Josef-Reding-Schule feiert 50. Geburtstag gemeinsam mit ihrem Namensgeber

Am offizielen Festakt zum 50. Geburtstag der Josef-Reding-Schule im Forum nahmen zahlreiche Gäste aus Politik, Verwaltung, Instutionen der Gemeinde, ehemalige und aktuelle Mitglieder des Kollegiums sowie auch der Namensgeber der Schule, der Dortmunder Schriftsteller Josef Reding (89 J.) mit seiner Frau teil. (Foto: P. Gräber - Emscherblog.de)

Am offizie­len Fes­takt zum 50. Geburt­stag der Josef-Red­ing-Schule im Forum nah­men zahlre­iche Gäste aus Poli­tik, Ver­wal­tung, den Instu­tio­nen der Gemeinde, ehe­ma­lige und aktuelle Mit­glieder des Kol­legiums sowie auch der Namensge­ber der Schule, der Dort­munder Schrift­steller Josef Red­ing (89 J.) mit sein­er Frau teil. (Foto: P. Gräber — Emscherblog.de)

Die Josef-Red­ing-Schule feierte heute ihren 50. Geburt­stag ganz groß: Zum offiziellen Fes­takt ab 10.30 Uhr im Forum waren neben den Vertretern aus Poli­tik, Ver­wal­tung, den Vere­inen und Insti­tu­tio­nen der Gemeinde auch 36 ehe­ma­lige Lehrerin­nen und Lehrer der Holzwicked­er Hauptschule erschienen sowie der Namensge­ber der Schule, der Dort­munder Schrift­steller und seine Frau Rose­marie.

Bürgermeisterin Ulrike Drossel ließ sich von Josef Reding noch einmal eine Widmung in sein Buch schreiben, das er ihr vor acht Jahren schon schenkte und signiert hatte. (Foto: P. Gräber - Emscherblog.de)

Bürg­er­meis­terin Ulrike Drossel ließ sich von Josef Red­ing noch ein­mal eine Wid­mung in sein Buch schreiben, das er ihr vor acht Jahren schenk­te und sig­niert hat­te. (Foto: P. Gräber — Emscherblog.de)

Josef Red­ing hat es nach eigen­er Aus­sage stets als eine Ehre, aber auch als eine Verpflich­tung emp­fun­den, dass die Holzwicked­er Hauptschule sich nach ihm, ein­er zeit­genös­sis­chen noch leben­den Per­sön­lichkeit, benan­nt hat. Die Anre­gung dazu kam sein­erzeit von Man­fred Schulte-Alte­dorneb­urg. Sein­er Schule in Holzwickede ist Red­ing anschließend in beson­der­er Weise ver­bun­den geblieben. Der Dort­munder Arbeit­er­schrift­steller, der zahlre­iche Romane, Kurzgeschicht­en, aber auch Gedichte ver­fasste, besuchte die Holzwicked­er Hauptschule in jün­geren Jahren regelmäßig, hielt Vorträge im Unter­richt. Auch wenn seine Gesund­heit es inzwis­chen immer sel­tener zulässt, an sein­er Schule vor­bei zu schauen, so nimmt Red­ing doch auch noch im Alter von nun­mehr 89 Jahren inter­essiert Anteil an den Geschick­en sein­er Schule.

Zulet­zt war Josef Red­ing im Jan­u­ar 2010 in Holzwickede anlässlich der Ausze­ich­nung Holzwickedes als „Gemeinde ohne Ras­sis­mus – mit Courage”.  Umso größer die Freud, dass Josef Red­ing heute am Fes­takt zum 50. Geburt­stag sein­er Schule gemein­sam mit sein­er Frau teil­nehmen kon­nte.

Bürg­er­meis­terin Ulrike Drossel ließ es sich nicht nehmen, Josef Red­ing zu bit­ten, ein weit­eres Mal ein Buch zu sig­nieren, das er Holzwickedes Bürg­er­meis­terin vor acht Jahren mit ein­er Wid­mung über­re­icht hat­te, weil ihm ein Auto­gramm auf ein­er Servi­ette zu pro­fan erschien.

