Jahresbilanz der Erstaufnahmeeinrichtung: Viele Asylsuchende aus Krisengebieten

Jahresbilanz der Erstaufnahmeeinrichtung Viele Asylsuchende aus Krisengebieten

Weni­ger Regi­strie­run­gen im Jahr 2017: Erst­auf­nah­me­ein­rich­tung  Unna-Massen. (Foto: Bezirks­re­gie­rung)

Syri­en, Afgha­ni­stan, Irak – die Her­kunfts­län­der der ins­ge­samt 7.537 Men­schen, die in der Erst­auf­nah­me­ein­rich­tung (EAE) Unna-Massen 2017 regi­striert wur­den, liest sich wie eine Liste von Kri­sen­län­dern. Ins­ge­samt zeigt die Sta­ti­stik aber, dass erneut weni­ger asyl­su­chen­de Men­schen kamen.

So wur­den im Jahr 2016 in der EAE noch 8.343 Men­schen regi­striert. 2015 zähl­ten die Mit­ar­bei­ter in einem hal­ben Jahr allei­ne 15.970 Per­so­nen. „Die mei­sten Men­schen kamen 2017 aus Syri­en, Afgha­ni­stan, Irak, Nige­ria und den West­bal­kan-Staa­ten in die Erst­auf­nah­me­ein­rich­tung“, erklärt EAE-Lei­ter Frank Hoo­se.

Erstaufnahme nur noch in Ausnahmefällen in Unna

Die Erst­auf­nah­me­ein­rich­tung in Unna-Massen wird vom Kreis im Auf­trag und auf Kosten des Lan­des betrie­ben. Bis­her wur­den dort Flücht­lin­ge unmit­tel­bar nach ihrer Ankunft in Deutsch­land regi­striert. Mit dem Start der Lan­deserst­auf­nah­me­ein­rich­tung NRW (LEA) in Bochum soll das in Unna aber nur noch in Aus­nah­men pas­sie­ren – die erste Annah­me und Ver­tei­lung über­nimmt künf­tig die LEA.

Die Mit­ar­bei­ter der EAE haben auch ohne die Regi­strie­rung viel Arbeit: Sie müs­sen Asyl­an­trä­ge, ärzt­li­che Unter­su­chun­gen und Impf­an­ge­bo­te koor­di­nie­ren. Auch der Trans­fer an die Unter­brin­gungs­ein­rich­tun­gen im gan­zen Land wird von der EAE orga­ni­siert.

Um auch künf­tig alle anfal­len­den Auf­ga­ben erle­di­gen zu kön­nen, sind die Mit­ar­bei­ter in ein neu­es Ver­wal­tungs­ge­bäu­de an der Lip­pe­stra­ße gezo­gen. Künf­tig fin­den dort auch die ärzt­li­chen Unter­su­chun­gen sowie die Abstim­mung mit dem Jugend­amt der Kreis­stadt Unna zur Fest­stel­lung des Alters und Unter­brin­gung unbe­glei­te­ter min­der­jäh­ri­ger Aus­län­der statt. Seit dem 18. Dezem­ber 2017 arbei­ten die Mit­ar­bei­ter von dort aus. (PK|PKU)

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