Hehre Wünsche” für altersgerechtes Wohnen im Wohnpark Emscherquelle

Die Mitglieder des Seniorenbeirastes, hier an ihrem Info-Stand auf dem Streetfood-Markt, haben ihre Vorschläge für den sozialen Wohnungsbau auf dem Kasernengelände zur Diskussion gestellt. (Foto: P. Gräber - Emscherblog.de)

Der Senioren­beirat weiß, wo Holzwickedes Senioren der Schuh drückt: Der Beirat hat deshalb Maß­nah­men zum gen­er­a­tionsüber­greifend­en sozialen Woh­nungs­bau im Wohn­park Emscher­park vorgeschla­gen.  (Foto: P. Gräber — Emscherblog.de)

Ein Antrag des Senioren­beirates zur alters­gerecht­en Aus­gestal­tung des geplanten Wohn­parks Emscherquelle stand eben­falls auf der Tage­sor­d­nung im Pla­nungs- und Bauauss­chuss­es gestern (27.9.) Abend.

Die 1. Vor­sitzende Beate Hahn-Hein­richs begrün­dete noch ein­mal ihren Antrag für die Frak­tio­nen im Auss­chuss: Alter­sar­mut und Ein­samkeit seien die bei­den Haupt­the­men, die Senioren bewe­gen, so die Vor­sitzende des Senioren­beirates. Aus diesem Grunde wün­sche sich der Senioren­beirat alters- und behin­derten­gerechte Woh­nun­gen in dem geplanten Wohn­park, die zwis­chen 45 m2 (für eine Per­son) und 55 bis 60 m2 groß zur ort­süblichen Miete, die auch von der Wohn­geld­stelle der Gemeinde über­nom­men wer­den kann. „Denn viele Senioren kön­nen inzwis­chen ihre Miete nicht mehr bezahlen“, so Beate Hahn-Hein­richs. An so zugeschnit­te­nen alters­gerecht­en Woh­nun­gen beste­he „großer Bedarf in der Gemeinde“.

Ortsübliche Miete und Kiosk mit Kümmerer

Wobei behin­derten­gerecht für den Senioren­beirat nicht nur roll­stuhlgerecht heißt: „Ganz viele Senioren sind auch sehbe­hin­dert. Darum soll­ten die Woh­nun­gen mit kon­trastre­ichen Far­ben aus­gestal­tet sein“, so Beate Hahn-Hein­richs. Wün­schenswert sei auch ein ehre­namtlich zu betreiben­der Kiosk, der neben ein­er Verkaufs­funk­tion noch viel wichtiger eine soziale Funk­tion übernehmen kön­nte: Mit einem Küm­mer­er hin­ter dem Schal­ter, „der merkt, wenn Frau Meier am Son­ntag noch nicht da war“, so die Beiratsvor­sitzende.

Auch eine Bushaltestelle/Anbindung an den öffentlichen Nahverkehr sowie Räume für eine ambu­lante medi­zinis­che Ver­sorgung wün­schenswert für das mehrgen­er­a­tio­nen­wohnen im kün­fti­gen Wohn­park Emscherquelle.

Schließlich emp­fahl Beate Hahn-Hein­richs der Ver­wal­tung: „Es gibt ganz viele Förder­pro­gramme – und mit­tel für Pro­jek­te, die für Senioren wichtig sind.“ Diese könne man nutzen.

Welchen Einfluss kann Gemeinde nehmen?

Alle Frak­tio­nen waren sich einig darin, dass die vom Senioren­beirat emp­fohle­nen Maß­nah­men sin­nvoll und richtig sind. „Es gibt wohl nie­man­den hier, der sich diesen Maß­nah­men ver­schließen würde“, so Auss­chussvor­sitzen­der Wil­fried Brinkmann (BBL). „Doch das sind alles hehre Wün­sche, Mal sehen, was sich davon mit dem Investor real­isieren lässt.“

Wir sind auf den guten Willen des Investors angewiesen.“

Win­fried Hardung (CDU).

Wir haben ja ein 17-Punk­te-Pro­gramm aufgestellt“, erin­nert Michael Klimzi­ak (SPD). „Mehrgen­er­a­tio­nen­wohnen ist eine gute Idee. Sich­er gibt es da noch Raum für die eine oder andere Idee. Das müssen wir dann mit dem Investor besprechen.“ Ähn­lich sah es die CDU. „Wir sind auf den guten Willen des Investors angewiesen“, so Win­fried Hardung.

Die Ver­wal­tung wies darauf hin, dass es bish­er nur eine Forderung an den Investor gebe, sozialen Woh­nungs­bau auf rund 6000 m2 Brut­tofläche zu erstellen.  „Gle­ich­wohl kann die Ver­wal­tung (…) ver­suchen, Ein­fluss auf die weit­ere Aus­gestal­tung des sozialen Woh­nungs­baus im Sinne des gestell­ten Antrags zu nehmen“, so die Beschlussempfehlung.

Interfraktioneller Arbeitskreis soll es richten

Lediglich FDP-Sprech­er Fritz Bern­hardt, war das zu lasch: „Wir haben als Gemeinde doch die Pla­nung­shoheit und von daher natür­lich immer noch Ein­flussmöglichkeit­en“, so Bern­hardt. „Darum soll­ten wir die Ver­wal­tung auch beauf­tra­gen, Ein­fluss zu nehmen und ‚kann“ durch ‚soll‘ im Beschlussvorschlag erset­zen.“ Das lehnte die Mehrheit des Auss­chuss­es ab.

Gegen die Stim­men der Grü­nen und FDP ver­ständigte sich der Auss­chuss schließlich darauf, die vom Senioren­beirat angeregten Maß­nah­men dem kün­fti­gen Investor im inter­frak­tionellen Arbeit­skreis näher zu brin­gen, der die Wohn­be­bau­ung der Kaserne begleit­en soll.

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visage

Dipl.-Journalist

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