Jahresbilanz der Erstaufnahmeeinrichtung: Viele Asylsuchende aus Syrien

Fach­be­reichs­lei­ter Fer­di­nand Adam (r.) und Seba­sti­an Schmidt aus der Erst­auf­nah­me­ein­rich­tung in Unna-Massen zei­gen die neu­en Weg­wei­ser (Foto: B. Kal­le – Kreis Unna)

(PK) Die Erst­auf­nah­me­ein­rich­tung Unna-Massen ist eine von ins­ge­samt acht in Nord­rhein-West­fa­len. Im Jahr 2016 haben sich dort im Ver­gleich zum Vor­jahr deut­lich weni­ger asyl­su­chen­de Men­schen regi­strie­ren las­sen. Das geht aus der Jah­res­bi­lanz der EAE her­vor.

So wur­den im ver­gan­ge­nen Jahr in der EAE 8.343 Men­schen regi­striert. Zum Ver­gleich: Seit die EAE zum 1. Juli 2015 ihren Betrieb auf­nahm, wur­den allein bis zum 31. Dezem­ber 2015 ins­ge­samt 15.970 Per­so­nen regi­striert – also inner­halb eines hal­ben Jah­res nahe­zu dop­pelt so vie­le wie im gesam­ten Jahr 2016.

Die mei­sten Men­schen, die sich im ver­gan­ge­nen Jahr als Asyl­su­chen­de regi­strie­ren lie­ßen, kamen aus Syri­en, Afgha­ni­stan, dem Irak sowie den West­bal­kan-Staa­ten Alba­ni­en und Ser­bi­en in die Erst­auf­nah­me­ein­rich­tung“, erklärt der zustän­di­ge Sach­ge­biets­lei­ter beim Kreis Unna, Frank Hoo­se.

Die Erst­auf­nah­me­ein­rich­tung in Unna-Massen wird vom Kreis im Auf­trag und auf Kosten des Lan­des betrie­ben. Hier wer­den Flücht­lin­ge unmit­tel­bar nach ihrer Ankunft in Deutsch­land regi­striert, gesund­heit­lich unter­sucht und geröntgt. Dazu blei­ben die Asyl­su­chen­den etwa fünf bis sie­ben Tage in der Erst­auf­nah­me­ein­rich­tung, bevor sie anschlie­ßend in zen­tra­le Unter­brin­gungs­ein­rich­tun­gen gebracht wer­den. Anschlie­ßend wer­den sie einer Stadt oder Gemein­de zuge­wie­sen.

Im Lau­fe des ver­gan­ge­nen Jah­res hat es bei der Regi­strie­rung deut­li­che Ver­bes­se­run­gen gege­ben: „Seit April haben wir die nöti­ge Tech­nik, um die Men­schen mit Fin­ger­ab­druck und Foto ein­deu­tig zu iden­ti­fi­zie­ren“, unter­streicht Fach­be­reichs­lei­ter Fer­di­nand Adam. „Und die­se Daten wer­den mit ande­ren Behör­den abge­gli­chen.“

Neben der Regi­strie­rung küm­mern sich die Mit­ar­bei­ter in der Erst­auf­nah­me­ein­rich­tung unter ande­rem auch um die enge Abstim­mung mit dem Jugend­amt der Stadt Unna zur Fest­stel­lung des Alters und Unter­brin­gung unbe­glei­te­ter min­der­jäh­ri­ger Aus­län­der und die Auf­nah­me der Asyl­su­chen­den in das System zur bun­des­wei­ten Ver­tei­lung nach dem so genann­ten Königs­stei­ner Schlüs­sel.

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