Historischer Verein rettet eiserne Bank von Haus Dudenroth

Birgit Skupch, Monika Blennemann (r.) und Martin Böttcher auf der alten Bank von Haus Dudxrntoh, die der Historiscvhe Verein retten konnte. (Foto: P. Gräber - Emscherblog.de)

Vor der Heimatstube: Birgit Skupch, Monika Blennemann (r.) und Martin Böttcher auf der alten Bank von Haus Dudenroth, die der Historische Verein retten konnte. (Foto: P. Gräber – Emscherblog.de)

Mit ihrer historische Bausubstanz ist die Gemeinde Holzwickede noch nie pfleglich umgegangen. Kein Wunder also, dass es kaum noch alte Gebäude in der Emschergemeinde gibt. Eines der letzten alten Gebäude war Haus Dudenroth, das im November 1975 gegen den Willen vieler Holzwickeder Bürger abgerissen wurde.

Dieses alte Foto zeigt die beiden Bänke am Eingang vor Haus Dudenroth. (Foto: Archiv)

Dieses alte Foto zeigt die beiden Bänke am Eingang vor Haus Dudenroth. (Foto: Archiv)

Noch heute trauern viele Alteingesessene dem Haus Dudenroth nach. Oben auf der Treppe von Haus Dudenroth, links und rechts vom Eingang standen zwei auch damals schon alte Holzbänke. Die Bänke gehörten quasi zum festen Inventar von Haus Dudenroth. Viele Jahre lang wurde angenommen, dass die Bänke ebenso wie das ganze Haus Dudenroth mit dem Abriss für immer unwiederbringlich verloren gegangen sind. Doch das stimmt nicht.

„Helmut Jauer, der damals im Bauamt der Gemeinde Holzwickede beschäftigt war, hat die beiden Bänke gerettet und verwahrt“, erzählt Monika Blennemann, die Vorsitzende des Historischen Vereins. „Jahrzehntelang standen die beiden Bänke in seinem Garten.“

Wie der Zufall so spielt, hörte Martin Böttcher, der stellvertretende Vorsitzende des Historischen Vereins, von seiner Nachbarin, die eine Helmut Jauers ist, von diesem „Bankraub“.

Zweite Bank ist noch eingemauert

Das vermutlich einzige Foto vom Abriss Haus Dudenroths im November 1976. (Foto: Archiv)

Das vermutlich einzige Foto vom Abriss von Haus Dudenroth im November 1976. (Foto: Archiv)

Schnell waren sich die beiden einig, dass die Bänke dem Historischen verein überlassen werden sollten. Eine der Bänke hat der Historische Verein inzwischen restaurieren können. Das eiserne Gestell wurde in Lünen bei einem befreundeten Handwerker fachgerecht sandgestrahlt und von Rost befreit. Und der Holzwickeder Schreiner Christof Hilchenbach zeigte sich ebenfalls ganz begeistert davon, dass der Historische Verein die alte Bank von Haus Dudenroth retten wollte – und stifte das Holz, mit dem das eiserne Gestell belegt wurde.

„Leider ist zweite Bank in ein Fundament eingemauert“, bedauert Martin Böttcher. „Wir wollen versuchen, diese Bank auch noch zu retten. Ob das klappt, wissen wir aber noch nicht.“

Übrigens: Morgen (19. August) lädt der Historische Verein zu einer historische Wanderung durch den Kern von Opherdicke ein. Start ist um 15.30 Uhr an der evangelischen Kirche. Von dort geht es durchs Westendorf.

„Westendorf“ ist der alte Name des westlich vom Haus Opherdicke gelegenen Ortsteils. Der dazu gehörige Name „Ostendorf“ hat sich bis heute erhalten, während vom Westendorf heute kaum mehr jemand spricht. In Opherdicke konnte viel alte Bausubstanz noch erhalten werden, hier ist die höchste Dichte an Baudenkmälern in ganz Holzwickede.

Print Friendly, PDF & Email
visage

Dipl.-Journalist

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.