Historischer Verein übergibt wertvollen Kartenschatz

Historischer Verein

Von links: Eva Börger (Fach­be­reichs­lei­terin Ver­mes­sung und Kata­ster), Landrat Michael Makiolla, Detlef Walzok (Sach­ge­biets­leiter Geo­daten), Car­sten Schmidt (Sach­be­ar­beiter), Regina Jauer sowie Anne­gret Extern­brink und Andreas Hei­de­mann (beide Histo­ri­scher Verein) bei der Über­gabe der histo­ri­schen Karten im Kreis­haus. (Foto: Peter Gräber)

Ein echter histo­ri­scher Schatz wech­selte heute (2. März) im Kreis­haus den Besitzer: Der Histo­ri­sche Verein Holzwickede hat dem Fach­be­reich Ver­mes­sung und Kata­ster des Kreises Unna ins­ge­samt 18 alte Kata­ster­karten aus den Jahren 1863 bis 1912 über­lassen.

Bei den wert­vollen Doku­menten han­delt es sich um Ori­gi­nale, die bisher weder beim Kreis Unna noch im Lan­des­ar­chiv in Mün­ster vor­handen waren. Auf den histo­ri­schen Doku­menten dar­ge­stellt sind unter anderem Eigen­tums- und Flur­grenzen sowie Gebäude in Hengsen, Opher­dicke und Holzwickede. Auch Grenz­än­de­rungen sind in detail­lierter Form dar­ge­stellt.

Anne­gret Extern­brink, die Vor­sit­zende des Histo­ri­schen Ver­eins Holzwickede, und Schrift­führer Andreas Hei­de­mann über­gaben die Karten dem Kreis. Landrat Makiolla freute sich sehr, denn: „Wir tun gut daran, das histo­ri­sche Gedächtnis zu pflegen. Unsere heu­tige Iden­tität ist das Ergebnis dessen, was in der Ver­gan­gen­heit pas­siert ist.“

Großzügige Schenkung von Regina Jauer

Der Histo­ri­sche Verein ist in den Besitz der Karten durch eine groß­zü­gige Schen­kung von Regina Jauer gelangt. Die Holzwicke­derin hat mit dem Kar­ten­schatz schon ihre Kind­heit ver­bracht. „Ich bin als Kind früher immer für das Auf­räumen unseres Dach­bo­dens zuständig gewesen“, erzählt die Holzwicke­derin. „Ich hab‘ das ganz gerne gemacht. Aber es war jedes Mal eine fürch­ter­lich stau­bige Ange­le­gen­heit.“ Und nach jeder Auf­räum­ak­tion ging es in die Wanne mit heißem Wasser zum Baden. „Da stand dann immer so eine große Mappe mit blauen Müll­säcken abge­deckt“, erin­nert sich Regina Jauer. Als junges Mäd­chen hatte sie wenig Sinn für große geheim­nis­volle Mappe, die ihr Vater Hein­rich, der im Bauamt der Gemeinde beschäf­tigt war, so sorg­fältig ver­wahrte. Doch mit dem Älter­werden sollte sich das ändern und es däm­merte ihr, wel­cher Kar­ten­schatz da auf dem Dach­boden schlum­merte. Wie wert­voll die Karten tat­säch­lich sind, stellte sich heraus, nachdem Andreas Hei­de­mann sich an den Kreis gewandt hatte. Er wollte wissen, ob es die Mög­lich­keit gebe, die Karten hier digi­ta­li­sieren zu lassen.

Wir tun gut daran, das histo­ri­sche Gedächtnis zu pflegen. Unsere heu­tige Iden­tität ist das Ergebnis dessen, was in der Ver­gan­gen­heit pas­siert ist.“

Landrat Michael Makiolla

Es ist wun­derbar, dass Sie etwas gefunden haben, das das Archiv ein Stück voll­stän­diger macht“, betonte Eva Börger, die Fach­be­reichs­lei­terin Ver­mes­sung und Kata­ster, bei der Über­gabe. Ihre Mit­ar­beiter Detlef Walzok und Car­sten Schmidt hatten her­aus­ge­funden, dass es sich bei den Kata­ster-Karten um kost­bare Ori­gi­nale han­delt.

Der Kreis wird die Karten dem Lan­des­ar­chiv in Mün­ster zur sicheren und fach­ge­rechten Auf­be­wah­rung über­geben. Der Histo­ri­sche Verein Holzwickede erhielt im Gegenzug far­bige Aus­drucke in Ori­gi­nal­größe und eine CD mit den Karten in digi­ta­li­sierter Ver­sion. Andreas Hei­de­mann ver­spricht: „Wir werden die alten Karten jetzt auch im Internet ver­öf­fent­li­chen, so dass auch alle anderen Inter­es­sierten darauf zugreifen können.“ Der eine oder andere far­bige Aus­druck der Karten soll dann auch bei pas­sender Gele­gen­heiten in der Hei­mat­stube aus­ge­stellt werden.

Eine der historischen Karten aus dem Jahr 1863 zeigt den Ortsteil Opherdicke.

Eine der histo­ri­schen Karten aus dem Jahr 1863 , die jetzt auch in digi­ta­li­sierter Form vor­liegen.

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