Großübung: Flughafen Dortmund probt den Ernstfall

Der Flughafen Dortmund ist am kommenden Samstag Schauplatz einer Großübung. (Foto:Peter Gräber)

Der Flug­ha­fen Dort­mund ist am kom­men­den Sams­tag Schau­platz einer Groß­übung. (Foto:Peter Grä­ber)

In einer groß­an­ge­leg­ten Flug­un­fall­übung pro­ben rund 150 Ein­satz­kräf­te am kom­men­den Sams­tag, 8. Novem­ber, am Dort­mund Air­port den Ernst­fall. Flug­ha­fen­feu­er­wehr, Feu­er­wehr und Ret­tungs­dienst der Stadt Dort­mund, Feu­er­wehr der Stadt Unna und die Dort­mun­der Poli­zei üben dann gemein­sam mit dem Kri­sen­stab des Flug­ha­fens und dem Spe­zi­al­team für die psy­cho­so­zia­le Betreu­ung von Über­le­ben­den und Ange­hö­ri­gen. Die Holzwicke­der Feu­er­wehr und auch  die Gemein­de Holzwicke­de sind nicht in die Übung ein­ge­bun­den.

Über 40 Schau­spie­ler, ech­te Flug­zeug- und Hub­schrau­ber­rümp­fe sowie ein aus­ran­gier­ter Lini­en­bus sor­gen für mög­lichst rea­li­täts­na­he Bedin­gun­gen. Dabei macht es das Übungs­sze­na­rio für die Teil­neh­mer nicht leicht. Denn simu­liert wird der Absturz eines Hub­schrau­bers, der beim Auf­prall mit sei­nem Heck­ro­tor ein vor­bei­rol­len­des Klein­flug­zeug trifft. Die Pilo­ten und Pas­sa­gie­re sind ver­letzt, eini­ge davon schwer. Erschwe­rend hin­zu kom­men wird, dass ein vor­bei­fah­ren­der, voll­be­setz­ter Bus mit Pas­sa­gie­ren einer Lini­en­ma­schi­ne im nach­ge­stell­ten Sze­na­rio von Trüm­mer­tei­len getrof­fen wur­de.

Unser Ziel ist, die vor­ge­schrie­be­nen inter­na­tio­na­len Sicher­heits­be­stim­mun­gen zu erfül­len oder gar zu über­tref­fen und dabei eine mög­lichst kom­pe­ten­te psy­cho­so­zia­le und mensch­li­che Betreu­ung für alle Betei­lig­ten zu gewähr­lei­sten.“

Udo Mager,  Flug­ha­fen-Geschäfts­füh­rer

Als inter­na­tio­na­ler Ver­kehrs­flug­ha­fen möch­ten wir auf den Ernst­fall, der hof­fent­lich nie ein­tritt, vor­be­rei­tet sein, egal ob in Dort­mund oder sonst wo in Euro­pa einer unse­rer Flü­ge in ein Unglück ver­wickelt ist. Die von der Inter­na­tio­na­len Zivil­luft­fahrt­or­ga­ni­sa­ti­on (ICAO) vor­ge­schrie­be­nen Not­fall­übun­gen sind ein Garant für maxi­ma­le Sicher­heit im Scha­dens­fall“, erklär­te Flug­ha­fen-Geschäfts­füh­rer Udo Mager. Mit den Übun­gen wol­len die Betei­lig­ten die Not­fall­pla­nung über­prü­fen und even­tu­el­le Schwach­stel­len erken­nen und besei­ti­gen. „Unser Ziel ist, die vor­ge­schrie­be­nen inter­na­tio­na­len Sicher­heits­be­stim­mun­gen zu erfül­len oder gar zu über­tref­fen und dabei eine mög­lichst kom­pe­ten­te psy­cho­so­zia­le und mensch­li­che Betreu­ung für alle Betei­lig­ten zu gewähr­lei­sten“, so Mager.

Flug­ha­fen­feu­er­wehr kann in 180 Sekun­den an jedem Punkt auf dem Flug­ha­fen­ge­län­de sein

Beson­ders wich­tig ist den Betei­lig­ten dabei eine rei­bungs­lo­se Zusam­men­ar­beit. „Im Ernst­fall müs­sen wir schnell und effi­zi­ent hel­fen kön­nen. Inner­halb von gera­de ein­mal 180 Sekun­den kann die Flug­ha­fen­feu­er­wehr an jedem Punkt auf dem Flug­ha­fen­ge­län­de vor Ort sein. Doch eine Lage ist nur dann unter Kon­trol­le zu bekom­men, wenn die nach­rücken­den Kräf­te intel­li­gent ein­ge­bun­den wer­den, die Füh­rung im Hin­ter­grund funk­tio­niert und alle Hand in Hand arbei­ten“, beschreibt Rüdi­ger Schulz, Chef der Flug­ha­fen­feu­er­wehr. Um die­ses Ziel zu errei­chen und im Ernst­fall Feh­ler zu ver­mei­den, wer­de im Anschluss an die Übung gemein­sam ana­ly­siert, wo Opti­mie­rungs­po­ten­zi­al besteht.

Auch für die Poli­zei Dort­mund ist die Sicher­heit am Flug­ha­fen Dort­mund ein bedeu­ten­des The­ma. „Bei der Bewäl­ti­gung von Flug­zeug­un­fäl­len müs­sen Poli­zei, Feu­er­wehr und ande­re Behör­den eng und koor­di­niert mit dem Flug­ha­fen zusam­men­wir­ken – dies gelingt am Besten, wenn es rea­li­stisch geübt wird“, so Poli­zei­di­rek­tor Andre­as Wien, Lei­ter des Stän­di­gen Sta­bes beim Poli­zei­prä­si­di­um Dort­mund.

Die Flug­un­fall­übung am Dort­mund Air­port fin­det am Sams­tag, 8. Novem­ber 2014, zwi­schen 9 und 15 Uhr im Sicher­heits­be­reich des Flug­ha­fens statt. Öffent­li­che Stra­ßen wer­den am Übungs­tag nicht gesperrt. „Soll­te es den­noch zu Unan­nehm­lich­kei­ten kom­men, bit­te wir Anwoh­ner um Ver­kehrs­teil­neh­mer um Ver­ständ­nis“, so Mager.

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