Geheimnis gelüftet: Wilma AG kauft ehemaliges Kasernengelände

Schlüsselübergabe heute auf der Expo in München, v.l. haben (von links): Dr. Gerald Brummund, BImA-Vorstandsmitglied Paul Johannes Fietz, Stefan Welkner sowie Felix Nolte (Verkaufsmanager bei der BImA für Ostwestfalen–Lippe). (Foto: BiMA)

Schlüs­sel­über­gabe heute auf der Expo in Mün­chen, v.l. (von links): Dr. Gerald Brum­mund, BImA-Vor­stands­mit­glied Paul Johannes Fietz, Stefan Wel­kner sowie Felix Nolte (Ver­kaufs­ma­nager bei der BImA für Ost­west­falen – Lippe). (Foto: BImA)

Jetzt ist die Katze aus dem Sack: Auf ihrem Stand auf der Immo­bi­li­en­messe Expo Real in Mün­chen hat die Bun­des­an­stalt für Immo­bi­li­en­auf­gaben (BImA) heute das Geheimnis gelüftet, wer im Bie­ter­ver­fahren den Zuschlag für das Kaser­nen­ge­lände bekommen hat: die Firma Wilma Immo­bi­lien AG. Der Pro­jekt­ent­wickler aus Ratingen will die ehe­ma­lige Emscher­ka­serne auf dem 8,8 Hektar großen Areal in ein Wohn­ge­biet umwan­deln.

Im Anschluss an die Rats­sit­zung heute (5.Oktober) infor­mierte Bür­ger­mei­sterin Ulrike Drossel auch die Frak­tionen, indem sie die offi­zi­elle Mit­tei­lung der BImA verlas. „Das Inter­esse an dem Objekt war groß und qua­li­fi­ziert“, sagte Dr. Gerald Brum­mund, BImA-Ver­kaufs­leiter für NRW bei der Schlüs­sel­über­gabe in Mün­chen. „Es liegt nur 25 Fahr­mi­nuten von der Dort­munder City ent­fernt und ist selbst Ein­pend­ler­stadt.“

Wie berichtet hatte die BImA seit der Expo Real im Vor­jahr das Kaser­nen­ge­lände in einem Bie­ter­ver­fahren ange­boten. Der Kauf­ver­trag mit der Wilma wurde dann schon im Juli dieses Jahres geschlossen. Da der Haus­halts­aus­schuss des Deut­schen Bun­des­tages dem Ver­kauf erst noch zustimmen musste, wurde all­sei­tiges Still­schweigen ver­ein­bart. Mitt­ler­weile ist die Zustim­mung erfolgt und damit kann auch der Käu­fer­name ver­öf­fent­licht werden. Der Tag des Besitz­über­gangs fiel nun mit der Expo zusammen.

Höchstbietender und Wunschkandidat

Der Käufer sei nicht nur Höchs­bie­tender son­dern gleich­zeitig auch ein Wunsch­kan­didat der Holzwickeder Gemein­de­ver­wal­tung gewesen, teilt die BImA aus Mün­chen mit. Denn die Wilma AG sei seit 75 Jahren schon ein lei­stungs­starker Immo­bi­li­en­ent­wickler. „Das ist bein Glücks­fall für alle Betei­ligten. Hier sind die Ansprüche der Gemeinde Holz­wikckede und ein pro­fes­sio­neller Pro­jekt­ent­wickler zusam,mengekommen“, erklärt Dr. Gerald Brum­mund.

Politik und Ver­wal­tung in Holzwickede sind nun gespannt, auf die Vor­stel­lung des Pro­jektes zur Bebauung der ehe­ma­ligen Emscher­ka­serne, das unter der Bezeich­nung „Wohn­park Emscher­quelle“ fir­miert. „Ver­treter der WILMA Immo­bi­lien werden nun zeitnah in den Arbeits­kreis ein­ge­laden, um sich und die Pla­nungen dort aus­führ­lich vor­zu­stellen“, erklärt Bür­ger­mei­sterin Ulrike Drossel. „Par­allel wird auch ein Termin für die öffent­liche Infor­ma­ti­ons­ver­an­stal­tung für die Bürger abge­stimmt.“

Auch sechs dreigeschossige Mehrfamilienhäuser geplant

Das Unter­nehmen plant laut BImA auf dem ehe­ma­ligen Kaser­nen­ge­lände ein Wohn­ge­biet mit Doppel- und Ein­fa­mi­li­en­häu­sern. Dabei halte sich Wilma auch eng an die Vor­gaben des Rates: So werde sozialer Woh­nungsbau in Form von sechs drei­ge­schos­sigen Mehr­fa­mi­li­en­häu­sern umge­setzt und ein Kita-Grund­stück ent­stehen. Auch ein großer Grün­an­teil sei Teil des Kon­zepts. Zudem werde Wilma umlie­gende Straßen aus­bauen. „Durch das über Jahr­zehnte gesam­melte Know-how aus meh­reren hun­dert Immo­bi­li­en­pro­jekten können wir die opti­male Pla­nung und Rea­li­sie­rung von Bau­vor­haben gewähr­lei­sten“, betont Stefan Wel­kner von der Wilma.

Bei der sym­bo­li­schen Schlüs­sel­über­gabe am BImA-Mes­se­tand in Mün­chen gab es strah­lende Gesichter. Der Inve­stor unter­strich noch einmal seine Freude über den Zuschlag für diesen Standort.

INFO: Bei der Wilma AG han­delt es sich um einen inha­ber­ge­führten Bau­träger und Pro­jekt­ent­wickler, der 1939 in den Nie­der­landen gegründet wurde und ab 1984 eines der größten Woh­nungs­bau­un­ter­nehmen des Nach­bar­landes war. Seit 1978 ist die Wilma auch in Deutsch­land tätig. Sie beschäf­tigt 120 Mit­ar­beiter an den Stand­orten Ratingen, Frank­furt und Stutt­gart. Zu den Pro­jekten, die das Unter­nehmen in der näheren Umge­bung rea­li­siert hat, zählt das Stadt­quar­tier Ost im Dort­munder Gerichts­viertel, das öko­lo­gisch Domi­zilia Dort­mund, die Broi­cher Gärten und Ökotop in Düs­sel­dorf, das Ger­mania Carre´ in Köln-Porz, Stein­ring Carré in Bochum, Him­mel­geist in Düs­sel­dorf, Vidana in Langen u.v.a.m. 

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