse her­ge­richtet. Kosten: rd. 175.000 Euro. (Foto: P. Gräber – Emscherblog.de)

Die Frak­tionen nahmen außerdem die Pla­nung für die Sanie­rung des Park­platzes an der Haarstrang-Sport­an­lage zur Kenntnis und emp­fahlen, die Ver­wal­tung mit den wei­teren Pla­nungs­schritten zu beauf­tragen. Rund 200.000 Euro stehen für diese Maß­nahme im Haus­halt bereit.

Rea­li­siert werden soll zu Gesamt­ko­sten von rund 175.000 Euro eine asphal­tierte Fahr­gasse auf dem Park­platz. Die Stell­plätze sollen in Rasen­git­ter­steinen aus­ge­führt werden. Ins­ge­samt werden ca. 95 Stell­plätze ange­legt, dar­unter auch zwei behin­der­ten­ge­rechte an der Zuwe­gung zum Sport­platz. Damit der Park­platz aus­rei­chend aus­ge­leuchtet werden kann, sollen vier zusätz­liche Beleuch­tungs­punkte ange­legt und die fuß­läu­figen Wege im Norden und Süden des Platzes über­ar­beitet werden. Der vor­han­dene Baum­be­stand wird erhalten.

Die Rasen­git­ter­steine auf den Stell­plätzen ermög­li­chen eine Ver­sicke­rung des Ober­flä­chen­was­sers. Aller­dings ist dafür eine was­ser­recht­liche Geneh­mi­gung not­wendig, da es sich um ein Was­ser­schutz­ge­biet III han­delt, worauf Rolf Reh­ling von den Grünen die hin­wies.

Aus­ge­führt werden die Arbeiten in enger Abstim­mung mit den Nut­zern (Sport­ver­einen) der Anlage. Die Bau­maß­nahme soll zwei­ge­teilt aus­ge­führt werden, so dass jeweils eine Hälfte des Park­platzes zur Ver­fü­gung stehen wird. 

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