Höhere Grundgebühren lassen neuen Wasserpreis steigen

Die Holzwickeder Haushakte werden sich auf einen steigenden Wasserpreis einstellen müssen. (Foto: _piu700_pixelio.de)

Die Holzwickeder Haus­halte werden sich auf einen stei­genden Was­ser­preis ein­stellen müssen. (Foto: piu700_pixelio.de)

Schon seit mehr als einem Jahr ver­sucht der Leiter der kom­mu­nalen Was­ser­ver­sor­gung, Stefan Peters­mann, die Politik und Bürger von Holzwickede auf einen neuen Was­ser­preis vor­zu­be­reiten. Wobei es für die Was­ser­ver­sor­gung nicht ein­fach nur damit getan sein wird, den Was­ser­preis zu erhöhen. Viel­mehr muss die ganze Preis­struktur ver­än­dert werden.

Der Grund: Wäh­rend die Infra­struktur der Was­ser­ver­sor­gung (Lei­tungs­netz, Per­sonal usw.) unver­än­dert gleich geblieben ist, sinkt der Was­ser­ver­brauch seit Jahren. Was umwelt­po­li­tisch durchaus positiv zu sehen ist, erfor­dert aus betriebs­wirt­schaft­li­cher Sicht eine Kor­rektur. „Unser Was­ser­preis besteht zu fast 70 Pro­zent aus Fix­ko­sten und ist damit viel zu anla­gen­la­stig“, betont Betriebs­leiter Stefan Peters­mann seit Jahren gebets­müh­len­artig. „Wir müssen des­halb den Anteil der Grund­ge­bühren am Was­ser­preis erhöhen.“

Was Peters­mann bis­lang nur theo­re­tisch ange­kün­digt hatte, unter­mau­erte er im Betriebs­aus­schuss am Mon­tag­abend (20.6.) erst­mals auch mit kon­kreten Zahlen. „Der neue Was­ser­lie­fe­rungs­ver­trag wird im näch­sten Jahr etwas grund­preis­la­stiger sein“, erklärte Peters­mann in der Sit­zung. Um zu ver­deut­li­chen, was damit auf die Holzwickeder Haus­halte ab näch­stes Jahr zukommen wird, legte er eine Modell­rech­nung vor, die auf den alten Zahlen des aktu­ellen Jahres mit der Preis­struktur des näch­sten Jahres basiert.

Ich habe aber Sorge dafür getragen, dass nie­mals mehr als maximal 50 Euro Mehr­ko­sten im Jahr für einen Pri­vat­haus­halt durch die neue Preis­struktur anfallen können“

Stefan Peters­mann, Leiter der kom­mu­nalen Was­ser­ver­sor­gung

Danach würde der 4-Per­sonen-Muster­haus­halt in Holzwickede bei einem Ver­brauch von 160 m Frisch­wasser 95 Cent im Monat mehr bezahlen als nach der alten Preis­struktur. Das hört sich nicht viel an. Bei weniger Per­sonen und einem gerin­geren Was­ser­ver­brauch könnte die Preis­stei­ge­rung auch zwei Euro pro Monat oder noch höher aus­fallen, räumt Stefan Peters­mann ein. „Ich habe aber dafür gesorgt, dass für einen Pri­vat­haus­halt nicht mehr als maximal 50 Euro Mehr­ko­sten im Jahr durch die neue Preis­struktur anfallen können“, ver­si­chert der Betriebs­leiter.

Beschlossen werden soll der neue Was­ser­preis auf Grund­lage der neuen Preis­struktur erst im Dezember, Bis dahin haben die Frak­tionen noch Zeit zu beraten.

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