Gewinne der Wasserversorgung wiegen Verluste der Bäder nicht auf

Mit rd. 31 000 m3   hat sich der Wasserverlust im Jahr 2017 im Versorgungsnetz der Gemeinde mehr als verdoppelt.  Hauptursache dafür sind, so die Wasserversorgung, marode Hausanschlüsse. (Foto: _piu700_pixelio.de)
Die Holzwickeder Haus­halte werden sich auf einen stei­genden Was­ser­preis ein­stellen müssen. (Foto: _piu700_pixelio.de)

Bei einer Bilanz­summe von rund 6,78 Mio. Euro hat die kom­mu­nale Was­ser­ver­sor­gung einen Jah­res­ver­lust von 203 030,27 Euro aus­ge­wiesen. Die Gemeinde muss ihrem Eigen­be­trieb für die Ver­luste der Bäder­sparte 252 225,27 Euro erstatten. Auf­grund des guten Ergeb­nisses der Was­ser­sparte erhält die Gemeinde aller­dings auch die höchst­zu­läs­sige Kon­zes­si­ons­ab­gabe von rund 186 000 Euro von der Was­ser­ver­sor­gung über­wiesen.

Im Betriebs­aus­schuss am Mon­tag­abend wurde die Fest­stel­lung der Bilanz und Jah­res­er­folgs­rech­nung 2017 für den Eigen­be­trieb Was­ser­ver­sor­gung von den Frak­tionen ein­stimmig dem Gemein­derat emp­fohlen. Zuvor hatte Kathrin Graf von der Wirt­schafts­prü­fungs­ge­sell­schaft Con­cunia in Mün­ster dem von der Was­ser­ver­sor­gung vor­ge­legten Zah­len­werk für das Jahr 2017 den unein­ge­schränkten Bestä­ti­gungs­ver­merk erteilt.

Sparte Wasserversorgung

Die Was­ser­ab­gabe ein­schließ­lich Eigen­ver­brauch ent­wickelte sich im Jahr 2017 um -1,4 Pro­zent gegen­über dem Vor­jahr auf 912 834 m3 leicht zurück. Dies liegt vor allem an dem Ver­brauchs­rück­gang (um rd. 20 000 m3 ) eines Groß­ab­neh­mers. Trotzdem ist die Bezugs­menge von Trink­wasser um 3,01 Pro­zent auf 988 475 m3 gestiegen. Die Erklä­rung: Der Was­ser­ver­lust im Netz­werk ist von 2,53 Pro­zent auf 5,56 Pro­zent gestiegen, hat sich also mehr als ver­dop­pelt. Mit rd. 31 000 m3 sind „die Was­ser­ver­luste schon sehr stark ange­stiegen“ gegen­über dem Jahr 2016, stellte die Wirt­schafts­prü­ferin fest.

Diese hohen Ver­luste resul­tieren aller­dings nicht etwa aus einem schlechten Rohr­netz, wie Stefan Peters­mann, Leiter der Was­ser­ver­sor­gung, dar­legte. „Ursache sind über­wie­gend Schäden an Haus­an­schlüssen, die ein­fach in die Jahre gekommen sind.“ Die Was­ser­ver­sor­gung arbeitet an dem Pro­blem. Doch viele dieser Haus­an­schlüsse sind auch nur schwer zu kon­trol­lieren, weil sie ver­steckt im Netz liegen. „Trotzdem liegen wir mit unserer Ver­lust­quote noch immer unbter dem Bun­des­durch­schnitt von 6 Pro­zent“, rela­ti­viert Peters­mann die Menge an ver­sickertem Trink­wasser.

Die Auf­wen­dungen für das von den Dort­munder Ver­sor­gern bezo­gene Wasser betrugen im Vor­jahr 761 400 Euro und sind damit leicht gestiegen. Die Ver­kaufs­er­löse sind eben­falls um rd. 26 000 Euro gestiegen und belaufen sich auf 2,135 Mio. Euro.

Der durch­schnitt­liche Erlös je m3 Wasser liegt mit 2,40 Euro/​je m3 über dem des Vor­jahres (2,33 Euro/​m3)

Unterm Strich weist die Sparte Was­ser­ver­sor­gung ein posi­tives Ergebnis von 308 695,54 Euro aus. 

Sparte Bäder

Die Besu­cher­zahlen im Freibad Schöne Flöte fielen im Vor­jahr mit 45 725 Besu­chern noch einmal schlechter aus als im Jahr 2016. Der Besuch in der Klein­schwimm­halle war dagegen mit 17 852 Besu­chern etwas besser. Mit ins­ge­samt 63 577 Bade­gä­sten war der Besuch im Jahr 2017 aller­dings schlechter als im Jahr zuvor.

Den Erträgen in Höhe von 358 571 Euro aus dem Freibad (163 806,89 Euro), der Sauna (67 014,59 Euro) und der Klein­schwimm­halle (127 749,53 Euro) stehen Ver­luste in Höhe von 1 012 622,61 Euro gegen­über, die sich wie folgt ver­teilen: Freibad (836 341,39 Euro), Sauna (1 064,78 Euro), Klein­schwimm­halle (175 216,44 Euro). Nach Ver­rech­nung der durch den Steu­er­ver­bund mit der Was­ser­ver­sor­gung ein­ge­sparten Ertrags­steuer beträgt der Gesamt­fehl­be­trag der Sparte Bäder 511 725,81 Euro.

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