Haarscharf am Schildbürgerstreich vorbei: Namenszusatz für Ortsschilder vertagt

Die Ein­füh­rung des Namens­zu­satzes Emscher­quell­ge­meinde stand im Mit­tel­punkt der öffent­li­chen Sit­zung des Haupt- und Finanz­aus­schusses am Don­ners­tag­abend. Bei­nahe wäre es dabei zu einem im Wort­sinn Schild­bür­ger­streich gekommen und ein neuer Name für die Gemeinde Holzwickede bean­tragt worden. Denn mit­nichten ging es bei dem Tages­ord­nungs­punkt nur um den Hin­weis „Emscher­quell­ge­meinde“ auf den Orts­schil­dern Holzwickedes, wie es im Vor­feld hieß.

Ein­fach nur den Namens­zu­satz „Emscher­quell­ge­meinde“ aus Mar­ke­ting­gründen auf die Orts­schilder drucken, wie es sich wohl einige vor­ge­stellt hatten, wäre recht­lich nicht zulässig, wie der 1. Bei­geord­nete Bernd Kasischke bestä­tigt. Viel­mehr hätte der Name der Gemeinde grund­sätz­lich und all­ge­mein ver­bind­lich geän­dert und künftig immer mit dem Namens­zu­satz ver­sehen werden müssen – nicht nur auf den Orts­schil­dern.

Plötz­lich däm­merte es den Aus­schuss­mit­glie­dern: Mit den ver­an­schlagten 7 200 Euro für neue Orts­schilder (pro Stück 300 Euro) könnte es wohl nicht getan sein:

Dieser Umstand warf in den Frak­tionen noch einige Fragen auf: Müsste die Gemeinde nach einer Ände­rung dann „Holzwickede Emscher­quell­ge­meinde“ oder „Emscher­quell­ge­meinde Holzwickede“ heißen? Müssen auch alle Stadt­pläne und Hin­weis­schilder, die Navi­ga­ti­ons­soft­ware und alle Adress­ver­zeich­nisse, schlimmer noch: auch alle Brief­bögen der Gemeinde und ihrer Ein­rich­tungen wie Schulen geän­dert werden?

Ange­sichts sol­cher Über­le­gungen bekamen die Frak­tionen mehr­heit­lich kalte Füße – und eine Ent­schei­dung über den Namens­zu­satz wurde ver­tagt. Die Ver­wal­tung soll nun zunächst die auf­ge­tauchten Fragen klären und sich auch beim Städte- und Gemein­de­bund eine Exper­tise dazu ein­holen.

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