Gemeinde ermöglicht würdevolle Urnenbeisetzung in Grabstelen

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Ange­hö­rige können künftig der Bei­set­zung einer Urne in den Stelen auf dem Kom­mu­nal­friedhof bei­wohnen, Bisher war das nicht mög­lich, Doch nun hat die Gemeinde eine wür­de­volle Mög­lich­keit gefunden, diese Zere­monie wür­de­voll durch­zu­führen. (Foto: Peter Gräber)

Gleich zwei wich­tige Ände­rungen im Nut­zungs­kon­zept für den Kom­mu­nal­friedhof hat die Gemein­de­ver­wal­tung in dieser Woche beschlossen und umge­setzt.

Die erste Ände­rung betrifft die Urnen­bei­set­zungen in dem Feld mit den Stelen. Ange­hö­rige konnten bisher der Bei­set­zung der Urne in einer Stele nicht bei­wohnen. „Das lag ein­fach daran, dass wir bisher noch keine wür­de­volle Mög­lich­keit gefunden hatten, diesen Moment ange­messen zu gestalten“, erläu­tert der 1. Bei­geord­nete der Gemeinde, Uwe Det­lefsen. Um die Urne in einer Stele unter­zu­bringen, musste bis­lang ein Kran anrücken, um den Kopf­stein der Stele zu ent­fernen und anschlie­ßend wieder zu ver­schließen. Weil man diesen doch eher tech­ni­schen Vor­gang den Ange­hö­rigen nicht zumuten wollte, durften sich die Ange­hö­rigen erst nach Unter­brin­gung der Urne an der Stele ver­sam­meln, um Abschied zu nehmen.

Auf viel­fa­chen Wunsch von Ange­hö­rigen, haben sich die Mit­ar­beiter der Ver­wal­tung mit den Bestat­tern und der Fried­hofs­gärt­nerin zusam­men­ge­setzt und nach Mög­lich­keiten gesucht, wie dem Wunsch vieler Ange­hö­rigen, der Urnen­bei­set­zung bei­zu­wohnen, ent­spro­chen werden kann. „Wir haben eine Mög­lich­keit gefunden, wie die Urne in der Stele wür­de­voller bei­gesetzt werden kann“, erklärt Uwe Det­lefsen. „Künftig werden die Ange­hö­rigen der Bei­set­zung einer Urne in der Stele bei­wohnen können, ähn­lich wie es bei einer Urnen­be­stat­tung in der der Erde der Fall ist.“

Künftig werden die Ange­hö­rigen der Bei­set­zung einer Urne in der Stele bei­wohnen können, ähn­lich wie es bei einer Urnen­be­stat­tung in der der Erde der Fall ist.“

Uwe Det­lefsen, 1. Bei­geord­neter der Gemeinde

In Abwe­sen­heit der Ange­hö­rigen wird künftig der Kopf­stein einer Stele ent­fernt und die Stele her­ge­richtet. Anschlie­ßend können die Ange­hö­rigen der Bei­set­zung der Urne in der Stele bei­wohnen und die Stele wird später in Abwe­sen­heit der Ange­hö­rigen wieder mit dem Kopf­stein ver­schlossen, berichtet Uwe Det­lefsen. „Wir musste da echt impro­vi­sieren, weil diese Art der Bei­set­zung noch relativ neu ist und es des­halb auch noch keine Geräte oder Vor­rich­tungen gibt, auf die wir hätten zurück­greifen können.“ So habe das Bestat­tungs­un­ter­nehmen Göß­mann eigens ein Säck­chen genäht, mit der die Urne wür­de­voll in die Stele ver­senkt werden kann.

Zentraler Sammelplatz für Grünschnitt wird verlegt

Aller­dings ist der Auf­wand für diese Art der Bei­set­zung größer“, mein Uwe Det­lefsen. So muss der Stein­metz etwa zweimal kommen, um die Stele zu öffnen und später dann wieder zu ver­schließen. Die Ver­wal­tung ist aber sicher, dass Ange­hö­rige, die bei der Bei­set­zung der Urne dabei sein möchten, diese Mehr­ko­sten auch akzep­tieren werden.

Die Urnen­gräber in den Stelen auf dem Kom­mu­nal­friedhof werden nach Aus­sage von Uwe Det­lefsen inzwi­schen gut ange­nommen. „Diese Form der Bestat­tung hat einige Vor­teile. Die Urnen liegen nicht in der Erde, dadurch sind die Urnen­gräber in den Stelen pfle­ge­frei und prak­tisch ohne Fol­ge­ko­sten.“

Bereits vorbereitet: der neue Sammelplatz für den Grünschnitt auf dem Kommunalfriedhof am Kiefernweg. (Foto: Peter Gräber

Bereits vor­be­reitet: der neue Sam­mel­platz für den Grün­schnitt auf dem Kom­mu­nal­friedhof am Kie­fernweg. (Foto: Peter Gräber)

Die zweite wich­tige Neue­rung betrifft die Optik des kom­mu­nalen Fried­hofes: Der bis­lang zen­tral gele­gene, etwas unan­sehn­liche Sam­mel­platz für die Grün­ab­fälle auf dem Friedhof wird in den Rand­be­reich an den Kie­fernweg ver­legt. Der alte Sam­mel­platz wird der umlie­genden Fried­hofs­fläche zuge­schlagen.

Der neue Sam­mel­platz am Kie­fernweg st bereits vor­be­reitet und umzäunt worden. Neben der ver­bes­serten Optik hat die Ver­le­gung wei­tere Vor­teile: „Der neue Sam­mel­platz ist abschließbar. Außerdem können wir die Grün­ab­fälle dort über den Kie­fernweg viel leichter abfahren.“

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