Respekt und Anerkennung für Arbeit des Kollegiums

Nach der Begrüßung durch Schulleit­er Klaus Helmig ergrif­f­en auch Bürg­er­meis­terin Ulrike Drossel, die stel­lvertre­tende Lan­drätin des Kreis­es Unna, Elke Mid­den­dorf, sowie der Vor­sitzende Schu­lauss­chuss­es der Gemeinde, Michael Klimzi­ak, das Wort. Sie alle bekun­de­ten Respekt für die her­vor­ra­gende Arbeit des Kol­legiums, beton­ten die Bedeu­tung dieser Schul­form, die schon oft tot­ge­sagt wor­den sei und sagten ihre weit­ere Unter­stützung und Förderung zu.

Tat­säch­lich gibt es auch bald nur noch vier Hauptschule im Kreis Unna —  doch die Josef-Red­ing-Schule ist lebendi­ger denn je. „Wie oft mussten wir schon hören, dass die Hauptschule keine Zukun­ft mehr hat“, so Michael Klimzi­ak. „Doch heute kön­nen wir stolz auf diese lebendi­ge Schule sein, die einen her­vor­ra­gen­den Ruf weit über die Gren­zen der Gemeinde hin­aus hat.“

Nach den offiziellen Reden wurde eine 36-minütige Vide­ofilm zur Geschichte der Josef-Red­ing-Schule gezeigt. Erstellt hat die Doku­men­ta­tion Detlef Drossel gemein­sam mit Rein­hard Strauß, seinem Schwa­ger und ehe­ma­li­gen Lehrer der Schule.

Videofilm zur Schulgeschichte

Für ihre Doku­men­ta­tion kon­nten die bei­den aus dem Fun­des der ehe­ma­li­gen Film-AH der Schule schöpfen. Zu sehen waren aber auch Bewegt­bilder von der Grund­stein­le­gung für die Schule mit dem dama­li­gen Bürg­er­meis­ter Erwin Heller. Sein­erzeit hat­te die Gemeinde rund 12 000 Ein­wohn­er, heute sind es über 17 000. Nicht der einzige Unter­schied: 1968 küm­merten sich zwölf Lehrer um Klassen mit jew­eils über 40 Schülern, heute sind es 36 Päd­a­gogen und die Klassen­störke betrl­gt etr­was mehr als 20 Schüler.

Ehe­ma­lige Lehrer wie Klaus Heimeshof, Gabriele Ermel­ing, Gün­ther Mün­ne­mann kom­men in dem Film eben­so zu Wort wie frühere Schüler. Beate Schulz etwa, die ihrem alten Lehrer Klaus Heimeshof heute als Steuer­ber­a­terin seine Steuer­erk­lärung erledigt, Chris­tine Schmidt, heute selb­st Schullei­t­erin in Schw­erte, oder die Kün­st­lerin Ilkas Brek­er. Aber auch Mit­glieder des aktuellen Kol­legiums, der Haus­meis­ter Volk­er Krämer oder Schul-Sozialpäd­a­goge Den­nis Herkel­mann wur­den inter­viewt.  Wie fortschrit­tlich die Josef-Red­ing-Schule schon damals war, zeigte ein Sequenz der Film-AG, die mit dem ersten Schulleit­er Franz Dahlhoff die Arbeit der Tagess­chau analysierte und dafür auch Mr. Tagess­chau Karl­heinz Köp­ke per­sön­lich in Ham­burg besuchte.

Buntes Programm und Ehemaligentreffen

Mit dem einem poet­is­chen Vor­trag „Bild des Lebens“ des Zirkus-Päd­a­gogen Alexan­der Koplin und einem anschließen­den Geburt­stagsständ­chen klang der offizielle Fes­takt aus.

Draußen standen dann tagsüber zwei Vorstel­lun­gen des Zirkus ohne Gren­ze im Mit­telpunkt des Schulfestes- Damit den Besuch­ern außer­halb der Vorstel­lun­gen nicht lang­weilig wurde, hat­te die Schule auf dem Pausen­hof gemein­sam mit ihren Koop­er­a­tionspart­nern Tre­ff­punkt Vil­la, DRK, Aktive Bürg­er­schaft, Ort­sju­gen­dring ein Kisten­klet­tern, Bungee-Run, eine Hüpf­burg, das Spiel­mo­bil sowie Imbiss- und Getränkestände organ­isiert. Alle, die sich über die Josef-Red­ing-Schule informieren woll­ten, kon­nten dies bei einem Rundgang durch die Klassen­räume tun.

Für viele der absolute Höhep­unkt war dann ab 18.30 Uhr das große Tre­f­fen aller Ehe­ma­li­gen der Schule. Nicht weniger als über 1 000 Gäste wur­den dazu erwartet.

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visage

Dipl.-Journalist

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