Schülerfirma produziert weniger Abfälle in Cafeteria der Josef-Reding-Schule

Sozialpädagoge Dennis Herkelmann (4.v.l.) und die Jugendlichen der Schülerfirma hinter dem neuen Tresen in der Cafeteria: Ab nächste Woche arbeiten die Jugendlichen abfallärmer mit Butterbrotdosen und Spültassen. (Foto: P. Gräber – Emscherblog.de)  

Die Jugendlichen der Schülerfirma der Josef-Reding-Hauptschule haben sich schon vor den Ferien Gedanken gemacht, wie sie umweltfreundlicher arbeiten können. Heute stellten sie gemeinsam mit dem Sozialpädagogen Dennis Herkelmann das Ergebnis vor.

Wenn die Schülerfirma nächste Woche startet, müssen sich die Jugendlichen auf einige Neuerungen einstellen: Statt Tüten für die belegten Pausenbrötchen gibt es ab sofort nur noch wiederverwendbare Butterbrotdosen als Verpackung und auch auf Papierservietten wird ganz verzichtet, wie Dennis Herkelmann erläutert: „Wir hatten allein im vergangenen Jahr 9 000 Papiertüten im Müll. Darum war es den Schülern ein Anliegen, weniger Müll zu produzieren.“  

Darum wurden neue Butterbrotdosen angeschafft, die zum Preis von einem Euro von den Schülern erworben werden können.

Verzicht auf Pappbecher, Servietten und Papiertüten

Damit nicht genug: Auch auf Pappbecher verzichtet die von der Schülerfirma betriebene Cafeteria ab sofort komplett. Die Schüler können stattdessen ihre Heißgetränke in richtigen Spültassen erwerben, die ebenfalls angeschafft wurden. Damit es auch einen Rücklauf für die neuen Tassen gibt, können die Jugendlichen einen Einkaufschip für einen Euro erwerben, der quasi als Pfand genutzt wird.

Die Brotdosen und die Tassen haben zusammen 700 Euro gekostet, wovon der Förderverein der Hauptschule 400 Euro und die Schülerfirma den Rest aus ihren Erlösen gezahlt hat.

Besonders stolz sind die Jugendlichen der Schülerfirma auch auf ihren neuen Tresen in der Cafeteria. Überhaupt scheint die Schülerfirma im Aufwind, wie Dennis Herkelmann erklärt: „Wir haben inzwischen 54 Schüler, die mitmachen. Besonders schön ist, dass die Jugendlichen aus den Jahrgängen 7 bis 10 kommen, also ganz bunt gemischt sind.“

Ab nächste Woche stehen dann jeden Schultag ab 7.15 Uhr und in den Pausen jeweils fünf bis sechs Schüler hinter dem Tresen in der Cafeteria und bedienen ihre Mitschüler – künftig auch deutlich abfallärmer und damit umweltfreundlicher.

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visage

Dipl.-Journalist

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